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Das glauben wir

Online-Vortrag mit Dr. Lucia Jochner-Freitag

Redaktion am 22.03.2021

2021 03 15 Dr L Jochner Freitag page 001 info-icon-20px Foto: JML

Die 24 Teilnehmer*innen des Online-Vortrags von Frau Dr. Lochner-Freitag waren eingeladen, dem Atem der Erde nachzuspüren, das Klima unseres Planeten aus einer Zusammenschau naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und christlicher Schöpfungsspiritualität zu betrachten und der Frage nach Hoffnungszeichen nachzugehen.

Die Refe­ren­tin, Frau Dr. Lucia Loch­ner-Frei­tag, ist Land­schafts­öko­lo­gin und Schöp­fungs­päd­ago­gin. Zudem ist sie Grün­dungs­mit­glied der Initia­ti­ve 100 x kli­ma­neu­tral. Am Beginn wur­de in einer Ent­span­nungs­übung das Bewusst­sein dafür geweckt, dass jeder Atem­zug den Ein­zel­nen mit den Mit­men­schen, mit der umge­ben­den Natur und dem Gött­li­chen ver­bin­det. Frau Dr. Joch­ner-Frei­tag gab dann einen natur­wis­sen­schaft­li­chen Über­blick vom Beginn der Pho­to­syn­the­se durch das Bak­te­ri­um Nos­toc vor mehr als zwei Mil­li­ar­den Jah­ren hin zu der wis­sen­schaft­lich nach­weis­ba­ren Erhö­hung der Erd­tem­pe­ra­tur um mehr als 1 Grad Cel­si­us, deren Ursa­che Ver­bren­nen fos­si­ler Ener­gie­trä­ger, Abhol­zen der Wäl­der und die indus­tria­li­sier­te Vieh­wirt­schaft ist. Kli­ma­wan­del sei kein Zukunfts­sze­na­rio, er fin­de bereits heu­te statt. Sie zitier­te den Kli­ma­for­scher Ste­fan Rahm­s­torf wir sind die letz­te Genera­ti­on, die eine kom­plet­te Ver­än­de­rung der Welt mit nie dage­we­se­nen Wet­ter­ex­tre­men, immer schnel­ler anstei­gen­den Mee­res­spie­geln… ver­hin­dern kann“. Eine Reak­ti­on dar­auf sei oft Angst, Ver­zweif­lung und ein Gefühl der Läh­mung. Was soll man als ein­zel­ner tun ange­sichts die­ser Situation“. 

Einen Hin­weis auf Hoff­nung gäbe das Gleich­nis der Brot­ver­meh­rung. 5000 Men­schen benö­ti­gen Essen und die Jün­ger haben nur 5 Bro­te und 2 Fische. Jesus nimmt die Bro­te und Fische und seg­net sie. Alles essen und wer­den satt – und es bleibt noch übrig. Es ist oft zu wenig, was wir haben ange­sichts der Not in der Welt und ange­sichts so gro­ßer Her­aus­for­de­run­gen wie dem Kli­ma­wan­del. Jesus zeigt uns den Weg: bring Dei­ne Gaben, Dei­ne Bega­bun­gen zu mir. Ich wer­de sie seg­nen, damit Du sie dann den Men­schen bringst und es wird mehr als genug sein.“ Die per­sön­li­che Ant­wort auf die Fra­ge nach Hoff­nung: was sind mei­ne 5 Bro­te und 2 Fische, die ich Jesus zur Seg­nung brin­gen kann“.

Ein Ansatz­punkt sei die Fra­ge, was die Natur für uns bedeu­te. Sehen wir den direk­ten Nut­zen (z.B. Medi­zin­pflan­ze), den indi­rek­ten Nut­zen (z.B. Pho­to­syn­the­se) oder hat die Natur einen Eigen­wert? Sehen wir alle Lebe­we­sen als Mit­ge­schöp­fe, die von Gott geschaf­fen sind und in denen Chris­tus gegen­wär­tig, in denen Gott ver­bor­gen ist? Eine neue Wert­schät­zung der Natur ver­än­dert unser Handeln. 

Die Fra­ge was heißt das ganz kon­kret für mein Leben?“ haben sich vor 2 Jah­ren Christ*innen in Inzell gestellt, leben als deut­li­ches Zei­chen des Auf­bruchs und der Hoff­nung kli­ma­neu­tral und zei­gen, dass es gut mög­lich ist. Sie zei­gen, dass sich die Pari­ser Kli­ma­zie­le auf per­sön­li­cher Ebe­ne errei­chen las­sen. Ein Hoff­nungs­zei­chen sei, dass sich immer mehr Men­schen der Bedro­hung bewusst wür­den und mehr Ehr­furcht zu einer zukunfts­fä­hi­ge­ren Wirt­schaft füh­ren kön­ne. Fazit: ich als ein­zel­ner, als Fami­lie, als Gemein­de kann ein Zei­chen der Hoff­nung setzen. 

In einem wei­te­ren Online-Vor­trag mit dem The­ma:“ Kli­ma­neu­tral leben hier und jetzt – Die Initia­ti­ve 100 x kli­ma­neu­tral“ stellt sich vor“ wird am 16. April Mar­tin Joch­ner dar­über berich­ten, war­um sie kli­ma­neu­tral leben und wie das geht. Die Teil­neh­men­den sind dazu ein­ge­la­den, bereits vor­ab zu Hau­se über den Rech­ner des Umwelt­bun­des­am­tes www​.uba​.co2​-rech​ner​.de den per­sön­li­chen CO2-Aus­stoß zu berech­nen. Anmel­dung unter www​.keb​-pas​sau​.de.

Ver­an­stal­ter der bei­den Vor­trä­ge sind die Kath. Erwach­se­nen­bil­dung (KEB) in Stadt und Land­kreis Pas­sau, die KEB im Bis­tum Pas­sau, das Umwelt­re­fe­rat Bis­tum Pas­sau, die Kath. Land­volk­be­we­gung Diö­ze­se Pas­sau und der Bür­ger­En­er­gie­Stamm­tisch Sittenberg

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Text: Anna Reither