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Soziales

Ausbildung im Besuchsdienst bei den Maltesern

Pressemeldung am 06.10.2020

Ausbildung Passau Ankündigung info-icon-20px Foto: Grübl / Malteser
Dozentin Tanja Petzi (l.), Referentin Soziales Ehrenamt Rosmarie Krenn und Mitarbeiter im Sozialen Ehrenamt Jochen Wigge hoffen auf viele Lehrgangsteilnehmer, die die Einsamkeit lindern.

Nachdem der Besuchsdienst im häuslichen Bereich seine Arbeit wieder aufnehmen konnte und sich viele einsame und ältere Menschen regelmäßige Besuche wünschen, möchten die Malteser diese Aktivitäten weiter ausbauen. Deshalb suchen sie Ehrenamtliche und bieten wieder eine entsprechende Ausbildung an.

Im Früh­jahr muss­te auf­grund der Coro­na-Situa­ti­on der Besuchs­dienst auf Tele­fon­ge­sprä­che beschränkt blei­ben. Seit eini­ger Zeit dür­fen sich die Ehren­amt­li­chen und ihre Schütz­lin­ge unter bestimm­ten Auf­la­gen end­lich wie­der­se­hen, was von bei­den Sei­ten schon sehr her­bei­ge­sehnt wor­den war.

Ros­ma­rie Krenn, Refe­ren­tin Sozia­les Ehren­amt, erklärt: In den ver­gan­ge­nen Wochen und Mona­ten muss­ten wir immer wie­der fest­stel­len, wie ein­sam vie­le Men­schen auch in unse­rer Regi­on sind. Mit der Unter­stüt­zung von enga­gie­ren Ehren­amt­li­chen möch­ten wir sie ein Stück aus die­ser Ein­sam­keit holen. Wir möch­ten damit Lebens­qua­li­tät und Lebens­freu­de schenken.“

In Hoch­zei­ten von Coro­na haben die Mal­te­ser alle Mit­glie­der über 80 Jah­re in der gan­zen Diö­ze­se Pas­sau, die sie errei­chen konn­ten, ange­ru­fen, sich nach ihrem Befin­den erkun­digt und ihre Hil­fe ange­bo­ten. Dabei haben vie­le der Senio­ren erklärt, dass sie ger­ne regel­mä­ßig besucht wer­den möch­ten. Ent­spre­chend lang ist nun die War­te­lis­te und des­halb suchen wir drin­gend Men­schen, die sich in die­sem Bereich enga­gie­ren möch­ten“, so Ros­ma­rie Krenn weiter.

Die Senio­ren kom­men aus Pas­sau, Tie­fen­bach, Salz­weg, Wald­kir­chen, Aiden­bach, Vils­ho­fen, Pocking, Bad Gries­bach und Regen. Da die Ehren­amt­li­chen mög­lichst wohn­ort­nah ein­ge­setzt wer­den sol­len, wäre es natür­lich schön, wenn sich Inter­es­sen­ten aus die­sen Berei­chen mel­den. Wir freu­en uns aber natür­lich auch über neue Ehren­amt­li­che aus ande­ren Orten“, betont Ros­ma­rie Krenn.

Die Schu­lung zum The­ma Men­schen hel­fen Men­schen – Besuchs- und Beglei­tungs­dienst“ soll den Teil­neh­mern das Wis­sen ver­mit­teln, damit sie neben ihrer Bereit­schaft, sich sozi­al ein­zu­brin­gen, auch die not­wen­di­ge fach­li­che Kom­pe­tenz erwer­ben. Die ein­zel­nen Modu­le der Aus­bil­dung sind Spre­chen mit älte­ren Men­schen“, Besu­chen und Beglei­ten als Hil­fe­leis­tung“, Die gemein­sa­me Zeit gestal­ten“ sowie Wir im Besuchs- und Begleitungsdienst.“

Mit Tan­ja Pet­zi, Fach­kraft für Geron­to­psych­ia­trie und Lei­te­rin der Sozi­al­pfle­ge­ri­schen Aus­bil­dung bei den Mal­te­sern, konn­te eine sehr erfah­re­ne Dozen­tin gewon­nen wer­den. Sie hat schon meh­re­re Lehr­gän­ge für den Besuchs­dienst gelei­tet und erklärt: Die Besu­cher tra­gen Licht ins Dun­kel. Sie brin­gen die Her­zen und Gesich­ter der Men­schen zum Leuch­ten, weil sie da sind.“

Auch nach der Aus­bil­dung gibt es zwi­schen den Mal­te­sern und den Ehren­amt­li­chen engen Kon­takt. So fin­den regel­mä­ßig Grup­pen­tref­fen und Fort­bil­dun­gen statt. Und natür­lich sind es auch die Mal­te­ser, die Besu­cher und Besuch­te mit­ein­an­der bekannt machen und dabei ganz genau dar­auf ach­ten, dass bei bei­den Sei­ten die Che­mie stimmt, das heißt, dass sie sich sym­pa­thisch sind und mög­lichst auch ähn­li­che Inter­es­sen haben. Natür­lich wer­den dabei die Hygie­ne- und Abstands­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten. Die Auf­ga­be als Ver­mitt­ler über­nimmt Jochen Wig­ge, der auch Kon­takt mit Besu­chern und Besuch­ten hält und ein offe­nes Ohr für ihre Anlie­gen hat.

Die Akti­vi­tä­ten bei den regel­mä­ßi­gen Besu­chen kön­nen sehr viel­fäl­tig sein, z. B. Gesprä­che, Vor­le­sen, Gesell­schafts­spie­le, Spa­zier­gän­ge oder gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen. Wer kom­mu­ni­ka­tiv ist und ger­ne Kon­takt mit älte­ren Men­schen hat, aber genau so gut zuhö­ren und sich auf Lebens­ge­schich­ten ein­las­sen kann, der ist beim Besuchs­dienst rich­tig. Die Ehren­amt­li­chen sind wäh­rend ihrer Tätig­keit ver­si­chert und die Fahrt­kos­ten wer­den erstattet.

Nach Rück­spra­che mit unse­rer Zen­tra­le in Köln haben wir wegen der der­zei­ti­gen Situa­ti­on den Zeit­rah­men der Aus­bil­dung ver­kürzt. Die Teil­neh­mer erhal­ten des­halb umfang­rei­ches Mate­ri­al, das sie sich zu Hau­se in aller Ruhe anschau­en kön­nen“, erklärt Ros­ma­rie Krenn.

Die Aus­bil­dung fin­det am Mitt­woch, 18. Novem­ber von 13.00 bis 17.00 Uhr in der Pas­sau­er Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­le der Mal­te­ser, Vils­ho­fe­ner Str. 50 statt. Sie ist kos­ten­los und natür­lich wer­den die gül­ti­gen Abstands- und Hygie­ne­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Anmel­dung bei Ros­ma­rie Krenn, Tel. 0851÷9566645, E‑Mail Rosmarie.​Krenn@​malteser.​org

Text: Mal­tes­ter Hilfs­dienst e. V.