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Bistum

Gottes Segen für das neue Werkstattgebäude

Pressemeldung am 01.10.2022

2022 09 30 einweihung1 Foto: Sabine Süß / Staatliches Bauamt Passau

Das Staatliche Bauamt Passau hat ein neues Werkstattgebäude für seine Dombauhütte errichtet. Mit der Segnung durch Dompropst Dr. Michael Bär wurde es nun eingeweiht.

Zur fei­er­li­chen Ein­wei­hung kam auch der Baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter für Woh­nen, Bau und Ver­kehr, Chris­ti­an Bern­rei­ter: Ich freue mich sehr, dass wir heu­te gemein­sam mit Got­tes Segen das neue Werk­statt­ge­bäu­de für den Pas­sau­er Dom ein­wei­hen kön­nen. Denn Bay­ern ist auch ein Kul­tur­staat und für die­ses Erbe trägt der Staat eine ganz beson­de­re Ver­ant­wor­tung. Daher möch­te ich an die­ser Stel­le vor allem auch unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern in den Dom­bau­hüt­ten dan­ken, die mit ihrem Hand­werk in Pas­sau, Regens­burg und Bam­berg groß­ar­ti­ge Denk­mä­ler der baye­ri­schen Geschich­te erhal­ten. Das Geld ist dort sehr gut ange­legt und des­halb hat der Frei­staat ger­ne rund 1,5 Mil­lio­nen Euro in den Neu­bau investiert.”

Nach einem Fest­akt in der Neu­en Bischöf­li­chen Resi­denz, in direk­ter Nach­bar­schaft zur Dom­bau­hüt­te, nahm Dom­propst Dr. Micha­el Bär im Werk­statt-Neu­bau die Seg­nung des neu­en Werk­statt­ge­bäu­des vor. Der Lei­ter der Dom­bau­hüt­te, Hüt­ten­meis­ter Jero­me Zahn, führ­te anschlie­ßend durch die Werk­statt und stell­te die ers­ten Werk­stü­cke, die der­zeit in der Stein­metz-werk­statt bear­bei­tet wer­den, die Werk­stei­ne des künf­ti­gen Dom­bau­hüt­te-Ban­ners, vor.

Das neue Werk­statt­ge­bäu­de der Dom­bau­hüt­te im Her­zen der Stadt Pas­sau erkennt man schon von Wei­tem durch sein beson­de­res Gewand aus Holz”, sagt Lei­ten­der Bau­di­rek­tor Nor­bert Sterl, Lei­ter des Staat­li­chen Bau­amts Pas­sau. Eine ver­ti­ka­le offe­ne Lat­ten­scha­lung aus lasier­tem Lär­chen­holz beklei­det die Außen­wän­de und über­spannt die gesam­ten Dach­flä­chen. Bei der äuße­ren Gestal­tung des Neu­baus war es dem Staat­li­chen Bau­amt Pas­sau, ver­ant­wort­lich für die Pro­jekt­lei­tung, ein beson­de­res Anlie­gen, der Funk­ti­on ent­spre­chend eine bewusst schlich­te, aber zugleich anspruchs­vol­le Bau­form zu fin­den. Sie soll­te die Pas­sau­er Dom­bau­hüt­te auch als Teil des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes Bau­hüt­ten­we­sen” am Resi­denz­platz repräsentieren.

Hier können Sie die Ansprache von Dompropst Michael Bär zur Segnung des neuen Werkstattgebäudes der Dombauhütte lesen:

Die­sen Anspruch haben die mit Pla­nung und Bau­über­wa­chung beauf­trag­ten Arc Archi­tek­ten aus Bad Birn­bach erfolg­reich umge­setzt. Sie kon­stru­ier­ten nicht nur die Außen­wand- und Dach­be­klei­dung, son­dern auch die Trag­kon­struk­ti­on des neu­en Werk­statt­ge­bäu­des kom­plett aus Holz. Die tra­gen­den Außen­wän­de, Innen­wän­de und Dach­plat­ten bestehen aus zwölf Zen­ti­me­ter dicken, mehr­schich­tig ver­kleb­ten groß­for­ma­ti­gen Plat­ten­ele­men­ten aus Fich­te. Pfet­ten, Unter­zü­ge und Stüt­zen sind in Brett­schicht­holz, eben­falls aus Fich­te, gefertigt.

Teil des Pla­nungs­kon­zepts ist auch der nach Osten geneig­te First­ver­lauf, der in die­ser Aus­füh­rung par­al­lel zur Topo­gra­phie geplant wur­de, um den Ost­gie­bel der Bau­hüt­te zum Resi­denz-platz hin nied­rig hal­ten zu kön­nen. So wird die Choran­sicht des Domes St. Ste­phan mög­lichst wenig verdeckt.

Rund 1,5 Mil­lio­nen Euro hat der Frei­staat Bay­ern in das neue Werk­statt­ge­bäu­de der Staat­li­chen Dom­bau­hüt­te Pas­sau inves­tiert. Dort sind neben dem Hüt­ten­meis­ter der­zeit zehn Stein­met­zin­nen und Stein­met­ze, ein Maler, zwei Lehr­lin­ge sowie regel­mä­ßig auch Prak­ti­kan­tin­nen und Prak­ti­kan­ten beschäf­tigt. Mit dem neu­en Gebäu­de wur­den im Hin­blick auf Aus­stat­tung und Arbeits­si­cher­heit opti­ma­le Arbeits­be­din­gun­gen für eine effi­zi­en­te Instand­set­zungs­ar­beit der Dom­bau­hüt­te zum Erhalt der wert­vol­len goti­schen Bau­tei­le des Pas­sau­er Doms geschaf­fen. Ins­ge­samt stellt der Frei­staat Bay­ern jähr­lich rund 27 Mil­lio­nen Euro für den Erhalt und die Reno­vie­rung von Kir­chen­ge­bäu­den zur Verfügung.

Der Neu­bau ersetzt die in die Jah­re gekom­me­ne und zuletzt nicht mehr nutz­ba­re frü­he­re Werk­statt, die im Jahr 1930 als Holz­an­bau an den St. Ste­phans­dom errich­tet und 1955 an den heu­ti­gen Stand­ort am Resi­denz­platz umge­setzt wor­den war. Auf dem tra­pez­för­mi­gen Gebäu­de­grund­riss wur­den die für den Hüt­ten­be­trieb not­wen­di­gen Werk­statt- und Lager­räu­me geschaf­fen, die rund 140 Qua­drat­me­ter Nutz­flä­che umfas­sen. Die bis zu sie­ben Meter hohe Stein­metz­werk­statt ist über Ober­licht­fens­ter im Dach sowie in der West­fas­sa­de belich­tet und ver­fügt über sie­ben Arbeits­plät­ze, die für die Arbeit am Stein mit einer Absaug­an­la­ge aus­ge­stat­tet sind. Die Arbeits­plät­ze wer­den über eine Kran­an­la­ge ange­dient, die Werk­stei­ne bis zu 3,2 Ton­nen bewe­gen kann.

Beheizt wird die Werk­statt über Heiz­flä­chen an den Dach­schrä­gen. Im Dach­ge­schoss über dem Lager­raum wur­de zudem eine Werk­statt für klei­ne­re Restau­rie­rungs- und Repa­ra­tur­ar­bei­ten geschaf­fen. Werk­statt und Werk­hof sind für die Stein- und Mate­ri­al­trans­por­te bar­rie­re­frei erschlos­sen, eben­so der Zugang zum Bau­auf­zug, der auf neu­em Hof­ni­veau bar­rie­re­frei wie­der­auf­ge­baut wurde.

Der Werk­statt­neu­bau steht auf geschichts­träch­ti­gem Boden. Archäo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen im Zuge der Erd­ar­bei­ten für den Neu­bau brach­ten bereits in gerin­ger Tie­fe unter dem heu­ti­gen Boden­ni­veau neben spät­mit­tel­al­ter­li­chen und früh­neu­zeit­li­chen Bebau­ungs­spu­ren zahl­rei­che Befun­de aus der römi­schen Kai­ser­zeit zuta­ge. Ent­deckt wur­den Grä­ben, Gru­ben und Pfos­ten­lö­cher einer frü­he­ren Sied­lung. Gefun­den wur­den unter ande­rem auch Scher­ben von ter­ra sigil­la­ta“, einer röt­li­chen Fein­ke­ra­mik, die bis in das spä­te zwei­te Jahr­hun­dert nach Chris­tus zurück­da­tiert wer­den kann. Die archäo­lo­gi­schen Aus­gra­bun­gen nutz­te die Staat­li­che Dom­bau­hüt­te auch zu Unter­su­chun­gen im Bereich um den Dom­chor. Hier wur­den die Grund­mau­ern des ab 1407 errich­te­ten Dom­chors erst­ma­lig freigelegt.

Text: Pres­se­mel­dung Staat­li­ches Bau­amt Pas­sau, Sabi­ne Süß

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