Bistum

„Egal woher man kommt – beim Herrn trifft man sich“

Wolfgang-Christian Bayer am 15.11.2019

Adoratio10_Zieringer info-icon-20px Foto: Monika Zieringer

Der Adoratio-Kongress in Altötting hatte eigentlich noch gar nicht begonnen, da warteten bereits über 100 Besucher vor dem Eingang zum Kultur + Kongress Forum Alötting, wo die offizielle Anmeldung stattfand. Auf Nachfrage erzählten einige der Gäste, wieso ihnen die Anbetung wichtig ist, was sie von dem Kongress erwarten und worauf sie sich am meisten freuen.

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Pfarrer Heinz Purrer aus Linz in Österreich

etwa freut sich besonders auf die Impulse von Bischof Stefan Oster und Père Florian Racine MSE, wie er auf Nachfrage erzählte.

Er möch­te vor allem Kon­tak­te knüp­fen und erhofft sich dar­über hin­aus Anre­gun­gen für sei­ne drei Pfar­ren daheim, wo er ger­ne eine stän­di­ge Anbe­tung eta­blie­ren wür­de. Die Anbe­tung ist für mich eine wich­ti­ge Mög­lich­keit, um Gott zu begeg­nen und um aus die­ser Begeg­nung her­aus Kraft zu schöp­fen für die all­täg­li­chen Auf­ga­ben“, sag­te er. Den Wall­fahrts­ort Alt­öt­ting kennt er sehr gut, wie er erzähl­te. Seit über zehn Jah­ren sei er mit Kapu­zi­nern am Ort befreun­det. Alt­öt­ting sei für ihn eine geist­li­che Heimat“.

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Marianne Stoiber aus München

ist mit ihrer Bekannten Hildegard Schmid aus Moosburg angereist. In ihrer Pfarrei St. Ulrich finde eine Anbetung einmal in der Woche statt, erzählte sie auf Nachfrage.

Doch die Reso­nanz sei oft nega­tiv. Die Anbe­tung wird eher belä­chelt“, sag­te sie; dabei sei sie ein sehr wich­ti­ger Aspekt“. Vom Kon­gress erwar­tet sie sich die Fül­le des Hl. Geis­tes“, wie sie schmun­zelnd erklär­te; vor allem aber vie­le Kon­tak­te zu Men­schen, die offen sind für den Glau­ben“; schließ­lich freut sie sich auch auf das, was der Kon­gress dem The­ma nach auch ver­spricht: auf die Anbetung“.

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Hans R. aus Mengkofen

ist mit seiner Ehefrau Anna angereist. Der regelmäßige Fußwallfahrer war schon als Kind mit seinen Eltern oft in Altötting und kommt seit 1989 jedes Jahr fünf, sechs Mal mit verschiedenen Fuß-Pilgergruppen ins „Herz Bayerns“.

Alt­öt­ting ist mei­ne zwei­te Hei­mat“, beton­te er. Auch die Anbe­tung sei ihm sehr ver­traut und auch wich­tig. Er erzähl­te von einem beson­de­ren Erleb­nis“, als er allein vor dem Aller­hei­ligs­ten gebe­tet hat­te – von einem Gefühl des Ange­kom­men-Seins“, bzw. des Daho­am Sei‘“ beim Herrn. Auch die­ses Erleb­nis habe ihn dazu ani­miert, am Ado­ra­tio Kon­gress teil­zu­neh­men. Vom Kon­gress selbst will er sich vor allem über­ra­schen las­sen“; dies mache er grund­sätz­lich sehr ger­ne, wie er erzähl­te, und auch beim Wall­fah­ren erle­be man die schöns­ten Momen­te, wenn man sich ein­fach über­ra­schen lasse.

Anita-Bucher-M-mit-Diakon-Thomas-Zauner

Anita Bucher ist extra aus Luzern in der Schweiz

nach Altötting gereist. Sie lasse sich gerade im Stift Heiligenkreuz zur Katechistin ausbilden und habe „von Menschen, die mit mir auf diesem Glaubensweg unterwegs sind“, von dem Adoratio Kongress erfahren, berichtete sie auf Nachfrage.

Die Anbe­tung wird viel zu wenig geför­dert“, erklär­te sie. Dabei sei die­se sehr wich­tig: Ich wen­de mich regel­mä­ßig mit den gro­ßen Fra­gen an den Herrn“, sag­te sie. Zuhau­se müs­se sie jedoch wei­te Wege gehen“, um an einer Anbe­tung teil­neh­men zu kön­nen. In Alt­öt­ting wol­le sie nun Ein­drü­cke sam­meln, die ich wei­ter­ge­ben kann“. Beson­ders freue sie sich auf den Vor­trag von Bischof Ste­fan Oster, dar­über hin­aus ganz all­ge­mein auf die Begeg­nung mit vie­len Gleich­ge­sinn­ten, mit denen man nicht vie­le Wor­te wech­seln muss, um sich zu ver­ste­hen“. Ani­ta Bucher beton­te: Egal woher man kommt – beim Herrn trifft man sich!“ Auch in Alt­öt­ting war sie bereits ein­mal und zwar im Rah­men ihrer Wei­ter­bil­dung zur Katechistin.

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„Mallersdorfer Schwestern“ und Geschwister Ruth und Elke

Für die beiden Schwestern Ruth und Elke ist das Thema Anbetung freilich nichts Neues und doch haben sie sehr gerne ein paar ihrer Urlaubstage für den Adoratio Kongress „geopfert“.

Sie wol­len Anre­gun­gen sam­meln, wie sie ihren eige­nen gewohn­ten Anbe­tungs-Stil“ mit etwas Neu­em ver­bin­den, ver­än­dern oder gar ver­bes­sern kön­nen. Ganz all­ge­mein waren sie über­rascht und sehr erfreut“ über die gro­ße Reso­nanz auf den Kon­gress. Die Wall­fahrts­stadt Alt­öt­ting besu­chen bei­de regel­mä­ßig, wie Sr. Ruth berich­te­te. Vom Kon­gress wol­len sie sich nun ein­fach über­ra­schen lassen“.

Text: Micha­el Glaß
Fotos: Moni­ka Zie­rin­ger, Ros­wi­tha Dorf­ner, Armin Berger

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