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Das glauben wir

Erfüllte Zeit

Redaktion am 21.01.2022

220123 Predigt Riel Titel TV Foto: Bayer / pbp

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen, so lautet ein allseits bekannter Kinderreim. Der Weg ins Erwachsenenalter ist dann allerdings mit so manchen herben Enttäuschungen gepflastert — Unzuverlässigkeit, Betrug, Vertrauensverlust. Das Leben ist grausam... Doch wo ist zwischen all den menschlichen Dramen Gott? Was ist mit seinem Versprechen an uns, dass sein Joch nicht drückt und seine Last leicht ist? Mehr dazu von der Referentin für Neuevangelisierung, Daniela Riel in ihrer Predigt zum 3. Sonntag im kirchlichen Jahreskreis am 23. Januar 2022.

Es gehört zu den beson­de­ren Momen­ten in unse­rem Leben, wenn uns jemand ein Ver­spre­chen macht. Ein guter Freund z. B., der mir ver­si­chert: Ich hel­fe dir. Mein Ehe­part­ner, der mir fest zusagt: Ich bin dir treu – kom­me, was da wol­le. Und wie magisch sind erst jene Momen­te, in denen wir erfah­ren dür­fen: Jemand macht sein Ver­spre­chen wahr. Ein gege­be­nes Wort wird erfüllt.

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Das heu­ti­ge Evan­ge­li­um weiß genau davon zu berich­ten: Gott macht sei­ne Ver­hei­ßun­gen wahr. Wie ein Rah­men spannt sich die­se Fest­stel­lung um die Text­pas­sa­ge, die vom Beginn des öffent­li­chen Wir­kens Jesu berich­tet. Denn bereits der ers­te Vers weist auf Ereig­nis­se hin, die sich unter uns erfüllt haben“ (Lk 1,1). Und der letz­te Vers bekräf­tigt: Heu­te hat sich das Schrift­wort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“ (Lk 4,21). Die Erkennt­nis, dass Gott Wort hält, steht also wie eine Über­schrift über dem begin­nen­den Tun Jesu, so als möch­te der Autor uns sagen: Bevor du nun mehr über Jesus erfährst, musst du eines wis­sen: In ihm macht Gott wahr, was er sei­nem Volk ver­spro­chen hat. Und was hat Gott ver­spro­chen?

Jesus liest in der Syn­ago­ge in Naza­ret eine Stel­le aus dem Buch Jesa­ja vor, die dar­auf eine Ant­wort gibt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; (…). Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine fro­he Bot­schaft brin­ge; damit ich den Gefan­ge­nen die Ent­las­sung ver­kün­de und den Blin­den das Augen­licht.“ (Lk 4,18) Im Wir­ken Jesu wird die­se ver­spro­che­ne Ret­ter­ge­stalt kon­kret. Durch Jesus begeg­nen Men­schen der fro­hen Bot­schaft, fin­den sie wie­der in die Frei­heit und ler­nen neu zu sehen. Sie erle­ben eine wah­re Heils­zeit – ja, eine wahr­haft erfüll­te Zeit.

Viel­leicht fällt es uns manch­mal gar nicht so leicht, Gott zu glau­ben, dass er sei­ne Ver­spre­chen wahr­macht. Ent­täu­schen­de Erfah­run­gen mit Men­schen, die nicht Wort gehal­ten haben, machen es uns schwer, uns vor­zu­stel­len, dass es wirk­lich jeman­den gibt, auf den zu 100% Ver­lass ist. Doch so ist Gott. Er ist abso­lut ver­läss­lich und treu. Dafür legt der Evan­ge­list Lukas sei­ne Hand ins Feu­er. Mehr­fach betont er im heu­ti­gen Evan­ge­li­um die Glaub­wür­dig­keit des­sen, was er schil­dert. Er beruft sich auf die Über­lie­fe­rung von Augen­zeu­gen der Gescheh­nis­se um Jesus und betont, dass er selbst allem sorg­fäl­tig auf den Grund gegan­gen ist. Wir kön­nen uns also gewiss sein: Gott macht sein Ver­spre­chen wahr.

Das Heu­te hat sich das Schrift­wort (…) erfüllt“ (Lk 4,21) schließt dabei auch unser Heu­te mit ein. Kon­kret: Gott möch­te auch in unse­rem All­tag heu­te sei­ne Ver­hei­ßun­gen erfül­len. Unser Leben soll erfüll­te Zeit sein. Die­se Zuver­sicht möge Sie beglei­ten!

Danie­la Riel
Refe­ren­tin für Neuevangelisierung