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Bischof besucht ZF in Passau

Thomas König am 17.10.2019

Besuch-Bischof-Oster info-icon-20px Foto: ZF
Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Mitte) informierte sich gemeinsam mit Vertretern der KAB bei Klaus Jaschke, (5.v.l.), Leiter Finanzen und Mitglied der Geschäftsleitung, Gernot Hein (4.v.l.), Leiter Kommunikation, und dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Winfried Sicklinger (7.v.l.) über ZF am Standort Passau. (Foto: ZF)

Bischof Dr. Stefan Oster SDB besuchte jetzt zusammen mit dem Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Pfarrer Franz Schollerer und weiteren Vertretern der KAB das Unternehmen ZF am Standort in Passsau-Patriching. Dort erhielt der Bischof Einblick in den Aufbau des Gesamtkonzerns, eine Werksführung und ein Gespräch mit dem Betriebsrat stand auf dem Programm.

Den Besuch bei ZF nutz­ten die Ver­tre­ter der katho­li­schen Kir­che, um sich bei Klaus Jasch­ke, Lei­ter Finan­zen und Mit­glied der Geschäfts­lei­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­ter Ger­not Hein, dem stell­ver­tre­ten­den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den Win­fried Sick­lin­ger sowie wei­te­ren Mit­glie­dern der Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung über ZF am Stand­ort Pas­sau zu infor­mie­ren. Dabei wur­de unter ande­rem der Bei­trag von gro­ßen Indus­trie­un­ter­neh­men zum Umwelt- und Kli­ma­schutz diskutiert. 

Beein­druckt hat mich die Akti­on eines Teils der Beleg­schaft, der meh­re­re hun­dert Bäu­me für den Kli­ma­schutz gepflanzt hat. Der Kon­zern ist breit auf­ge­stellt im Bereich E‑Mobilität — von der For­schung und Ent­wick­lung bis hin zu den Pro­duk­ten. Das hat mich beein­druckt, weil es ein Zukunfts­the­ma ist für uns alle.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB

Das Ver­hält­nis zwi­schen Kir­che und ZF am Stand­ort Pas­sau ist seit jeher von gro­ßer Wert­schät­zung und gegen­sei­ti­gem Respekt geprägt. Ich emp­fin­de es als sehr posi­tiv, dass die Kir­che und das größ­te Unter­neh­men Pas­saus eine so gute Ver­bin­dung haben und freue mich, heu­te eine so gro­ße Dele­ga­ti­on von Ver­tre­tern Ihres Hau­ses begrü­ßen zu dür­fen“, begrüß­te Klaus Jasch­ke Bischof Oster und sei­ne Begleitung.

IMG_5567 info-icon-20px Foto: ZF

Auch der stell­ver­tre­ten­de Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Win­fried Sick­lin­ger freu­te sich über den Besuch und die Mög­lich­keit zum inten­si­ven Aus­tausch, die sich dabei bot. Wir haben sehr vie­le gemein­sa­me Anknüp­fungs­punk­te gefun­den und sind uns einig, dass wir den Aus­tausch mit den Ver­tre­tern der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer-Bewe­gung in Zukunft wei­ter ver­tie­fen wol­len.“ Die Katho­li­sche Arbeit­neh­mer-Bewe­gung hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, die Anlie­gen der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer in die Kir­che ein­zu­brin­gen. Des­halb besucht die KAB Pas­sau regel­mä­ßig ver­schie­dens­te Unter­neh­men in der Region. 

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Nun waren Ver­tre­ter des KAB gemein­sam mit Bischof Oster erst­mals bei ZF in Pas­sau zu Gast. Es war sehr inter­es­sant für mich, den größ­ten Arbeit­ge­ber in unse­rem Bis­tum ken­nen­zu­ler­nen und ich konn­te einen Ein­druck davon gewin­nen, wie sehr sich Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mit ihrem Arbeit­ge­ber iden­ti­fi­zie­ren“, resü­mier­te Bischof Oster, bei dem die Besu­cher unter ande­rem über die viel­sei­ti­gen Akti­vi­tä­ten von ZF im Bereich Kli­ma- und Umwelt­schutz infor­miert wurden.

Wir haben gemerkt, dass hier Inter­es­se besteht am Gespräch mit Kir­che. Auch an den The­men der Seel­sor­ge, was gibt den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern Halt, was sta­bi­li­siert sie, was beschäf­tigt die Fami­li­en, was bedeu­tet Arbeits­platz­si­cher­heit. Das sind alles wich­ti­ge Themen.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB

Anhand einer Aus­stel­lung zum The­ma Reduk­ti­on von CO2“, die der­zeit im Atri­um des ZF-Büro­ge­bäu­des in Pas­sau-Patri­ching zu sehen ist, erklär­ten Klaus Jasch­ke und Ger­not Hein der Besu­cher­grup­pe, wie das Unter­neh­men auf eine bes­se­re, gesün­de­re Umwelt hinarbeitet. 

Wir küm­mern uns nicht erst seit der aktu­el­len glo­ba­len Debat­te aktiv dar­um, die Umwelt zu scho­nen und Emis­sio­nen zu redu­zie­ren“, so Jasch­ke. Dies gelingt einer­seits durch das brei­te Pro­dukt­port­fo­lio für die E‑Mobilität, denn ZF bie­tet elek­tri­sche Antriebs­lö­sun­gen für alle Fahr­zeug­klas­sen, vom E‑Bike bis hin zum 40-Ton­ner. Am Stand­ort Pas­sau pro­du­ziert ZF bei­spiels­wei­se eine Elek­tro­por­talach­se für Bus­se, die das voll elek­tri­sche Fah­ren im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr ermög­licht. Neben Neu­ent­wick­lun­gen für die Elek­tro­mo­bi­li­tät legt ZF auch gro­ßen Wert dar­auf, kon­ven­tio­nel­le Antrie­be immer effi­zi­en­ter und emis­si­ons­är­mer zu machen. 

Ich glau­be auch, dass die hohe Iden­ti­fi­ka­ti­on der Mit­ar­bei­ter damit zu tun hat, dass es ein Genera­tio­nen­un­ter­neh­men ist. Vie­le der Mit­ar­bei­ter arbei­ten dort schon in zwei­ter oder drit­ter Genera­ti­on. Man merkt, dass sie fest in der Hei­mat ver­wur­zelt sind und des­halb habe ich das Gespräch sehr ger­ne gesucht.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB

Hier können Sie den Radiobeitrag zum Besuch bei ZF anhören:

Ande­rer­seits bemüht sich ZF am Stand­ort Pas­sau auch dar­um, den eige­nen CO2-Fuß­ab­druck als pro­du­zie­ren­des Indus­trie­un­ter­neh­men mög­lichst klein zu hal­ten. So wur­den in den letz­ten Jah­ren viel­sei­ti­ge Pro­jek­te und Aktio­nen zum Umwelt­schutz umge­setzt. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se ein Block­heiz­kraft­werk, mit dem ein Teil des Ener­gie­be­darfs des Werks in Patri­ching umwelt­freund­lich direkt vor Ort pro­du­ziert wird. 

In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren wur­den allei­ne zum The­ma Ener­gie­ef­fi­zi­enz ins­ge­samt 70 Teil­pro­jek­te mit einem Gesamt­vo­lu­men von acht Mil­lio­nen Euro umge­setzt“, berich­tet Jasch­ke. Dadurch konn­ten wir eine CO2-Erspar­nis von rund 15.000 Ton­nen pro Jahr rea­li­sie­ren.“ Das ent­spricht in etwa dem jähr­li­chen CO2-Aus­stoß, der von rund 2.000 Per­so­nen in Deutsch­land emit­tiert wird.

Der Besuch von Bischof Ste­fan bei ZF in Patri­ching ende­te mit einem gemein­sa­men Mittagessen.

Bil­der: ZF / Tho­mas König
Text: ZF Pas­sau / pbp