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Jugend

TV-Gottesdienst zum 175. Jubiläum

Pressemeldung am 04.01.2021

210104 175 Jahre Sternsinger 1 1 info-icon-20px Foto: Robert Baumann / Kindermissionswerk

Das Kindermissionswerk 'Die Sternsinger' feiert seine Gründerin und die vielen engagierten Sternsingerinnen und Sternsinger.

Mit einem Fern­seh­got­tes­dienst ist das Kin­der­mis­si­ons­werk Die Stern­sin­ger‘ am Sonn­tag in sein Jubi­lä­ums­jahr gestar­tet. Im Mit­tel­punkt der Mess­fei­er zum 175. Geburts­tag stan­den die Grün­de­rin des Hilfs­werks, Augus­te von Sar­to­ri­us, und die vie­len enga­gier­ten Stern­sin­ger in Deutsch­land. Die Kin­der und Jugend­li­chen gehen als Stern­sin­ger in die­sen Tagen mit gutem Bei­spiel vor­an. Sie wün­schen uns den Segen Got­tes, auf kon­takt­lo­se und krea­ti­ve Art und Wei­se“, sag­te Pfar­rer Dirk Bin­ge­ner, Prä­si­dent des Kin­der­mis­si­ons­werks, in sei­ner Pre­digt. Die Welt und vor allem die Kin­der auf die­ser Welt brau­chen jetzt – wie vor 175 Jah­ren – eine fro­he Bot­schaft“, so Bingener. 

Der Got­tes­dienst wur­de vom Zwei­ten Deut­schen Fern­se­hen (ZDF) aus der Kir­che Raba­nus Mau­rus in Mainz live über­tra­gen. Ursprüng­lich war die Über­tra­gung aus Ber­lin geplant. Coro­nabe­dingt fand die Mes­se nun in Mainz, ohne Got­tes­dienst­be­su­cher und unter Ein­hal­tung stren­ger Hygie­ne­re­geln, statt.

Sterne aus ganz Deutschland erstrahlen im Kirchenraum

Die rund 300.000 Stern­sin­ger, die nor­ma­ler­wei­se rund um den Jah­res­wech­sel in ganz Deutsch­land unter­wegs sind, konn­ten aber sym­bo­lisch an dem Got­tes­dienst teil­neh­men. Ster­ne aus der gesam­ten Bun­des­re­pu­blik stan­den stell­ver­tre­tend für die enga­gier­ten Mäd­chen und Jun­gen in den Kir­chen­bän­ken. Das Kin­der­mis­si­ons­werk hat­te im Vor­feld der Über­tra­gung Stern­sin­ger­grup­pen und Gemein­den auf­ge­ru­fen, mit ihren selbst­ge­bas­tel­ten Ster­nen den Kir­chen­raum zu fül­len. Da die Stern­sin­ger auf­grund der Coro­na-Kri­se und der gel­ten­den Hygie­ne­re­geln nicht in gro­ßer Zahl vor Ort sein konn­ten, zeig­te die Akti­on: Die Stern­sin­ger hal­ten zusam­men und las­sen ihren Stern erstrah­len – und das hel­ler denn je.

In einem Video-Ein­spie­ler zu Beginn der Mess­fei­er wur­de die Geschich­te des Kin­der­mis­si­ons­werks erzählt: Am 2. Febru­ar 1846 wur­de das katho­li­sche Hilfs­werk in Aachen gegründet. Den Anstoß gab Augus­te von Sar­to­ri­us, ein 15-jäh­ri­ges Mäd­chen, die von der Not der Kin­der in Chi­na erfah­ren hat­te. Unter dem dama­li­gen Namen Ver­ein der hei­li­gen Kind­heit“ nahm die Hil­fe für Not lei­den­de Mäd­chen und Jun­gen in aller Welt ihren Anfang. Der Leit­ge­dan­ke damals wie heu­te: Kin­der hel­fen Kin­dern“! Augus­tes Idee tra­gen bis heu­te hun­dert­tau­sen­de Stern­sin­ger wei­ter. Die Kin­der und Jugend­li­chen haben den Wil­len, die Welt zu ver­än­dern“, sag­te Pfar­rer Bin­ge­ner. Sie wol­len, dass jedes Kind in Frei­heit auf­wächst, Lesen und Schrei­ben lernt und in sei­ner Hei­mat leben kann“, so Bin­ge­ner weiter.

Gemein­sam mit den Stern­sin­gern Lea (12), Matil­da (10), Mar­le­ne (11) und Chris­tia­na (10) aus der Pfar­rei St. Wen­de­li­nus Hain­stadt zele­brier­te Pfar­rer Bin­ge­ner den Jubi­lä­ums-Got­tes­dienst. Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­te Tho­mas Gabri­el, Kan­tor für Neue Geist­li­che Musik und Sozi­al­mu­sik im Musik­zen­trum St. Gabri­el (Bis­tum Mainz), gemein­sam mit sei­nen Töch­tern Emma (11) und Kar­la (11). Die bibli­sche Lesung wur­de vor­ge­tra­gen von Danie­la Dicker, Refe­ren­tin im Kin­der­mis­si­ons­werk Die Sternsinger‘.

Fürbitten von Kindern aus aller Welt

Beson­ders ein­dring­lich waren die Für­bit­ten von Kin­dern aus Pro­jek­ten des Kin­der­mis­si­ons­werks in aller Welt, die in den jewei­li­gen Lan­des­spra­chen ein­ge­spielt wur­den und von den Stern­sin­gern in der Kir­che ins Deut­sche über­setzt wur­den. Zum Bei­spiel die Bit­te von Yuben von den Phil­ip­pi­nen: Vater im Him­mel, wir dan­ken Dir für das Geschenk des Lebens, der Fami­lie und der Lie­be. Wir beten für alle Men­schen, die sich zuerst für Covi­d19-Erkrank­te ein­set­zen. Gib ihnen die Kraft, die sie für die­se wich­ti­ge Auf­ga­be brau­chen. Und wir beten für die Kran­ken, dass sie schnell gene­sen mögen. Ste­he auch ihren Fami­li­en bei.“

Virtueller Chor

Ein vir­tu­el­ler Chor aus Stern­sin­gern sang im Anschluss das neue Stern­sin­ger­lied Wollt ihr mit uns die Welt ver­än­dern?“. Mäd­chen und Jun­gen aus allen deut­schen Diö­ze­sen konn­ten sich an der Akti­on betei­li­gen und mit ihren selbst­ge­dreh­ten Han­dy-Vide­os Teil eines vir­tu­el­len Chors wer­den und damit zei­gen: Wir kön­nen die Welt verändern!

Pfar­rer Bin­ge­ner lob­te noch ein­mal den Ein­satz der Stern­sin­ger und dank­te ihnen: Die­se Kin­der, die sich für ihre Alters­ge­nos­sen enga­gie­ren, so wie Augus­te vor 175 Jah­ren, set­zen sich dafür ein, dass die Lebens­be­din­gun­gen auf der Welt so sind, dass jedes Kind sei­ne Poten­tia­le und Talen­te ent­fal­ten und sei­ne Lebens­träu­me ver­wirk­li­chen kann.“

Text: Kin­der­mis­si­ons­werk Die Sternsinger’