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Warte mal...

Pressemeldung am 09.12.2020

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Eine Frage stellt sich in jeder Adventszeit: Gibt es heuer weiße Weihnachten?

Eine Fra­ge stellt sich in jeder Advents­zeit: Gibt es heu­er wei­ße Weih­nach­ten? Die stets wie­der­keh­ren­de Fra­ge nach dem Schnee am Hei­li­gen Abend scheint heu­te das Ein­zi­ge zu sein, was an Hoff­nung, an Erwar­tung für Weih­nach­ten noch übrig ist: Alles ande­re für das Fest Not­wen­di­ge lässt sich pla­nen, fast alle Geschenk­wün­sche kön­nen erfüllt wer­den. Nur den Schnee kann man noch nicht bestellen.

Was haben wir Chris­ten an Weih­nach­ten eigent­lich wirk­lich zu er-war­ten? Wozu brau­chen wir eigent­lich die War­te­zeit des Advent?

„War­ten müs­sen“ gehört zu unse­rem All­tag: Wir war­ten beim Arzt, in der Schlan­ge vor der Super­markt-Kas­se oder auf einen wich­ti­gen Tele­fon­an­ruf. Die­se Art des War­tens macht uns unru­hig. Wir füh­len uns auf­ge­hal­ten, kön­nen es kaum erwar­ten, dass es end­lich wei­ter­geht. Aber es gibt noch ein ande­res War­ten: das bereit­wil­li­ge und frei­wil­li­ge. Das War­ten auf einen gemein­sa­men Abend mit Freun­den, auf den wohl­ver­dien­ten Urlaub. Oder das freu­di­ge Erwar­ten der Geburt eines Kin­des. Die­ses War­ten ist geprägt von Vor­freu­de. Und von der Geduld, rela­tiv gelas­sen den Zeit­punkt des Ereig­nis­ses abwar­ten zu können.

Zur letz­te­ren Art von War­te­zeit soll­te der Advent gehö­ren. Wofür wir aus­har­ren, scheint klar: Wir berei­ten uns wie­der auf die Fei­er der Geburt unse­res Erlö­sers vor. In ihm wird Gott Mensch. Ein Ereig­nis, das unse­re Vor­stel­lung sprengt.

Die vor­weih­nacht­li­chen Tage des Advent könn­te man mit einem Wort umschrei­ben: Unter­bre­chung. Eine ​„Aus-Zeit“, in der wir Gewohn­tes hin­ter­fra­gen dür­fen. Eine Zeit, der wirk­lich ​„freu­di­gen Erwar­tung“. Eine ​„War­te-Zeit“, die nicht ver­ge­bens ist. Den­ken Sie dar­an: Wir haben nie­mand Gerin­ge­ren zu erwar­ten als Jesus, unse­ren Bruder.

Text: Lothar Wimberger

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