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Steinmeyer Archiv Bild 1 Domorgel 1928 info-icon-20px Bild: Förderverein Orgelbaumuseum Steinmeyer e.V. / Reproduktion: Dionys Asenkerschbaumer

Geschichte der Orgeln im Dom St. Stephan in Passau

Seit frühchristlicher Zeit ist der heutige Passauer Dom bzw. seine Vorgängerkirchen Ort des Glaubens und der Verkündigung der christlichen Frohbotschaft. Die Liturgien wurden in einer reichen Tradition der Vokal- und später der Orgelmusik ausgestaltet – diese Kirchenmusiktradition reicht belegt zurück bis ins Mittelalter.

Die Geschichte der Domorgeln

Im goti­schen Dom, der durch eine mäch­ti­ge Vie­rungs­kup­pel und ein hoch auf­ra­gen­des Lang­haus – in glei­cher Höhe im Chor fort­ge­setzt – geprägt war, wur­de die ers­te Dom­or­gel erbaut.

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Der gotische Dom; Detail aus der Schedelschen Weltchronik von Michael Wolgemuth 1493; (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

1467 oder 1471 erfolg­te ein Orgel­neu­bau (ver­mut­lich gab es im goti­schen Dom sogar meh­re­re Orgeln):
Ihr Stand­punkt wird im Vierungs‑, Quer­haus oder Chor­be­reich ange­nom­men.
Orgel­bau­er war ver­mut­lich der in Pas­sau täti­ge Wolf­gang Ruer­dorff
Übri­gens sind in Pas­sau seit Jahr­hun­der­ten Orgel­bau­er tätig, bis heu­te (Fa. Eisen­barth).

An der spät­go­ti­schen Orgel wirk­ten u.a. die Orga­nis­ten Paul Hof­hai­mer
(zwi­schen 1502 – 1506 und 1521 – 1525), des­sen Schü­ler Hans Sechin­ger (* 1485), Lud­wig Senfl (zwi­schen 1519 – 1523) sowie Urban Loth.

Stadtbrand 1662 richtet großen Schaden an

Ein schreck­li­ches und ein­schnei­den­des Ereig­nis war der ver­hee­ren­de Stadt­brand von 1662, der den Dom und sei­ne Aus­stat­tung fast voll­stän­dig zerstörte. 

Die­ser Brand war noch wesent­lich schlim­mer als der Brand der Kathe­dra­le Not­re Dame, Paris (2019). In Fol­ge die­ses Bran­des von 1662 stürz­te sogar das Gewöl­be des Haupt­schif­fes ein. Quel­len über den Stadt­brand 1662 berich­ten, dass zwei oder vier Orgeln dabei zer­stört wor­den seien: 

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Der Stadtbrand in Passau - Detail aus einem Kupferstich von Lucas Schnitzer 1662 (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

„[…] bin ich in den Thum hin­ein­ge­gan­gen und ist das Zinn von den zwei gro­ßen Orgel­wer­ken heif­fig auf dem Pflas­ter rumgelegen.”

Zitat eines Augenzeugen

1680: Wiederaufbau

Bis ca. 1680 erfolg­te der Wie­der­auf­bau des Doms auf den Grund­mau­ern des goti­schen Domes im Stil des Barock. Zahl­rei­che goti­sche Bau­ele­men­te an Kup­pel und Vie­rung blie­ben erhalten. 

Als Abschluß der Innen­aus­stat­tung wur­de 1685 – 1688 eine neue Orgel durch den Pas­sau­er Orgel­bau­er Leo­pold Freundt gebaut.

(2 Manua­le und Pedal, 23 Regis­ter, erwei­tert auf 28 Register)

Laut Ver­trag war für das Gehäu­se eine brau­ne Fas­sung mit ver­gol­de­ten Zier­ra­ten und drei plas­tisch aus­zu­füh­ren­den Holz­fi­gu­ren (St. Ste­phan, St. Maxi­mi­li­an, St. Valen­tin) vor­ge­se­hen. Die Fass­ar­bei­ten am Pro­spekt führ­te 1690 Jakob Simon Lam­ber­ti aus. Das Gehäu­se ist nicht erhalten.

Bis 1704 war der bedeu­ten­de Kom­po­nist Georg Muf­fat als Hof­ka­pell­meis­ter an die­ser Orgel tätig. 1704 ver­starb er in Passau.

1715: Einbau weiterer Orgeln

1715 wur­den im Dom zwei wei­te­re Orgeln ein­ge­baut, und zwar vom Salz­bur­ger Orgel­bau­er Johann Ignaz Egedacher. 

Sie wur­den als Schwal­ben­nest-Orgeln” auf den Musi­kan­ten­em­po­ren der west­li­chen Vie­rungs­pfei­ler unter der Kup­pel ein­ge­baut. Wie das in etwa aus­sah, kön­nen wir heu­te noch im Salz­bur­ger Dom sehen, wo vier sol­cher Vie­rungs­or­geln rekon­stru­iert wur­den. Ege­da­cher brach­te die Idee even­tu­ell von Salz­burg mit nach Pas­sau, da sein Vater als Orgel­bau­er in Salz­burg seß­haft war und im Dom u.a. die baro­cke Haupt­or­gel erbaute.

Die Orgeln waren klein, hat­ten 6 Manu­al- und 4 Pedal­re­gis­ter mit frei ste­hen­den Spiel­ti­schen und waren für das Zusam­men­spiel mit Sän­gern (Vokal­chor auf der süd­li­chen Pfei­lerem­po­re) und Trom­pe­tern (Trom­pe­ten­chor auf der nörd­li­chen Pfei­lerem­po­re) kon­zi­piert. Die Orgel­käs­ten fer­tig­ten Schrei­ner Paul Lede­rer und Bild­hau­er Joseph Hartmann.

17 Schwalbennestorgeln info-icon-20px Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg
„Schwalbennestorgeln“ im Dom zu Passau; Rekonstruktion von Josef Lechner 2001 (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

Die­se Schwal­ben­nest-Orgeln wur­den bei der Dom­re­no­vie­rung unter Bischof Hein­rich von Hof­stät­ter 1858 auf die west­li­chen Sei­ten­em­po­ren ver­setzt. Meh­re­re Ange­bo­te Mar­tin Hechen­ber­gers zum Neu­bau der Orgeln auf den Sei­ten­em­po­ren wur­den Anfang des 20. Jahr­hun­derts abge­lehnt. Wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges muss­ten die Metall­pfei­fen der mitt­ler­wei­le still­ge­leg­ten Orgeln abge­lie­fert wer­den. Seit 1924 beher­ber­gen die Gehäu­se die Epis­tel- und Evan­ge­li­en­or­gel der Stein­mey­er-Orgel. In den äuße­ren Mau­ern ein­ge­las­se­ne Wen­del­trep­pen und die Aus­spa­run­gen im Bal­ken­ein­satz für den Gang über die bei­den Sei­ten­schif­fe sind heu­te die ein­zig ver­blie­be­nen Zeu­gen ihres ehe­ma­li­gen Standortes.

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Der barocke Dom; Detail aus einem Kupferstich von F.B. Werner um 1730 (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

1731: Neubau der Hauptorgel

Ein wei­te­res wich­ti­ges Kapi­tel ist der Neu­bau der Haupt­or­gel durch Johann Ignaz Ege­da­cher 1731

Nach etwa 40 Jah­ren erschien die Haupt­or­gel Leo­pold Freundts man­gel­haft. Zunächst wur­de ein Um- bzw. Aus­bau der Orgel durch Johann Ignaz Ege­da­cher erwo­gen. Schließ­lich ent­schied man sich 1731 für einen kom­plet­ten Neu­bau mit zunächst 3 Manua­len (dar­un­ter ein Rück­po­si­tiv), und Pedal mit 40 Regis­tern. Vom Bau des Rück­po­si­tivs nahm man spä­ter Abstand; statt­des­sen wur­de die Orgel jedoch auf 45 Regis­ter erwei­tert. Heu­te ver­mu­tet man, daß hier – wie auch in Vornbach/​Inn – die Vor­gän­ger­or­gel von Leo­pold Freundt weit­ge­hend im Innern der neu­en Orgel Ver­wen­dung fand.

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Der barocke Dom - Detail aus einem Kupferstich von F. B. Werner um 1740 (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

Ab jeder Sei­te des Chors in die­ser Kir­che fin­det man gleich­falls eine klei­ne Orgel, wor­an die Pfei­fen so hell poliert sind, daß ich sol­che für sil­ber­ne hal­ten muß.”

Ein Besucher in Passau über die Orgel im Jahr 1772

Ein Eng­län­der berich­tet von einem Besuch in Pas­sau über die Orgel 1772: In der Haupt­kir­che […] ist eine sehr präch­ti­ge Orgel zum Bestehen. Ihre Ein­fas­sung ist von Bild­hau­er­ar­beit schön ver­gül­det, sie ist geteilt in zwei Kolum­nen von gro­ßen Pfei­lern, an jeder Sei­te eine und in der Mit­te steht eine völ­lig klei­ne, wel­che sie mit­ein­an­der ver­bin­det und das Fens­ter frei­läßt. Das Werk ist nach der Kunst­spra­che ein zwei­und­drei­ßig­fü­ßi­ges. (…) Ab jeder Sei­te des Chors in die­ser Kir­che fin­det man gleich­falls eine klei­ne Orgel, wor­an die Pfei­fen so hell poliert sind, daß ich sol­che für sil­ber­ne hal­ten muß.”

Das Orgel­werk war für baro­cke Ver­hält­nis­se sehr groß, mit offe­nem 32´-Prinzipal im Pedal und es gab zu die­ser Zeit in Süd­deutsch­land nur weni­ge ver­gleich­ba­re Instrumente.

Ab 1862 wur­den meh­re­re Repa­ra­tu­ren der baro­cken Dom­or­gel not­wen­dig. Der Orgel­bau­er Mar­tin Hechen­ber­ger, Geschäfts­füh­rer bei Georg Adam Ehr­lich in Lands­hut, führ­te die­se aus und erstell­te ein Gut­ach­ten über die Dom­or­gel sowie zwei Vor­schlä­ge für einen grund­le­gen­den Umbau, die nicht zur Aus­füh­rung kamen.

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Domfassade vor der Umgestaltung durch Bischof Heinrich Hofstätter um 1870 (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

1886: Neubau der Domorgel

Nach­dem 1885 Dom­chor­re­gent Franz Milo­che vor zuneh­men­den Schä­den der alten Orgel gewarnt hat­te, wur­de erneut ein Kos­ten­an­ge­bot für einen Neu­bau auf mecha­ni­schen Kegel­la­den von Mar­tin Hechen­ber­ger ein­ge­holt. 1886 wur­de der Neu­bau der Dom­or­gel auf die­ser Grund­la­ge in Auf­trag gege­ben, die Dis­po­si­ti­on stamm­te vom Lin­zer Orgel­re­vi­sor (heu­te wür­de man sagen Orgel­sach­ver­stän­di­ger) Reiter.

Nach eini­gen Ver­zö­ge­run­gen und finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten wur­de die Orgel am 1. Okto­ber 1890 mit zwei­jäh­ri­ger Ver­spä­tung in einer Orgel­prü­fung abge­nom­men. Zu die­sem Zeit­punkt war sie die größ­te Orgel im König­reich Bayern.

Die Orgel befand sich im Gehäu­se der baro­cken Haupt­or­gel, das gro­ße Fens­ter auf der West­sei­te über dem Haupt­por­tal aus der Barock­zeit war schon ver­schlos­sen, hier hing ein gro­ßes Kreuz.

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Spieltisch der Hechenberger-Orgel von 1889, Zustand 2001 (Bild: Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

Die Orgel hat­te 73 Regis­ter mit 5 237 Pfei­fen, der Klang wur­de im Abnah­me­gut­ach­ten als glanz­voll und kräf­tig beschrie­ben. Eine Beson­der­heit waren die Retour­kop­peln, Kop­peln in umge­kehr­ter Rich­tung, die heu­te nicht mehr gebräuch­lich sind (I‑II).

1892 besuch­te Anton Bruck­ner Pas­sau und spiel­te die­se Orgel. Der schön gear­bei­te­te Spiel­tisch, der in der Mit­te der Empo­re mit Blick zum Hoch­al­tar stand, ist noch erhalten.

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Die Hechenberger-Orgel im Dom um 1910. (Bild: Reproduktion Dionys Asenkerschbaumer, Kellberg)

1924: Neubau von Steinmeyer

Das ent­schei­den­de Kapi­tel der Dom­or­gel­ge­schich­te war der Neu­bau von Stein­mey­er 1924 – 1928

Der Zustand der Hechen­ber­ger-Orgel ver­schlech­ter­te sich durch tech­ni­schen Ver­schleiß zuneh­mend. 1919 nahm der dama­li­ge Dom­or­ga­nist Küh­ber­ger erst­mals mit Fa. Stein­mey­er, Oettin­gen in Sachen Pas­sau­er Dom­or­gel Kon­takt auf. Nach dem teil­wei­sen oder gan­zen Aus­fall meh­re­rer Regis­ter wur­de eine Reno­vie­rung oder ein Neu­bau der Dom­or­gel unaus­weich­lich. Hin­zu kam star­ker Holz­wurm­be­fall sowie eine sehr schwer­gän­gi­ge mecha­ni­sche Trak­tur durch das Sys­tem der mecha­ni­schen Kegellade. 

1928 mach­te Küh­ber­ger eine schrift­li­che Ein­ga­be an Bischof Sigis­mund Felix von Ow-Fell­dorf. Dar­in schlug er die voll­stän­di­ge Pneu­ma­ti­sie­rung der Hechen­ber­ger-Orgel vor, einen Jalou­sie­schwel­ler, zwei bis drei freie Kom­bi­na­tio­nen, eine Peda­ler­wei­te­rung um zwei Töne sowie wei­te­re Spiel­hil­fen. Arthur Piech­ler schlug in einem wei­te­ren Gut­ach­ten den Umbau der Trak­tur auf Elek­tro-Pneu­ma­tik vor.

In einer ers­ten Reak­ti­on ent­schied das Dom­ka­pi­tel am 17. Janu­ar 1924 zuguns­ten einer Orgel­sa­nie­rung. In der Aus­ga­be der Donau­zei­tung vom 26. Janu­ar 1924 wur­de der schwa­che Besuch der Christ­met­te 1924 mit dem Ver­sa­gen der Orgel erklärt: „‚Ich mag mir mei­ne Andacht durch den Streik der Orgel nicht ver­der­ben las­sen‘, war in sehr vie­len Fäl­len der Ent­schul­di­gungs­grund für das Fern­blei­ben.“ Zur Aus­füh­rung der Repa­ra­tur kamen die Fir­men Stein­mey­er, Sau­er und Walcker in Betracht. Am 21. März erging schließ­lich an Stein­mey­er der Auf­trag, die Hechen­ber­ger-Orgel zu begut­ach­ten, spä­ter eben­so an die Fir­men Sie­mann und Wei­se. Die Fir­ma Wei­se mach­te ein Ange­bot für den Aus­bau auf 101 Regis­ter; Sie­mann bot an, in Zusam­men­ar­beit mit Orgel­ma­nu­fak­tur Klais eine Orgel mit 114 Regis­tern ein­schließ­lich Fern­werk zu erbau­en. Stein­mey­er reich­te am 22. April einen Vor­anschlag für 165 Regis­ter ein, der spä­ter noch auf 170 Regis­ter erhöht wurde.

Hier sehen sie Archivbilder aus dem Jahr 1927/1928 (Leihgeber: Förderverein Orgelbaumuseum Steinmeyer e.V.)

Steinmeyer Archiv Bild 5 Passau Groesste Orgelpfeife1928
Vor dem Einbau wird die Dimension der größten Orgelpfeife (11,3 m) demonstriert.
Steinmeyer Archiv Bild 1 Domorgel 1928
Der Prospekt der Hauptorgel mit dem neuen Werk überdeckt das frühere Westfenster, rechts auf der Empore ist der Spieltisch positioniert.
Steinmeyer Archiv Bild 2 Domorgel 1928
Der damalige Domorganist Otto Dunkelberg lässt sich am neuen Spieltisch portraitieren.
Steinmeyer Archiv Bild 4 Domorgel 1928
Die kleinsten Pfeifen verbergen sich im inneren der Orgel. Mit einer Höhe von etwa 6 mm erzeugen sie Töne an der oberen menschlichen Hörgrenze

Der Auf­trag zum Bau der Epi­stel­or­gel mit 26 Regis­tern erging am 8. August an Stein­mey­er. Bereits am 18. Dezem­ber 1924 war der Bau abge­schlos­sen. Ab 12. Janu­ar 1925 wur­de die alte Hechen­ber­ger-Orgel abge­baut, alte Trenn­wän­de zwi­schen Haupt- und Sei­ten­chö­ren abge­ris­sen und das Gehäu­se der Haupt­or­gel um 75 cm nach hin­ten versetzt.

1925 wur­de erst­mals auch der Bau einer Chor­or­gel in Erwä­gung gezo­gen und wenig spä­ter beschlos­sen. Die Evan­ge­li­en­or­gel wur­de am 18. Dezem­ber 1926 gelie­fert, aber erst April 1927 into­niert. Am 24. Febru­ar 1927 wur­de die Haupt­or­gel erst­mals anläss­lich des 25-jäh­ri­gen Bischofs­ju­bi­lä­ums von Bischof Sigis­mund Felix gespielt. Am 31. August 1927 wur­de die in einer Mau­er­ni­sche erbau­te Chor­or­gel fer­tig­ge­stellt und durch ein pro­vi­so­ri­sches Holz­git­ter geschützt. Als letz­te Teil­or­gel wur­de die als Echo­werk kon­zi­pier­te Fern­or­gel im April 1928 eingebaut.

5 Manua­le, 206 Regis­ter in 5 Teil­wer­ken und 16 105 Pfeifen”

Eckdaten der Passauer Domorgel - 1928 die größte Orgel der Welt

Die Dis­po­si­ti­on der Haupt­or­gel war durch die Spät­ro­man­tik, ame­ri­ka­ni­sche Ein­flüs­se und die auf­kom­men­de Orgel­be­we­gung geprägt. 2 Regis­ter wur­den aus den USA impor­tiert. Das Haupt- und Schwell­werk der Haupt­or­gel inte­grier­te man mit einem Frei­pfei­fen­pro­spekt in das baro­cke Gehäu­se. Die Mah­ren­holz­sche Dis­po­si­ti­on der Chor­or­gel war nach neo­ba­ro­cken Grund­sät­zen gestal­tet; sie kann als Pio­nier­tat der frü­hen Orgel­be­we­gung gel­ten. Das Fern­werk war als spät­ro­man­ti­sches Echo­werk mit Cha­rak­ter­stim­men und Glo­cken dis­po­niert:
Ins­ge­samt erhielt die Orgel 5 Manua­le, 206 Regis­ter in 5 Teil­wer­ken und 16 105 Pfei­fen und war zu die­sem Zeit­punkt die größ­te Orgel der Welt.
Die Orgel­wei­he fand an Pfings­ten 1928 im Rah­men einer gro­ßen Kon­zert- und Got­tes­dienst­rei­he vom 26. bis zum 28. Mai statt.

Die Orgel soll ein Monu­ment nach jeder Rich­tung hin wer­den, das ihres­glei­chen nicht auf­wei­sen dürfte.”

Orgelbauer Johannes Steinmeyer 1924

Schon bald nach­dem der Auf­trag an Stein­mey­er ver­ge­ben war, war klar, dass die neue Orgel alle bis dahin gekann­ten Dimen­sio­nen des Orgel­baus spren­gen wür­de. Stein­mey­er schreibt 1924: Die Orgel soll ein Monu­ment nach jeder Rich­tung hin wer­den, das ihres­glei­chen nicht auf­wei­sen dürf­te.“ Piech­ler recht­fer­tig­te die Grö­ße der Orgel: „ [Es] ist beim Dom zu beden­ken, daß der über­aus rei­che Stuck gewal­ti­ge Ton­mas­sen auf­saugt, daß wohl auch die Kup­pel viel ver­schlingt und die Neben­schif­fe mit ihren Säu­len der Akus­tik nicht vor­teil­haft sind.“

Den Spiel­tisch und die Empo­ren­brüs­tung schnitz­te Josef Lin­ner (Pas­sau). Wei­ter griff Stein­mey­er auf eini­ge Zulie­fe­rer zB. Gies­ecke (Göt­tin­gen, Zun­gen­pfei­fen), Aug. Lauk­huff (Wei­kers­heim, Metall­pfei­fen), u.a. zurück.

Zu den Bera­tern des Pro­jekts gehör­ten, neben dem Dom-Orga­nis­ten Küh­ber­ger Arthur Piech­ler, Christ­hard Mah­ren­holz sowie Tho­mas­kan­tor Karl Strau­be. Mah­ren­holz und Strau­be gel­ten als Initia­to­ren der Orgel­be­we­gung. Mah­ren­holz dis­po­nier­te die Chor­or­gel und bestimm­te eini­ge Men­su­ren. Strau­be ent­warf den Haupt­spiel­tisch, der heu­te noch erhal­ten ist.

Umbauten und Wiederherstellung 1928–1948 durch Steinmeyer

In den 1930er-Jah­ren wur­den zunächst eini­ge Details der elek­tri­schen Anla­ge der Orgel durch Stein­mey­er ver­än­dert. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges blieb die Orgel von Ablie­fe­run­gen von Orgel­pfei­fen zu Rüs­tungs­zwe­cken ver­schont. Klei­ne­re Schä­den ent­stan­den durch Angrif­fe im April/​Mai 1945. 1948 wur­de die Orgel unter Dom­or­ga­nist Max Trem­mel wie­der­her­ge­stellt und mit einem Kon­zert des Mün­che­ner Dom­or­ga­nis­ten Hein­rich Wis­mey­er eingeweiht.

Umbauten 1945–1971 durch Eisenbarth

Ab 1945 war die Pfle­ge und War­tung der Orgel der Fir­ma Eisen­barth aus Pas­sau anver­traut. 19541965 wur­de nach den Vor­ga­ben des Dom­or­ga­nis­ten Walt­her R. Schus­ter die Dis­po­si­ti­on zuneh­mend neo­ba­ro­cki­siert und aufgehellt. 

1958 wur­de die Chor­or­gel etwas ver­setzt und erhielt einen Frei­pfei­fen­pro­spekt, gestal­tet vom Mün­che­ner Archi­tek­ten Micha­el Steinbrecher. 

Ab 1966 wur­den fast jähr­lich Zun­gen­stim­men ausgetauscht.

Neubau von Eisenbarth 1978–1980, 229 Register plus 4 Glockenspiele

Mit Beginn der Pla­nung der Innen­re­no­vie­rung des Domes in den 70er Jah­ren für das Dom­fest 1980 wur­de ange­sichts der zuneh­men­den Ver­schleiß­erschei­nun­gen der Trak­tur und Wind­la­den auch über eine Restau­rie­rung der Orgel nach­ge­dacht. Außer­dem hat­te das Gewicht der Haupt­or­gel zu Sen­kun­gen geführt, die 1979 durch Stahl­be­ton­an­ker über dem Gewöl­be der Empo­re auf­ge­hal­ten wer­den soll­ten. Ein Gut­ach­ten von Walt­her R. Schus­ter, des Mün­che­ner Dom­or­ga­nis­ten Franz Lehrn­dor­fer und des Bam­ber­ger Dom­or­ga­nis­ten Wolf­gang Wünsch wand­te sich gegen eine Restau­rie­rung der bestehen­den Stein­mey­er-Orgel und emp­fahl die Umstel­lung der Orgel auf Schleif­la­den. Den Umbau, der letzt­lich einem Neu­bau ent­sprach, soll­ten Lud­wig und Wolf­gang Eisen­barth durch­füh­ren. 55 Regis­ter der Stein­mey­er-Orgel – dar­un­ter das gesam­te Fern­werk – wur­den über­nom­men. Die räum­li­che Ver­tei­lung auf fünf Orgeln soll­te erhal­ten blei­ben. Die zunächst von Dom­or­ga­nist Walt­her R. Schus­ter gewünsch­te Rekon­struk­ti­on der Schwal­ben­nest­or­geln von Ege­da­cher (1715) lehn­te das Dom­ka­pi­tel aus Kos­ten­grün­den ab.

1976 wur­de die Chor­or­gel abge­baut. Ihre von Mah­ren­holz 1925 ent­wor­fe­ne Dis­po­si­ti­on soll­te erhal­ten blei­ben. Die bis­he­ri­ge klang­lich ungüns­ti­ge Auf­stel­lung in einer Nische mit mehr als acht Metern Tie­fe soll­te jedoch ver­bes­sert und die gesam­te Orgel sehr flach direkt in den Chor­raum gebaut wer­den. Sie ist von einem Spiel­schrank (gebaut von der Fir­ma Lauk­huff, Wei­kers­heim) mit drei Manua­len und Pedal mit mecha­ni­scher Trak­tur aus spiel­bar. Ihren Pro­spekt gestal­te­te Franz und Leo­pold Haf­ner. Ihre Dis­po­si­ti­on ori­en­tiert sich an Vor­bil­dern des nord­deut­schen Barock.

Die Haupt­or­gel erhielt vier Manua­le und Pedal mit 126 Regis­tern im alten Ege­da­cher­schen Gehäu­se. Wolf­gang Eisen­barth ent­warf anstel­le des Frei­pfei­fen­pro­spek­tes der Stein­mey­er-Orgel vor Haupt- und Schwell­werk einen Pro­spekt im Sti­le des Ege­da­cher-Pro­spek­tes; Hans Gei­ger über­nahm die Schnitz­ar­bei­ten. Ein Teil der Orgel ist vom mecha­ni­schen Spiel­schrank im Unter­bau der Orgel aus spielbar.

Die 126 Regis­ter der gesam­ten Haupt­or­gel, sowie die Regis­ter der vier ande­ren Teil­or­geln kön­nen vom 5‑manualigen Haupt­spiel­tisch auf der Wes­tem­po­re bedient wer­den; Der Haupt­spiel­tisch, der Spiel­schrank der Haupt­or­gel, u.a. Tei­le wur­den von der Fir­ma Otto Heuss Lich, gefer­tigt. Die elek­tri­sche Anla­ge stammt von Sie­mens. Die Gesamt­län­ge der Kabel beträgt etwa 120.000 Meter.

Da die Schwal­ben­nest­or­geln Ege­da­chers nicht rekon­stru­iert wer­den konn­ten, soll­te die Epi­stel­or­gel auf dem süd­li­chen Teil der Wes­tem­po­re (zur Lin­ken der Haupt­or­gel vom Betrach­ter aus) im ita­lie­ni­schen Stil des 16. und 17. Jahr­hun­derts erbaut wer­den. Als Vor­bild dien­ten u.a. die Ante­gna­ti-Orgeln des alten Domes von Bre­scia. Die Epi­stel­or­gel hat 25 Regis­tern auf zwei Manua­len und Pedal mit Schleif­la­den und Dop­pel­trak­tur. Die­se Orgel ist von einem eige­nen frei­ste­hen­den voll­me­cha­ni­schen Spiel­tisch (gebaut von der Fir­ma Lauk­huff, Wei­kers­heim) spiel­bar, bei dem die Wind­ver­sor­gung auch durch Bäl­ge­tre­ter (Cal­can­ten) mög­lich ist. 

An der Nord­sei­te der Wes­tem­po­re steht kor­re­spon­die­rend hier­zu die Evan­ge­li­en­or­gel, die­se hat 22 Manu­al- und 3 Pedal­re­gis­ter auf Schleif­la­den und bil­det das Solo­werk als V. Manu­al der Haupt­or­gel. Es lehnt sich an die Bom­bard- und Solo­wer­ke fran­zö­si­scher Orgeln an, deren Klang­cha­rak­ter von kräf­ti­gen fran­zö­si­schen Zun­gen­stim­men und tie­fen Ali­quot­re­gis­tern geprägt wird. Die Stein­mey­er­sche Fern­or­gel über dem drit­ten Gewöl­be­joch des Lang­hau­ses blieb vor­erst erhal­ten. Die Schall­öff­nung wur­de mit einem ver­gol­de­ten Git­ter des Bild­hau­ers Leo­pold Haf­ner verziert. 

Die Orgel wur­de am 14. Mai 1980 von Bischof Anto­ni­us Hof­mann geweiht und von Dom­or­ga­nist Walt­her R. Schus­ter gespielt.

1993 muss­te schließ­lich auch die Fern­or­gel im Dach­stuhl des Domes tech­nisch erneu­ert wer­den. Maß­nah­men im Bereich Sta­tik, Brand­schutz und Gehäu­se wur­den neben Erneue­rung der Wind­la­den und Zubau des Regis­ters Trom­pe­te 8´ aus­ge­führt. Wei­te­re klei­ne­re Ände­run­gen der Orgel­an­la­ge erfolg­ten in den 90er Jah­ren in der Dienst­zeit des Dom­or­ga­nis­ten Hans Leit­ner. (Zubau Oktav­kop­peln, Zusam­men­set­zung Mix­tu­ren, Register-Umstellungen)

Folgende kleinere Orgelbaumaßnahmen seit 1993 sind noch aktenkundig:

1994: Besei­ti­gung der Was­ser­schä­den in der Chororgel 

1996: Bau und die Lie­fe­rung einer Truhenorgel 

1997: neue Set­zer­an­la­ge für eine neue Set­zer-Kom­bi­na­ti­on in Ver­bin­dung mit neu­en digi­ta­li­sier­ten Schal­tun­gen für alle Regis­ter-Funk­tio­nen sowie Ein­bau von Oktavkoppeln 

2000: Rei­ni­gung, Nach­in­to­na­ti­on der Evan­ge­li­en­or­gel, Umstel­len der Mix­tu­ren, Ein­bau zusätzl. Pfei­fen, Rei­ni­gen Regis­ter Haupt­werk Hauptorgel

2001: Rei­ni­gung, Durch­sicht und Nach­in­to­na­ti­on des Haupt­werks Hauptorgel

Zudem wur­den die dünn­wan­di­gen und teils zusam­men­ge­sun­ke­nen Pro­spekt­pfei­fen (Hechen­ber­ger) der Haupt­or­gel erneu­ert und durch Auf­hän­gun­gen soli­de befes­tigt, zudem wur­de eine Gene­ral­stim­mung der Orgeln durch­ge­führt – dies dürf­te um 1992 erfolgt sein.

Seit 2003 (Amts­über­nah­me durch Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel) wur­de die Dom­or­gel nicht mehr ver­än­dert, jedoch durch­ge­hend gut gewartet. 

(Tex­te: Lud­wig Ruck­de­schel; Quel­len: Wiki­pe­dia, Wiki­wand, Diö­ze­se Passau/​Alo­is Brun­ner, Die Pas­sau­er Dom­or­geln” Hrsg. Hans Leit­ner und Wolf­gang Eisenbarth)

Vorbereitung und Konzeptfindung: Domorgelkommission

2004: Der neue Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel stellt fest, dass eine grund­le­gen­de Über­ar­bei­tung der Dom­or­geln erfor­der­lich ist; ers­te Über­le­gun­gen, wie und wann eine Sanie­rung der Dom­or­gel ange­gan­gen wer­den kann

2011:
Ein­ge­hen­de Bestands­auf­nah­me durch eine ein­be­ru­fe­ne Dom­or­gel­kom­mi­si­on
Mit­glie­der der ers­ten Stun­de:
DP Hans Striedl
DD Prof. Dr. Otto Moch­ti
DK Dr. Micha­el Bär
Hans-Uwe Hiel­scher (Orga­nist Markt­kir­che Wies­ba­den),
DO Prof. Ste­fan Schmidt (Würz­burg)
DO Prof. Kle­mens Schnorr (Frei­burg)
Prof. Ger­hard Wein­ber­ger (Det­mold)
DO Prof. Franz-Josef Stoi­ber (Regens­burg)
KMD Dr. Mari­us Schwem­mer
DKM Ger­hard Merkl
DK Bri­git­te Fruth
DO Lud­wig Ruck­de­schel

Febru­ar 2012: Fest­stel­lung der Dring­lich­keit für ein neu­es Klang­li­ches Kon­zept

Sep­tem­ber 2015: Elek­trik, Brand­schutz im Visier, Ein­be­zug exter­ne Bera­tung;
Neu in der Dom­or­gel­kom­mis­si­on: DD Dr. Hans Bau­ern­feind;
OSV Chris­ti­an Mül­ler, Regio­nal­kan­tor Landau/​Isar

April 2016: Fina­le Bestands­auf­nah­me, Vor­be­rei­tung Ange­bots­ein­ho­lung,
Aus­wahl Orgel­bau­fir­men
Neu in der Dom­or­gel­kom­mis­si­on: Alo­is Brun­ner, Kunst­re­fe­rent; Jochen Jar­zom­beck, Lei­ter Bau­amt; Ekke­hard Fehl als pro­jekt­be­glei­ten­der Berater

Janu­ar 2018: Vor­lie­gen­de Ange­bo­te der Orgel­bau­fir­men
Neu in der Dom­or­gel­kom­mis­si­on: DKM Andre­as Unterguggenberger

Novem­ber 2018: Abschluss der Gesprä­che mit den Orgel­bau­fir­men;
Bei der Dom­or­gel­sa­nie­rung beauf­trag­te Fir­men: Orgel­bau Schu­ke, Ber­lin;
Orgel­bau Klais, Bon; Orgel­bau Eisen­barth, Pas­sau; Orgel­bau Casa­vant Frè­res, Kanada

Sep­tem­ber 2019: Pres­se­ge­spräch zur Domorgelsanierung 

Vorläufiger Zeitplan der Domorgelsanierung

2020
Chor­or­gel: Aus­bau Pro­spekt und Abde­cken der Orgel (Eisen­barth)

2021
Chor­or­gel: Rei­ni­gung, Über­ar­bei­tung Spiel­tisch und Dis­po­si­ti­on, Into­na­ti­on (Schu­ke)
Fern­or­gel:
Rei­ni­gung, Über­ar­bei­tung Dis­po­si­ti­on, Into­na­ti­on (Schuke/​Casa­vant); damit ver­bun­den Abklem­men die­ser Teil­or­geln am Gene­ral­spiel­tisch Empore

2022
Solo­werk: Ein­bau Tech­nik, Wind­la­den und Pfei­fen­werk und Vor­in­to­na­ti­on Solo­teil­wer­ke Vie­rung: (Schuke/​Casa­vant)

  • Chor Süd: frei­ste­hen­des Soloteilwerk
  • Chor Nord: schwell­ba­res Soloteilwerk

Abbau Evan­ge­li­en­or­gel und Epi­stel­or­gel, Abklem­men die­ser Teil­wer­ke am Gene­ral­spiel­tisch der Empo­re (Schu­ke). Ab 2022 wird ver­mut­lich der je-weils spiel­ba­re Teil­be­reich der Orgel­an­la­ge von einem mobi­len, mit Dis­plays pro­gram­mier­ba­ren Spiel­tisch im Kir­chen­schiff aus anspiel­bar sein.

2023
Ein­bau Tech­nik, Wind­la­den und Pfei­fen­werk Epi­stel­or­gel und Evan­ge­li­en­or­gel sowie Into­na­ti­on (Schu­ke) – anschlie­ßend:
Haupt­or­gel Abbau (Klais)

2024/2025
Haupt­or­gel Ein­bau Tech­nik, Wind­la­den und Pfei­fen­werk und Into­na­ti­on Haupt­or­gel (Klais) Nach­in­to­na­ti­on Solo­wer­ke Vie­rung (Schuke/​Casa­vant). Über­ar­bei­tung Gene­ral­spiel­tisch Empo­re, Ein­bau neu­er Gene­ral­spiel­tisch Pres­by­te­ri­um (Schuke/​Klais)

IMG37758 info-icon-20px Bild: Martin Doering, https://die-orgelseite.de