Info Icon Bild: Wolfgang Bayer

Aufarbeitungsstudie

Veröffentlichung der wissenschaftlichen Studie zu sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt im Bistum Passau (1945-2022).

Am 8. Dezem­ber wur­de eine geschichts­wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung zur Auf­ar­bei­tung sexu­el­len Miss­brauchs und kör­per­li­cher Gewalt im Bis­tum Pas­sau ver­öf­fent­licht. Die voll­stän­di­ge Stu­die kön­nen Sie auf den Sei­ten der Uni­ver­si­tät Pas­sau einsehen.

Hilfsangebote für Betroffene

Telefonangebot für Betroffene von Missbrauch "Gespräch, Beratung, Hilfe"
Tel.: 0851 - 490 54 57 
Qualifizierte Mitarbeitende des Bistums stehen von 08.12.25 bis 16.01.26 werktags von 14 – 20 Uhr für Gespräche zur Verfügung: Sie sind da und hören zu. Es gilt Schweigepflicht. In einem sicheren und geschützten Raum haben Anrufende die Möglichkeit, sich in Ruhe auszusprechen und das für sich zu sortieren, was sie im Moment bewegt. 
 

Weitere wichtige Informationen und Ansprechpartner:

• Telefonseelsorge – erreichbar unter 0800 1110222
• Unabhängige Ansprechpersonen im Verdachtsfall
• Beratungsstellen der EFL in Südostbayern
• Übersicht der Beratungs- und Hilfsangebote
• Kontakt zum Betroffenenbeirat
• Anerkennung des Leids

Bistum
17.12.2025

Stellungnahme des Diözesanrats

Stellungnahme des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Passau zur Veröffentlichung der ...

Bistum
08.12.2025

Ausführliche Stellungnahme von Bischof Stefan Oster

Am 08. Dezember 2025 hat die Universität Passau die Aufarbeitungsstudie „Sexueller Missbrauch und körperliche…

Bistum
08.12.2025

Aufarbeitungsstudie veröffentlicht

Nach Veröffentlichung der Aufarbeitungsstudie mit dem Titel „Sexueller Missbrauch und körperliche Gewalt.…

Gedanken einer von sexuellem Missbrauch betroffenen Person

Bistum
04.12.2025

Lazarus war tot – Totsein mitten im Leben

In den folgenden Tagen lesen und hören Sie hier Gedanken einer von sexuellem Missbrauch betroffenen Person -…

Bistum
04.12.2025

Wo warst Du?

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Bistum
04.12.2025

Der Stein vor dem Grab

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Bistum
11.12.2025

Er riecht schon

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Bistum
12.12.2025

Löst ihm die Binden

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Bistum
13.12.2025

Komm heraus! - Ein neuer Anfang

In den folgenden Tagen lesen und hören Sie hier Gedanken einer von sexuellem Missbrauch betroffenen Person. 

Sonderausgabe des Passauer Bistumsblatts im Vorfeld der Publikation

Zum Gebets­tag für Betrof­fe­ne und mit Betrof­fe­nen sexu­el­len Miss­brauchs am 16. Novem­ber und im Vor­feld der Ver­öf­fent­li­chung der unab­hän­gi­gen wis­sen­schaft­li­chen Stu­die zu sexu­el­lem Miss­brauch und kör­per­li­cher Gewalt im Bis­tum Pas­sau erscheint auch eine Son­der­aus­ga­be des Pas­sau­er Bis­tums­blatts. Auf 20 Son­der­sei­ten fin­den Sie Ein­bli­cke in die Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bis­tum sowie Inter­views mit den Ver­ant­wort­li­chen der Unab­hän­gi­gen Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on, des Betrof­fe­nen­bei­rats und des For­schungs­teams der Uni­ver­si­tät Pas­sau. Das Team der Ehe‑, Fami­li­en- und Lebens­be­ra­tung (EFL) stellt Hilfs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Betrof­fe­ne sexu­el­len Miss­brauchs vor, und ein Por­trät des Künst­lers Andre­as Kuhn­lein zeigt Hin­ter­grün­de sei­ner Holz­kunst, die die vie­len Facet­ten des Mensch-Seins abbil­det. Pater Hans Zoll­ner, einer der füh­ren­den Fach­leu­te beim The­ma Kin­der­schutz, erklärt den Stand der Miss­brauchs­auf­ar­bei­tung welt­weit und was noch zu tun ist. Prof. Dr. Klaus Gro­ße Kracht schließ­lich erklärt, wel­che Kon­se­quen­zen im Bis­tum Müns­ter aus sei­ner Stu­die gezo­gen wor­den sind. 

Die Son­der­aus­ga­be fin­den Sie rund um den 16. Novem­ber an zahl­rei­chen Ver­teil­stel­len. Auch in Spec­trum Kir­che lie­gen im Rah­men der Andacht eini­ge Exem­pla­re für Sie bereit. In der App PAX“ und unter Und jetzt geh. Du hast noch ein gutes Stück vor dir.” | Pas­sau­er Bis­tums­blatt kön­nen Sie zudem ab dem 12. Novem­ber digi­tal auf die Son­der­sei­ten zugreifen. 

Hier fin­den Sie die Son­der­sei­ten zum Durchblättern:

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Handreichung im Vorfeld der Publikation

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Handreichung Studie

PDF  ·  2.71 mb

Auf­trag­ge­ber war die unab­hän­gi­ge Kom­mis­si­on zur Auf­ar­bei­tung sexu­el­len Miss­brauchs im Bis­tum Pas­sau (unab­hän­gi­ge Aufarbeitungskommission).

Das For­schungs­vor­ha­ben ist an der Uni­ver­si­tät Pas­sau ange­sie­delt. Haupt­ver­ant­wort­li­che Lei­tung hat Prof. Dr. Marc von Knorring.

Fragen und Antworten zur wissenschaftlichen Studie

1. Wer hat die wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben?

Die Stu­die wur­de von der Unab­hän­gi­gen Kom­mis­si­on zur Auf­ar­bei­tung sexu­el­len Miss­brauchs an Kin­dern und Jugend­li­chen im Bis­tum Pas­sau (Unab­hän­gi­ge Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on) in Auf­trag gegeben.

2. Was ist Gegenstand der wissenschaftlichen Studie?

Die his­to­risch-wis­sen­schaft­li­che Stu­die mit dem The­ma Sexu­el­ler Miss­brauch von min­der­jäh­ri­gen Schutz­be­foh­le­nen durch katho­li­sche Kle­ri­ker im Bis­tum Pas­sau 19452020. Aus­maß und Umstän­de – Reak­tio­nen und Hand­ha­bung sei­tens Kir­che, Öffent­lich­keit und sozia­lem Umfeld der Betrof­fe­nen“ (Arbeits­ti­tel) ent­steht an der Uni­ver­si­tät Pas­sau unter Lei­tung von Pro­fes­sor Dr. Marc von Knor­ring. Sie folgt in ihrer Kon­zen­tra­ti­on auf die Kle­ri­ker dem Vor­bild der MHG­Stu­die von 2018 und wei­te­rer Ein­zel­stu­di­en deut­scher Bis­tü­mer. Die Stu­die wird 2025 veröffentlicht.

3. Was beinhaltet die wissenschaftliche Studie?

Die Stu­die will Aus­maß und Umstän­de sexu­el­ler Gewalt durch Kle­ri­ker im Bis­tum Pas­sau sowie Reak­tio­nen und Hand­ha­bung sei­tens der Kir­che, der Öffent­lich­keit und des sozia­len Umfelds unter­su­chen. Ziel ist es, ein mög­lichst dif­fe­ren­zier­tes Bild der Gescheh­nis­se seit Kriegs­en­de 1945 zu erar­bei­ten und zu ver­ste­hen, wie es zu sexua­li­sier­ter Gewalt hat kom­men können.

4. Wie ist das Bistum Passau an der wissenschaftlichen Studie beteiligt?

Aus­drück­lich fest­ge­legt ist in einem zwi­schen dem Bischöf­li­chen Stuhl“, der Unab­hän­gi­gen Auf­ar­bei­tungs­kom­mis­si­on und der Uni­ver­si­tät Pas­sau geschlos­se­nen Ver­trag, dass das Bis­tum Pas­sau die Finan­zie­rung der Stu­die über­nimmt, dar­über hin­aus jedoch kei­ner­lei Anteil an der inhalt­li­chen Aus­rich­tung, der Orga­ni­sa­ti­on, der For­schungs­ar­beit, der Prä­sen­ta­ti­on der Ergeb­nis­se und der Publi­ka­ti­on hat.

5. Was kostet die Studie und aus welchen Mitteln wird sie bezahlt?

Die Kir­che von Pas­sau trägt nach Maß­ga­be der Gemein­sa­men Erklä­rung (GE)“ in vol­lem Umfang die Kos­ten der Erstel­lung. Der Diö­ze­san­ver­mö­gens­ver­wal­tungs­rat hat der Finan­zie­rung der Stu­die aus dem Ver­mö­gen des Bischöf­li­chen Stuhls“ des Bis­tums Pas­sau zuge­stimmt. Ent­spre­chend des vor­ge­leg­ten Finan­zie­rungs­plans belau­fen sich die Kos­ten auf 614.000,00 Euro. Es wer­den dafür kei­ne Kir­chen­steu­er­mit­tel verwendet.

6. Wie wird die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Studie gewährleistet?

Das Bis­tum Pas­sau zahlt die Stu­die. Sie hat­te kei­nen Ein­fluss auf die Aus­wahl des For­schungs­teams, das The­ma und die Erstel­lung der Stu­die. Es wird auch nicht in die Vor­be­rei­tun­gen der Prä­sen­ta­ti­on und der Publi­ka­ti­on einbezogen.

7. Wie wurde sichergestellt, dass die Forschenden einen uneingeschränkten Zugang zu den Quellen erhielten?

Das Bis­tum Pas­sau hat sich gegen­über dem For­scher­team ver­pflich­tet, alle ver­füg­ba­ren Quel­len offen­zu­le­gen und einen unein­ge­schränk­ten Zugang zu gewäh­ren. Nur so konn­te das Team eine his­to­ri­sche Syn­the­se des Gesche­hens im Bis­tum Pas­sau auf einem mög­lichst soli­den Quel­len­fun­da­ment erar­bei­ten. Das For­schungs­team wie­der­um ver­pflich­te­te sich, auf die Ein­hal­tung gel­ten­der Bestim­mun­gen zu Daten­schutz- und Per­sön­lich­keits­rech­ten zu achten.

8. Wie bereitet sich das Bistum Passau auf die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Studie vor?

Im Juli 2024 wur­de im Bis­tum die Diö­ze­sa­ne Arbeits­grup­pe zur Vor­be­rei­tung der Ver­öf­fent­li­chung der Miss­brauchs­stu­die“ gegrün­det. Sie wird vom Gene­ral­vi­kar gelei­tet. Ziel ist es, die Betrof­fe­nen, Gläu­bi­gen und Mit­ar­bei­ten­den des Bis­tums durch ver­schie­de­ne Maß­nah­men auf die Ver­öf­fent­li­chung hin zu sen­si­bi­li­sie­ren, vor­zu­be­rei­ten bzw. zu beglei­ten sowie Hil­fe und Infor­ma­tio­nen anzubieten.

Weitere Informationen zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung