Bistum

Abschluss der Visitation des Pfarrverbandes Johanniskirchen

Redaktion am 05.05.2023

IMG 20230430 WA0005 Foto: Peter Frank
Abschlußfoto zur Visitation des Pfarrverbandes Johanniskirchen mit Pfarrvikar Pater David, Pfr. Tobias Reiter, Domkapitular Dr. Anton Spreitzer, Pfarrvikar Adolf Ortmeier verstärkt mit dem Ministranten des Pfarrverbandes und den Kirchenpflegern und PGR-Vorsitzenden des Pfarrverbandes

Die Predigt des Abschlussgottesdienstes zur Visitation des Pfarrverbandes Johanniskirchen begann Domkapitular Dr. Spreitzer plakativ mit den Worten "alles ist super". Um zu verstehen wie es zu dieser These kam, maß man sich die Stationen der Visitation genauer ansehen. Begonnen hat die Visitation des Pfarrverbandes Johanniskirchen noch im Jahr 2022.

Die Auf­takt­ver­an­stal­tung war am 13. Okto­ber des letz­ten Jah­res. Mit einem Got­tes­dienst in der Pfarr­kir­che St. Johan­nes der Täu­fer in Johan­nis­kir­chen Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer und die Ange­hö­ri­gen des Pfarr­ver­ban­des gemein­sam auf den Weg der Visi­ta­ti­on gemacht. Im Anschluss fand ein Zusam­men­tref­fen mit der gesam­ten Pfarr­ver­bands­fa­mi­lie statt. Die Zuhö­rer wur­den in anschau­li­cher Wei­se von Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer über die pas­to­ra­len und struk­tu­rel­len Über­le­gun­gen des Bis­tums infor­miert. Es wur­de über die Rah­men­be­din­gun­gen und die Her­aus­for­de­run­gen für die Kir­che von Pas­sau gespro­chen. Es gab aber auch die Mög­lich­keit zum Aus­tausch, die Anwe­sen­den konn­ten ihre Sor­gen und Anlie­gen vor­brin­gen. Es wur­den aber auch die Chan­cen für den Pfarr­ver­band ange­spro­chen. Im Pfarr­ver­band exis­tiert immer noch ein leben­di­ges Glau­bens­le­ben mit enga­gier­ten Gläu­bi­gen. Aber in Zei­ten des Umbruchs müs­sen sich alle fra­gen, was bleibt? Was ist unver­zicht­bar? Was ist ver­zicht­bar? Was brau­chen wir neu?

Mit die­sen Fra­gen wur­den Impul­se auf den Weg in die Klau­sur gege­ben, die am 26. Novem­ber im Haus der Begeg­nung in Burg­hau­sen statt­fand. 28 Ehren­amt­li­che und die Pfar­rer Tobi­as Rei­ter, Adolf Ort­mei­er und Pater David fan­den sich zu einer Visi­ta­ti­ons­klau­sur ein die von Refe­rent Lud­wig Rei­schl gelei­tet wur­de. Die Anwe­sen­den konn­ten in einem ers­ten Schritt den Ist Zustand Ihrer Pfar­rei­en nach den 4 Grund­funk­tio­nen von Gemein­de, Lit­ur­gie, Dia­ko­nie, Gemein­schaft und Ver­kün­di­gung bewer­ten. Es wur­den dabei die Punk­te, Was mir gefällt“, Was mich beschäf­tigt“, Wo ich Poten­tia­le sehe“ beleuch­tet. Posi­tiv wur­de gese­hen, dass es in den Pfar­rei­en immer noch einen Schatz an Gläu­bi­gen gibt und dass der Zusam­men­halt vor Ort groß ist. Es wur­de aber auch erkannt, dass die Zahl an Gläu­bi­gen der­zeit ste­tig abnimmt und die Kir­che als Gan­zes der­zeit ein Image­pro­blem hat. Als wei­te­ren Schritt for­mu­lier­ten die Teil­neh­mer die Zukunfts­vi­sio­nen für ihre Pfar­rei­en. Man stell­te sich die Fra­ge, Wo ste­hen unse­re Pfar­rei­en in fünf Jah­ren“. Trotz der Tat­sa­che, dass die unbe­setz­te Stel­le der Pas­to­ral­re­fe­ren­tin bzw. Refe­ren­ten im Pfarr­ver­band als bedrän­gend ange­se­hen wird, zeig­te sich, dass die Ver­tre­ter der ein­zel­nen Pfar­rei­en mit ihren Zie­len in die­sel­be Rich­tung gehen. Und so fand man Punk­te, die man gemein­sam im Pfarr­ver­band ange­hen woll­te unter dem Mot­to Der Pfarr­ver­band Wächst zusammen“.

Ein wei­te­rer Teil der Visi­ta­ti­on war die Erhe­bung der Rea­li­en. Dazu gab es einen Tag im Pfarr­ver­bands­bü­ro und es fand mit den Mess­nern und Kir­chen­pfle­gern der Pfar­rei­en eine Bege­hung der Gebäu­de statt.

Am 29. April kam es dann den gan­zen Tag noch ein­mal zu einem Gedan­ken­aus­tausch zwi­schen Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer und ein­zel­nen Grup­pen. Betei­ligt waren die Pfar­rer, die Jugend, Mess­ner, Chor­lei­tun­gen, Lek­to­ren, Kom­mu­ni­on­hel­fer, die Vor­stän­de der kirch­li­chen Ver­ei­ne die Pfarr­ge­mein­de­rä­te und die Kir­chen­ver­wal­tun­gen. In die­sen Gesprä­chen wur­den noch ein­mal die Punk­te ange­spro­chen, die die Anwe­sen­den beschäf­ti­gen. Der dau­er­haf­te Rück­gang der Got­tes­dienst­be­su­cher, vor allem bei den jün­ge­ren Men­schen, die begrenz­ten Kräf­te bei den Ehren­amt­li­chen, das oft nega­ti­ve Erschei­nungs­bild der Kir­che als Gan­zes und eine nicht gelin­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on, vor allem im Blick auf die Jugend. Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer betonn­te jedoch auch, dass nicht alles nega­tiv ist und es im Pfarr­ver­band und im Bis­tum sehr wohl Posi­ti­ves gibt. Man muss sich bewusst machen, dass bestimm­te gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen durch die Kir­che nicht beein­flusst oder auf­ge­hal­ten wer­den kön­nen. Und so ging man nach meh­re­ren Gesprächs­run­den gegen 21.30 Uhr auseinander.

Am nächs­ten Mor­gen traf man sich in der Pfarr­kir­che St. Johan­nes der Täu­fer zum gemein­sa­men Abschluß­got­tes­dienst der Visi­ta­ti­on. In der Pre­digt von Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer kam es dann zu der pla­ka­ti­ven Aus­sa­ge „ Alles ist super“. Er beton­te, dass dies Aus­sa­ge sei­ner 1. Pre­digt sei, er aber noch eine 2. Pre­digt hal­ten wol­le, weil eben nicht alles super ist. Er beton­te, dass sich jeder Christ fra­gen muss wel­chen Raum Gott in sei­nem Leben ein­nimmt. Den jeder Christ in der Pfar­rei ist wich­tig. Ob er nun bild­lich gespro­chen die Nase, der Fin­ger oder der Fuß der Gemein­de ist. Jeder Teil ist wich­tig, da nur die Gesamt­heit des Kör­pers der Glau­bens­ge­mein­schaft hilft. Bei der Mess­fei­er, die der Kir­chen­chor Johan­nis­kir­chen unter der Lei­tung von Hil­de­gard Hir­ler und mit Eli­sa­beth Stelz­e­ne­der an der Orgel musi­ka­lisch gestal­te­te, stan­den Pfar­rer Tobi­as Rei­ter, Pfarr­vi­kar Adolf Ort­mei­er und Pfarr­vi­kar Pater David als Kon­ze­le­bran­ten am Altar.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst konn­ten die Kir­chen­be­su­cher bei einem Steh­emp­fang mit Sekt und Häpp­chen, orga­ni­siert durch den Pfarr­ge­mein­de­rat Johan­nis­kir­chen, noch ein­mal mit Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Spreit­zer ins Gespräch kommen.

Text und Foto: Peter Frank

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