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Bischof

125 Jahre Pfarrei St. Stephanus Mitterhausen

Redaktion am 27.07.2021

MH 125 Pfarrei01 info-icon-20px Foto: Christa Machtl

Bischof Stefan Oster hat mit rund 150 Gläubigen im Rahmen eines Gottesdienstes im Freien das 125-jährige Bestehen der Pfarrei St. Stephanus Mitterhausen gefeiert. Gestaltet wurde der Festtag am 25. Juli u.a. von Erstkommunionkindern, Ministranten, den Ortsvereinen und dem Kirchenchor.

Vor 125 Jah­ren wur­de die dama­li­ge Expo­si­tur zur eigen­stän­di­gen Pfar­rei St. Ste­pha­nus erho­ben. In der Rei­he der beson­de­ren Ver­an­stal­tun­gen im Jubi­lä­ums­jahr bil­de­te nun ein fest­li­cher Got­tes­dienst mit Bischof Dr. Ste­fan Oster den abso­lu­ten Höhe­punkt. Nach der 100-Jahr­fei­er des Trach­ten­ver­eins am Sonn­tag davor stand das Dorf erneut im Mit­tel­punkt eines gro­ßen Ereig­nis­ses. Frei­lich hat­ten Pfar­rer Bern­hard Sali­ter, Pfarr­ge­mein­de­rat und Kir­chen­ver­wal­tung bis kurz vor Beginn ban­gem müs­se, ob das Wet­ter hält. Das Nass von oben blieb aus und so durf­ten die über 150 Besu­cher einen ein­drucks­vol­len Got­tes­dienst im Frei­en vor dem Dorf­haus erle­ben. Unse­re Kir­che besteht nun seit 125 Jahr, — eine lan­ge Zeit nicht wahr? Lie­ber Herr Bischof, es freut uns sehr und es ist uns eine beson­de­re Ehr, dass sie den Tag mit uns bege­hen und hier in unse­rer Mit­te ste­hen“, drück­te Fran­zis­ka Eder mit ihrem Begrü­ßungs­ge­dicht samt Blu­men­über­ga­be die Freu­de aller aus. Pfar­rer Bern­hard Sali­ter nahm den Faden auf und stell­te dem Pas­sau­er Ober­hir­ten mit Blick auf die vie­len Akti­vi­tä­ten für Kir­che, Dorf­haus und Gemein­schaft Mit­ter­hau­sen als sicher eine der kleins­ten, aber wahr­schein­lich eine der rüh­rigs­ten Pfar­rei­en in der Diö­ze­se“ vor. 

Wir sind stolz und freu­en uns, dass Sie sich Zeit neh­men und erhof­fen Impul­se für den Glau­ben und Anstoß für die Zukunft”

Pfarrer Bernhard Saliter

Eine schwe­re Zeit für die Men­schen damals, die trotz Armut und sozia­len Ungleich­hei­ten bereit waren, viel für die Errich­tung einer neu­en Kir­che und für das Wach­sen der jun­gen Pfar­rei zu geben – aber auch eine Zeit mit vie­len geist­li­chen Beru­fun­gen und einer tie­fen Erneue­rungs­be­we­gung in der Kir­che“, blick­te Bischof Ste­fan zu Beginn sei­ner Pre­digt auf die Zeit der Grün­dung zurück. Heu­te lebe die Gesell­schaft mit fort­wäh­ren­dem Wachs­tum des Mate­ria­lis­mus seit über 70 Jah­ren in einer her­aus­for­dern­den Zeit, die ins­be­son­de­re auch die Kir­che betref­fe. Wenn es den Men­schen gut gehe, ver­schwin­de die Fra­ge nach dem Herr­gott und Erlö­sung“, stell­te er fest. Dazu kom­me die Kon­fron­ta­ti­on mit Miss­brauchs- und Finanz­skan­da­len. Sei­ne Fra­ge Wie müs­sen wir neu sein, damit Men­schen glau­ben“, stell­te er den Glau­ben als Mit­te ent­ge­gen. Wir brau­chen die­se Mit­te, in der wir die tie­fe­ren Geheim­nis­se des Lebens fei­ern oder betrau­ern kön­nen – auch in einer Zeit, in der sich der recht­fer­ti­gen muss, der in die Kir­che geht“, leg­te er sei­nen Zuhö­rern an Herz und bat dar­um, sich nicht ein­fach weg­zie­hen las­sen von Strö­mun­gen, son­dern offen und im Glau­ben stär­ker wer­den und spü­ren der Herr ist da“.

Hier gehts zur Predigt von Bischof Stefan Oster:

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Der Wunsch von Bischof Oster: Die Fei­er 125 Jah­re Pfarr­erhe­bung dank­bar als Gele­gen­heit zu neh­men um sich zu erin­nern, was die Men­schen damals auf­ge­baut haben, um eine kost­ba­re Mit­te zu bekom­men und dass von die­sem Fest ein Segen aus­ge­hen möge. Die gute Gemein­schaft in der Pfar­rei spie­gel­te sich in der Mit­ge­stal­tung der Mess­fei­er wider. So tru­gen Erst­kom­mu­ni­on­kin­der, Lek­to­ren, Minis­tran­ten und Ver­tre­ter der Orts­ver­ei­ne die Kyrie­ru­fe, die Lesun­gen und die Für­bit­ten vor. Vor dem Schluss­se­gen seg­ne­te Bischof Oster ein Kreuz, das künf­tig in der Pfarr­kir­che an die­sen fest­li­chen Tag erin­nern wird. Zur glanz­vol­len musi­ka­li­schen Umrah­mung war ein­mal mehr der Kir­chen­chor unter Lei­tung von Resi Dein­gru­ber und mit Bea­te Kai­ser am Key­board gefragt. Die St. Georgs­blä­ser beglei­te­ten die Sän­ge­rin­nen wie auch den Ein- und Aus­zug mit fest­li­chem Trompetenklang.

MH 125 Pfarrei05 info-icon-20px Foto: Christa Machtl

Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de The­re­sia Hof­bau­er drück­te mit herz­li­chen Wor­ten ihr Vergelt’s Gott aus: an Bischof Ste­fan fürs Kom­men, ver­bun­den mit dem Dank für die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch das Bis­tum zum Bau des Dorf­hau­ses, Pfar­rer Sali­ter für den Bei­stand bei den Pla­nun­gen für das Fest in unsi­che­rer Coro­na Zeit, allen Hel­fern aus Pfarr­ge­mein­de­rat, Kir­chen­ver­wal­tung und Chor, dem Ton­tech­ni­ker, allen, die zum Gelin­gen die­ses denk­wür­di­gen Tages bei­getra­gen haben. Mit ihrer Bit­te: alle, die ihr heu­te hier seid, hal­tet der Pfar­rei die Treue“ ver­riet sie gleich­zei­tig als süße‘ Über­ra­schung: Jeder darf sich ein Gläs­chen Honig mit einem Erin­ne­rungs­auf­kle­ber an das Jubi­lä­um und einem Bild der Kir­che mit nach Hau­se neh­men. Bischof Oster beglei­te­ten Honig und Met im Körb­chen samt fest­li­chem gestal­te­tem Fly­er mit dem Jubi­lä­ums­ge­bet zu den beson­de­ren Hei­li­gen‘ der Pfar­rei Mit­ter­hau­sen aus der Feder von Pfar­rer Sali­ter nach Pas­sau. Hier spürt man, dass die Grö­ßer kei­nes­wegs ent­schei­dend ist, son­dern dass Zusam­men­halt und Enga­ge­ment prä­gend für eine leben­di­ge Pfar­rei sind“, drück­te Am Ende Bür­ger­meis­ter Chris­toph Brun­ner Lob und Aner­ken­nung der Markt­ge­mein­de wie auch als Pri­vat­per­son aus. Sein Dank galt eben­so Bischof Oster und dem Bis­tum Pas­sau für die Unter­stüt­zung zur Rea­li­sie­rung des Dorf­hau­ses, das seit 2019 eine wich­ti­ge welt­li­che Mit­te für kirch­li­che Gre­mi­en und Grup­pen wie auch für die Orts­ver­ei­ne bil­det. Nach die­sem wirk­lich bes­tens gelun­ge­nem Got­tes­dienst war es kein Wun­der, dass Bischof Ste­fan beim Aus­zug fest­stell­te: Da bin ich in eine klei­ne, aber offen­sicht­lich sehr leb­haf­te Pfar­rei gekommen“.

Text: Chris­ta Machtl