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Bistum

Klosterkirche Asbach: Restaurierung abgeschlossen!

Stefanie Hintermayr am 31.07.2022

432 A1170 1 Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

Mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst hat die Pfarrgemeinde mit Bischof Stefan Oster SDB und den Projektbeteiligten den Abschluss der umfassenden Kirchenrestaurierung der Klosterkirche Asbach gefeiert. Im Anschluss an die Heilige Messe war die Festgemeinde zum Pfarrfest eingeladen.

Die Pfar­rei Asbach darf zurecht stolz sein auf sein Got­tes­haus, das allein schon kunst­his­to­risch gese­hen ein­ma­lig ist. Noch mehr Stolz aber gebührt der Asba­cher Bevöl­ke­rung und allen Freun­den und För­de­rern der Klos­ter­kir­che.“ Dem Rott­hal­müns­te­r­er Pfar­rer Jörg Flei­scher stand an die­sem Fest­tag des 31. Juli die Freu­de schlicht­weg ins Gesicht geschrie­ben. Freu­de­strah­lend begrüß­te er die Mit­fei­ern­den, unter ihnen etli­che Fest- und Ehren­gäs­te, u.a. Land­rat Rai­mund Knei­din­ger, Alt­land­rat Franz Mey­er und der Rott­hal­müns­te­r­er Bür­ger­meis­ter Gün­ter Strauß­ber­ger, sowie Bischof Ste­fan Oster zu Beginn des Pon­ti­fi­k­al­got­tes­diens­tes in der nun fer­tig restau­rier­ten Klos­ter­kir­che St. Mat­thä­us Asbach. Ganz dem Spruch getreu Was lan­ge währt, wird end­lich gut‘ hät­ten sich die ins­ge­samt 14 Jah­re dau­ern­den umfas­sen­den Restau­rie­rungs­ar­bei­ten an der Außen­fas­sa­de sowie im Kir­chen­in­ne­ren gelohnt. Dem konn­te Bischof Ste­fan Oster nur bei­pflich­ten. Wie schön, heu­te hier in die­ser Kir­che mit Ihnen zu fei­ern, (…) wo so viel inves­tiert wor­den ist“, begrüß­te er die Fest­ge­mein­de ein­gangs mit Dank an die vie­len Haupt- und Ehren­amt­li­chen, die hier mit­ge­wirkt hat­ten. Wie schön ist es, dass wir in unse­rem Land noch sol­che Gemein­schafts­wer­ke zustan­de bringen.“

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Wir sind Kirche, nicht Scheune! – Predigt von Bischof Oster

Tran­szen­denz, die Scheu­ne und die Kir­che lau­te­ten die drei Punk­te, wel­che Bischof Ste­fan in sei­ner Pre­digt abhan­del­te. Er nahm damit Bezug auf die bei­den vor­an­ge­gan­ge­nen Lesun­gen und das Lukas­evan­ge­li­um, in wel­chem das Bild der Scheu­ne als Sym­bol für Erfolg, Besitz, Reich­tum und Macht eine zen­tra­le Rol­le spielt und in dem es dies­be­züg­lich heißt: Der Sinn des Lebens besteht nicht dar­in, in gro­ßem Über­fluss zu leben.“ Grund­le­gend hier­für ging Bischof Ste­fan zuerst auf den etwas sper­rig“ klin­gen­den Begriff der Tran­szen­denz ein. Phi­lo­so­phen sagen, der Mensch ist das Wesen der Tran­szen­denz“, so der Bischof. Das bedeu­te so viel wie: Der Mensch schrei­tet über sich selbst hin­über.“ Mit ein paar all­täg­li­chen Bei­spie­len erklär­te er, wann und wo genau das pas­sie­re: Beim ver­tief­ten Lesen eines Buches, einem guten Gespräch mit einem Freund oder bei einem schö­nen Erleb­nis wie dem Betrach­ten des Mee­res. In all die­sen Erleb­nis­sen wür­de der Mensch hin­ein­ge­nom­men in die Erfah­rung von Schön­heit“ und sei dadurch tie­fer bei sich selbst“. Und das sei ein Selbst­sein, in dem wir nicht irgend­et­was haben wol­len“, so der Bischof. Das Haben- und Besit­zen-Wol­len näm­lich mache nicht glück­lich, beton­te er und ver­wies auf die Geschich­te Wind­hauch“ der ers­ten Lesung aus dem Buch Kohe­let, wel­che die mensch­li­chen Anstren­gun­gen auf­zeigt, um Besitz und Reich­tum anzu­häu­fen. Auf die Fra­ge, was sie in ihrem Leben anders hät­ten machen sol­len, ant­wor­te­ten Ster­ben­de oft: Ich hät­te mehr Zeit mit mei­nen Lie­ben ver­brin­gen sol­len.“ Ein Leben wahr­haft berei­chern wür­den schließ­lich Mit­men­schen, beton­te der Bischof. Wenn ich mich tie­fer auf einen ande­ren Men­schen ein­las­se, kom­me ich tie­fer zu mir selbst.“ Das Anhäu­fen von Besitz und Reich­tum sowie ein in ers­ter Linie auf Erfolg und Macht aus­ge­rich­te­tes Leben wür­den Gegen­tei­li­ges bewir­ken. Dann wer­de ich zum Göt­zen“, so Bischof Ste­fan, Im Lukas­evan­ge­li­um wer­de das mit dem Bild der Scheue pas­send dar­ge­stellt, wel­ches man als Sym­bol für Erfolg, Besitz, Reich­tum und Macht deu­ten kön­ne. Im meta­pho­ri­schen Sinn sei­en Men­schen aber kei­ne auf Erfolg aus­ge­rich­te­ten Scheu­nen, son­dern Kir­che, beton­te der Bischof. Wenn ich mich auf die­sen Ursprung (Gott, Anm. d. Red.) ein­las­se, kom­me ich tie­fer zu mir selbst. (…) Das Pro­blem ist nur, dass wir so sel­ten bei ihm sind.“ Wir soll­ten mehr im Ein­fach-Dasein“ leben, ohne etwas besit­zen oder haben zu wol­len. Alles, was in die­ser Welt gut, schön und wahr ist, ist ein Hin­weis auf Gott.“ Und hier­für sei die frisch restau­rier­te, wun­der­schö­ne Asba­cher Kir­che ein gutes Bei­spiel, mein­te der Bischof an die Fest­ge­mein­de gewandt. Wenn wir uns auf ihn (Jesus, Anm. d. Red.) ein­las­sen, wer­den wir auch zu Men­schen, die gemein­sam Kir­che sind.“ Er schloss mit den Wor­ten: Dan­ke von Her­zen allen, die dazu bei­getra­gen haben, dass die­se Kir­che so dasteht, wie sie jetzt wie­der dasteht.“

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Am Ende des Got­tes­diens­tes wur­den noch zwei lang­jäh­ri­ge, enga­gier­te Asba­cher Minis­tran­tIn­nen ver­ab­schie­det. Simon Venus erhielt nach zehn, Pau­la Venus nach acht Jah­ren ihre Urkun­de, über­reicht von Bischof Ste­fan Oster. Im Anschluss dar­an dank­te Pfar­rer Jörg Flei­scher in sei­ner Fest­re­de schließ­lich noch­mals allen an der Kir­chen­re­stau­rie­rung Betei­lig­ten für Ihr Enga­ge­ment, ins­be­son­de­re der gesam­ten Asba­cher Bevöl­ke­rung, den Freun­den und För­de­rern der Asba­cher Kir­che’, den Orts­ver­ei­nen, dem Pfarr­ge­mein­de­rat und über­haupt allen Spen­dern. Stell­ver­tre­tend für alle, die sich hier über die Jah­re ver­dient gemacht haben, dank­te er ganz beson­ders dem ehe­ma­li­gen Kir­chen­pfle­ger Alfons Wim­mer für sein lang­jäh­ri­ges, uner­müd­li­ches Enga­ge­ment für die Asba­cher Klosterkirche.

Wenn du dich auf Chris­tus ein­lässt, gewinnst du alles.”

Bischof Stefan Oster

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Fest­got­tes­dienst von der Asba­cher Sän­ger­run­de sowie dem ört­li­chen Pro­jekt­chor unter der Lei­tung von Flo­ri­an Kölbl. Nach dem Schluss­se­gen von Bischof Ste­fan Oster waren die Mit­fei­ern­den noch zum Pfarr­fest im Klos­ter­hof gela­den. Sei­nen Aus­klang fand der Fest­tag schließ­lich mit einer geist­li­chen Kir­chen­füh­rung von Pfar­rer Jörg Fleischer.

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