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Kirche vor Ort

Amtseinführung von Pfarrer Nelson

Pressemeldung am 06.10.2020

P1270937 Foto: Marianne Hahn

36 geistliche Würdenträger begleiten die Investitur in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.

Vie­le her­aus­ra­gen­de kirch­li­che Fest­ta­ge sind in der mitt­ler­wei­le über 850jährigen Kir­chen­ge­schich­te der Pfarr­kir­che St. Johan­nes der Täu­fer nie­der­ge­schrie­ben. Der 4. Okto­ber 2020 wird eben­falls für immer in den Anna­len sei­nen Platz fin­den. Noch nie ver­sam­mel­te sich so viel Geist­lich­keit bei einem kirch­li­chen Anlass. Bei Kai­ser­wet­ter fand nun im Bei­sein zahl­rei­cher Gäs­te aus Nah und Fern die offi­zi­el­le Inves­ti­tur durch Dekan Joa­chim Stein­feld für Pfar­rer Nel­son statt, der seit dem 1. Sep­tem­ber den Pfarr­ver­band Mit­ters­kir­chen-Gerats­kir­chen und Unter­diet­furt lei­tet, davon auch Tei­le der Gemein­de Pleis­kir­chen. Von der Schu­le führ­te Zug­füh­rer Lorenz Schmu­de­rer, laut­stark beglei­tet von den Johan­nes­blä­sern unter der Lei­tung von Robert Aichin­ger, den Fest­zug mit genau 135 gela­den Gäs­ten durch das Dorf zur Pfarr­kir­che. Geschmückt hat­ten alle Anlie­ger ihre Häu­ser mit Fah­nen und schenk­ten viel Bei­fall ins­be­son­de­re der hohen Geist­lich­keit, ange­führt von Dekan Joa­chim Stein­feld, Erwin Jaindl, Pfar­rer aus Burg­hau­sen, Pfar­rer Micha­el Wit­ti aus Feich­ten, August Lind­mei­er aus Land­au, Pater Paul aus Pas­sau und Pfar­rer Vin­cent Pad­in­ja­raka­dan aus Bad Rap­penau. Nicht weni­ger als 36 geist­li­che Wür­den­trä­ger ver­schie­de­ner Kon­fes­sio­nen aus der gesam­ten Regi­on und dar­über hin­aus beglei­te­ten den Zug. Den wei­tes­ten Weg hat­te Pater Anto Cha­ki­ath aus Rom ange­tre­ten, wäh­rend von der Ortho­do­xen Syri­schen Kir­chen­ge­mein­de aus Mün­chen Tho­mas Jakob den Fest­tag begleitete. 

Ein beson­de­rer Moment war dann vor dem Ein­gang der Pfarr­kir­che die offi­zi­el­le Schlüs­sel­über­ga­be der drei Pfarr­kir­chen von Mit­ters­kir­chen, Gerats­kir­chen und Unter­diet­furt durch Kir­chen­pfle­ger Josef Kell­hu­ber und Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­den Franz Hahn sowie Dekan Joa­chim Steinfeld. 

Herz­lich begrüß­ten dann aus den jewei­li­gen Pfar­rei­en die Kin­der Katha­ri­na Klotz für Mit­ters­kir­chen, The­re­sa Moser für Gerats­kir­chen und Katha­ri­na Hof­mann für Unter­diet­furt den neu­en Seel­sor­ger mit vie­len guten Wün­schen und einem Blu­men­strauß. Auch außer­halb der Pfarr­kir­che St. Johan­nes nah­men die Besu­cher an einem herr­li­chen Spät­som­mer­abend Platz, um bei der Amts­ein­füh­rung dabei zu sein. 

Nach dem Kyrie, dem Glo­ria, dem Tages­ge­bet und der Lesung durch Ger­hard Hof­mann aus Unter­diet­furt beein­druck­ten die bei­den Chor­sän­ge­rin­nen Mela­nie Jetzl­sper­ger und Katha­ri­na Moser beglei­tet von Sepp Hum­mel­sper­ger an der Orgel mit dem Ant­wort­psalm Mein Herz ist bereit“ .

In sei­ner tief­grei­fen­den Pre­digt nahm Joa­chim Stein­feld Bezug auf eine außer­ge­wöhn­li­che Zeit, ver­bun­den für zahl­rei­che Men­schen mit einer Exis­tenz­be­dro­hung. Vie­le Men­schen haben sich wäh­rend die­ser Zeit als Hel­fer für ande­re ange­bo­ten, aber auch den eige­nen Gar­ten und die fas­zi­nie­ren­de Natur wie­der ent­deckt. Auch die lebens­wer­te Hei­mat wur­de wie­der geschätzt, viel Zeit und Ruhe der Fami­lie gewid­met. Im Blick auf den heu­ti­gen Fest­tag für Pfar­rer Nel­son dank­te er für die ver­ant­wor­tungs­vol­le Über­nah­me des Pfarr­ver­ban­des. Sicher­lich wer­den ihn span­nen­de und auf­re­gen­de Momen­te erwar­ten, mit den Fra­gen sei­ner Gläu­bi­gen, wo die­ser wohl sei­ne Schwer­punk­te setzt. Die Bot­schaft des Dekans lau­te­te dabei immer wie­der Aus­schau hal­ten, neue Wege suchen, die Men­schen für den Glau­ben zu begeis­tern und die Sehn­sucht nach Gott zu wecken. Sich an der Men­ta­li­tät Got­tes zu hal­ten, sei dabei ein wert­vol­ler Eck­stein, so Stein­feld. Den Men­schen müs­sen dabei die Türen geöff­net wer­den und jeder mit sei­ner Art soll dazu bei­tra­gen. Freu­de und nicht Angst soll dabei den Glau­ben beglei­ten. Aber auch die Kir­che ist immer unvoll­kom­men und bie­tet stets Platz, sich zu ver­än­dern. Mit sehr pas­sen­den Wor­ten folg­te dann die offi­zi­el­le Über­ga­be der Urkun­de für den neu­en Wir­kungs­ort, unter­zeich­net von Bischof Ste­fan Oster SDB

P1270968 Foto: Marianne Hahn

Ein beson­de­rer Moment war dann der Frie­dens­gruß durch die jewei­li­gen Ver­ant­wort­li­chen der drei Pfar­rei­en für Gerats­kir­chen Rupert Schechtl und Moni­ka May­er, für Unter­diet­furt Ger­hard Hof­mann und Rupert Tha­ler und für Mit­ters­kir­chen Franz Hahn und Josef Kell­hu­ber. In den Für­bit­ten, vor­ge­tra­gen von Moni­ka May­er, stan­den jede Men­ge gute Wün­sche auf den Zet­teln, zuge­schnit­ten auf den neu­en Seel­sor­ger und der gesam­ten Pfarr­fa­mi­lie. Ein beson­de­rer Hoch­ge­nuss war dann das Agnus Dei vom Chor.

Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Franz Hahn wünsch­te Pfar­rer Nel­son abschlie­ßend alles Gute für das Wir­ken in ins­ge­samt sechs Kir­chen mit 4200 Gläu­bi­gen. Moni­ka May­er erin­ner­te an das akti­ve Leben der Pfar­rei vom Kind bis zu den Senio­ren, ver­bun­den mit dem gemein­sa­men Glau­ben an Jesus Chris­tus. Ger­hard Hof­mann mein­te, es lie­ge viel vor uns und man wol­le die Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam meis­tern. Sym­bo­lisch über­reich­te das Trio Brot und Salz an den neu­en Seelsorger.

Kir­che und Gemein­de gehö­ren zusam­men“, unter­strich im Namen der anwe­sen­den poli­ti­schen Gemein­de Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Mül­lin­ger im Bei­sein von den Amts­kol­le­gen aus Gerats­kir­chen Johann Gaßl­bau­er, Unter­diet­furt Rein­hard Blü­mel­hu­ber, Pleis­kir­chen Kon­rad Zei­ler und Mas­sing Ani­ta Lei­pold in sei­nen Gruß­wor­ten. Wir haben das Glück wie­der einen neu­en Pfar­rer zu haben, so sei­ne Wert­schät­zung, und er hof­fe auf gute Zusam­men­ar­beit, die durch­aus viel Kraft und Mut erfor­dert. Für die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de begrüß­te Jochen Pickel Pfar­rer Nel­son; er freue sich auf vie­le Begegnungen.

Am Ende der Mess­fei­er und den Gruß­wor­ten dank­te Pfar­rer Nel­son allen Mit­wir­ken­den und Teil­neh­mern die­ses Fest­ta­ges für die schö­nen Augen­bli­cke, die herr­li­che Andacht und blei­ben­den Ein­drü­cken die­ser offi­zi­el­len Amts­ein­füh­rung. Groß sei nach den ers­ten Wochen die Vor­freu­de auf vie­le schö­ne Begeg­nun­gen eines wohl tief­gläu­bi­gen Pfarr­ver­ban­des. Er hof­fe, er kann das Ver­trau­en des Bischofs erfül­len und er habe eine gute Wahl getrof­fen. Er wün­sche sich geseg­ne­te Jah­re und öff­ne sei­ne Türen für alle Anlie­gen. Mit den Wor­ten Lasst es uns begin­nen“ ende­tet der Fest­got­tes­dienst. Im Anschluss an den Got­tes­dienst nahm beim Rothneich­ner Wirt die Inves­ti­tur einen gesel­li­gen Ausklang.

Text: Mari­an­ne Hahn