2019 Geschichte Archiv Read 02

READ Projekt

Das EU Projekt will Computer lehren, Handschriften zu lesen.

Das von der EU (Hori­zon 2020) mit 8,2 Mil­lio­nen EUR geför­der­te mehr­jäh­ri­ge Pro­jekt READ hat sich die Errich­tung einer offe­nen Platt­form zur Ver­ar­bei­tung his­to­ri­scher Doku­men­te zum Ziel gesetzt. Damit soll der Zugang zum bis­her wenig erschlos­se­nen hand­schrift­li­chen Kul­tur­er­be sowohl für Wis­sen­schaft­ler als auch die brei­te Öffent­lich­keit völ­lig neu gestal­tet werden.

Das Pro­jekt bie­tet den For­schern, Wis­sen­schaft­lern und Ent­wick­lern in den Berei­chen der his­to­ri­schen und mathe­ma­tisch-tech­ni­schen Wis­sen­schaf­ten die idea­le Basis für inter­dis­zi­pli­nä­re Arbeit. Die Wei­ter­ent­wick­lung, Zusam­men­füh­rung und Erpro­bung der ent­ste­hen­den Tech­no­lo­gie in den betei­lig­ten Archi­ven [Archiv des Bis­tums Pas­sau (D), Staats­ar­chiv Zürich (CH), Fin­ni­sches Natio­nal­ar­chiv (FL)] stellt dabei den wich­tigs­ten Teil dar. Die von READ ent­wi­ckel­te Platt­form Tran­skri­bus“ steht aber auch der Öffent­lich­keit frei zur Verfügung.

Das Archiv des Bis­tums Pas­sau ver­fügt über 800.000 gescann­te Sei­ten von Kir­chen­bü­chern. Neben den Scans der Ori­gi­na­le wur­den in ver­gan­ge­nen Jah­ren bereits Regis­ter­bü­cher tran­skri­biert und in elek­tro­ni­scher Fas­sung zugäng­lich gemacht. Inner­halb von READ die­nen die­se Tran­skrip­tio­nen als Abgleich und zu Kor­rek­tur­zwe­cken für die im Pro­jekt ent­ste­hen­de auto­ma­ti­sier­te Über­set­zung von Handschriften.

Die Haupt­auf­ga­be des Pas­sau­er READ Teams besteht also nicht nur dar­in, basie­rend auf der lang­jäh­ri­gen Erfah­rung in der Digi­ta­li­sie­rung von Kir­chen­bü­chern die archi­va­ri­schen Belan­ge zu ver­tre­ten und ein best­mög­li­ches Ergeb­nis für die Benut­zer zu erzie­len. Eva Lang lei­tet zudem die Arbeits­grup­pe Sys­tem­ar­chi­tek­tur, die auf die Ver­bes­se­rung und Inno­va­ti­on der bereits vor­han­de­nen Tran­skri­bus Platt­form (read​.tran​skri​bus​.eu) abzielt.

Das READ Pro­jekt wird durch das For­schungs- und Inno­va­ti­ons­pro­gramm Hori­zon 2020 von der Euro­päi­schen Uni­on unter För­der­num­mer 674943 gefördert.

Pro­jekt­team

  • Eva Maria Lang, Dipl.-Inf. (Univ.) [2016 – 2018
  • Dr. Andrea Fronhöfer
  • Ele­na Mühlbauer


Pro­jekt­lauf­zeit:

2016 – 2019