Dom_Passau_Ansicht

Baureferat

Die Bauwerke der Kirche geben Zeugnis von der kulturprägenden Kraft des christlichen Glaubens und sind bewusste Zeichen für die Präsenz des Glaubens in der Gesellschaft.

Gleich­zei­tig sind sie ein Stück Hei­mat“ und Iden­ti­fi­ka­ti­ons­or­te – auch für Men­schen, die der Kir­che fern­ste­hen. Sakra­le Archi­tek­tur folgt stets einem theo­lo­gi­schen Pro­gramm und der Lit­ur­gie, der Fei­er des Got­tes­diens­tes. Kirch­li­ches Bau­en nimmt Maß am Auf­trag der Kir­che in Got­tes­dienst, Ver­kün­di­gung, Cari­tas, Gemein­schafts­stif­tung und Bil­dung. Eine beson­de­re Bedeu­tung kommt dabei den Kir­chen und ande­ren Stät­ten des Gebe­tes als Räu­men für die wür­di­ge und zeit­ge­mä­ße Got­tes­dienst­fei­er und für die Got­tes­ver­eh­rung zu.

Geschichte

Das Bau­re­fe­rat der Diö­ze­se Pas­sau, auch Diö­ze­san­bau­amt genannt, ist eine Abtei­lung des Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­ats und gehört zur Haupt­ab­tei­lung Finan­zen und Bau, unter der Lei­tung des bischöf­li­chen Finanz­di­rek­tors. Es wur­de 1948 errich­tet. Das Bau­amt selbst lei­tet der Diö­ze­san­bau­meis­ter. Bis­he­ri­ge Diö­ze­san­bau­meis­ter bzw. Dom­bau­meis­ter waren um 1680: Car­lo Lura­go, von 1948 bis 1971: Alfons Horn­stei­ner, von 1972 bis 1992: Alfred Zan­gen­feind, von 1993 bis 2007: Josef Lech­ner, seit 2008: Jochen Jarzombek.

Das Bau­re­fe­rat ist eine Abtei­lung der Haupt­ab­tei­lung Finan­zen und Bau und unter­steht dem bischöf­li­chen Finanz­di­rek­tor. Die Abtei­lun­gen Kunst­re­fe­rat, die Eigen­be­trie­be Gebäu­de­be­wirt­schaf­tung, Dom­schrei­ne­rei, Bau­hof und Gebäu­de­rei­ni­gung sind dem Bau­re­fe­rat unterstellt.

Hauptaufgaben gemäß Stiftungsrecht

Das Bau­re­fe­rat der Diö­ze­se Pas­sau berät die katho­li­schen Kir­chen­stif­tun­gen des Bis­tums Pas­sau in bau­fach­li­chen Fra­gen. Dabei wird ange­strebt, in Zusam­men­ar­beit mit den ver­ant­wort­li­chen Kir­chen­ver­wal­tun­gen den vor­han­de­nen Gebäu­de­be­stand fach­ge­recht zu pfle­gen, zu unter­hal­ten und bedarfs­ge­recht zu opti­mie­ren sowie Per­spek­ti­ven für einen zukunfts­fä­hi­gen Erhalt der benö­tig­ten Gebäu­de­struk­tu­ren auf­zu­zei­gen. Bau­maß­nah­men am kirch­li­chen Gebäu­de­be­stand müs­sen nach­hal­tig sein, wirt­schaft­lich ver­tret­bar sein und sol­len in ange­mes­se­ner Qua­li­tät aus­ge­führt wer­den. Dem Diö­ze­san­bau­amt obliegt die Betreu­ung, Pro­jekt­lei­tung und Durch­füh­rung aller Bau­maß­nah­men an sakra­len und pro­fa­nen Bau­ten kirch­li­cher Stel­len im Bis­tum Pas­sau. Die Grund­la­ge der Tätig­keit des Bau­re­fe­ra­tes basiert auf dem Baye­ri­schen Stif­tungs­ge­setz und den Dienst­an­wei­sun­gen der über­ge­ord­ne­ten Haupt­ab­tei­lung Finan­zen und Bau. 

Leis­tungs­bild und Auf­ga­ben des Baureferates:

1. Zen­tra­le Anlauf­stel­le für alle Bau­the­men als Stabsstelle

  • Bau­fach­li­che Bera­tung in allen Fra­gen zum The­ma Bau­en bei Neu­bau, Anbau, Umbau, Sanie­rung und Reno­vie­rung, Bau­un­ter­halt und Instand­hal­tung, sowie Künst­le­ri­sche und lit­ur­gi­sche Belange
  • Wahr­neh­men von Reprä­sen­ta­ti­ons­pflich­ten gegen­über den Kir­chen­stif­tun­gen, dem Nut­zer, den Trä­gern öffent­li­cher Belan­ge und der Öffentlichkeit.
  • Füh­ren aller Ver­hand­lun­gen mit pro­jekt­be­zo­ge­ner ver­trags­recht­li­cher oder öffent­lich-recht­li­cher Bin­dungs­wir­kung für die Kir­chen­stif­tun­gen und die bischöf­li­che Finanzkammer

2. Pro­jekt­lei­tung (Bau­her­ren­ver­tre­tung und Stif­tungs­auf­sicht) in Linienfunktion

2.1 Pro­jekt­vor­be­rei­tung und –beglei­tung

  • Bewer­tung der ein­ge­gan­ge­nen Mel­dung für Bau­maß­nah­men der Kirchenstiftungen 
  • Erstel­len einer Ent­schei­dungs­vor­la­ge für den Finanz­steu­er­aus­schuss der Diözese
  • Mit­wir­kung bei der Aus­wahl der exter­nen Planer
  • Mit­wir­kung bei der Ertei­lung der Stif­tungs­auf­sichts­recht­li­chen Genehmigung
  • Mit­wir­kung beim Her­bei­füh­ren der bau­ord­nungs­recht­li­chen Geneh­mi­gun­gen, Ein­wil­li­gun­gen und Erlaub­nis­se in Hin­blick auf die Geneh­mi­gungs­rei­fe­Mit­wir­kung beim Erstel­len von För­der­an­trä­gen bei den öffent­li­chen Fördergebern
    2.2 Pro­jekt­durch­füh­rung / Orga­ni­sa­to­ri­sche und kauf­män­ni­sche Abwick­lung von Baumaßnahmen 
  • Erstel­len der auf­bau- und ablauf­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Vorgaben
  • Ent­wick­lung der Pro­jekt­orga­ni­sa­ti­on und ‑kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Lei­ten von Pro­jekt­be­spre­chun­gen auf Geschäftsführungs‑, Kir­chen­ver­wal­tungs­ebe­ne zur Vorbereitung/​Einleitung/​Durchsetzung von Entscheidungen.
  • Recht­zei­ti­ges Her­bei­füh­ren bzw. Tref­fen der erfor­der­li­chen Ent­schei­dun­gen sowohl hin­sicht­lich Funk­ti­on, Kon­struk­ti­on, Stan­dard und Gestal­tung als auch hin­sicht­lich Qua­li­tät, Kos­ten und Terminen.
  • Kon­flikt­ma­nage­ment zur Aus­rich­tung der unter­schied­li­chen Inter­es­sen der Pro­jekt­be­tei­lig­ten auf ein­heit­li­che Pro­jekt­zie­le hin­sicht­lich Qua­li­tä­ten, Kos­ten und Ter­mi­ne. u. a. im Hin­blick auf die Pflicht der Pro­jekt­be­tei­lig­ten zur fach­lich-inhalt­li­chen Inte­gra­ti­on der ver­schie­de­nen Pla­nungs­leis­tun­gen und die Pflicht der Pro­jekt­be­tei­lig­ten zur Unter­su­chung von alter­na­ti­ven Lösungsmöglichkeiten.
  • Über­wa­chung auf Ein­hal­tung der Projektziele

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Jochen-Jarzombek

Jochen Jarzombek

Diözesanbaumeister