Soziales

Praktisch gelebte Nächstenliebe

Pressemeldung am 18.11.2022

Info Icon Foto: Andreas Kaiser / Bonifatiuswerk
Gottesdienst in der Kirche St. Eugenia in Stockholm

„Das Kind einer jungen Mutter wartet nicht darauf, während bestimmter Öffnungszeiten geboren zu werden.“ Das sagt Schwester Margareta Kühn, Geschäftsführerin der „Manege“ in Berlin. Das Haus, in dem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche Zuflucht finden können, ist rund um die Uhr geöffnet. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken unterstützt die „Manege“ finanziell bei ihrer wichtigen Arbeit. Die Einrichtung ist eines der Beispielprojekte des bundesweiten Diaspora-Sonntags.

Die­sen bege­hen die katho­li­schen Chris­tin­nen und Chris­ten in Deutsch­land am kom­men­den Sonn­tag, 20. Novem­ber, und sam­meln in allen Got­tes­diens­ten für Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken, die in der Min­der­heit ihren Glau­ben leben. Mit die­sen Kol­lek­ten finan­ziert das Boni­fa­ti­us­werk einen Groß­teil sei­ner Arbeit. Das Hilfs­werk mit Sitz in Pader­born unter­stütz­te im ver­gan­ge­nen Jahr mehr als 700 ver­schie­de­ne Pro­jek­te in Nord- und Ost­deutsch­land sowie in Nord­eu­ro­pa und im Bal­ti­kum mit fast elf Mil­lio­nen Euro. Eben­so infor­miert das Hilfs­werk für den Glau­ben und der Soli­da­ri­tät über die Situa­ti­on in sei­nen För­der­ge­bie­ten.

Das Leit­wort der dies­jäh­ri­gen Dia­spo­ra-Akti­on heißt ​„Mit DIR zum WIR.“ ​„Die Hil­fe für unse­re Glau­bens­ge­schwis­ter, die in einer extre­men Min­der­heit leben, ist ganz prak­tisch geleb­te Nächs­ten­lie­be“, sagt Mon­si­gno­re Georg Aus­ten, Gene­ral­se­kre­tär des Boni­fa­ti­us­wer­kes. Das dies­jäh­ri­ge Leit­wort möch­te dazu ermu­ti­gen, die Bedeu­tung christ­li­cher Gemein­schaft (neu) schät­zen zu ler­nen. ​„Daher bit­ten wir alle herz­lich um ihre Unter­stüt­zung, im Gebet, im Han­deln und finan­zi­ell – ob als Kol­lek­te im Got­tes­dienst oder per Online-Spen­de. Wir schaf­fen Orte wie die ​‚Mane­ge‘, an denen Men­schen Gemein­schaft, Gebor­gen­heit und Zuwen­dung erfah­ren. Sie sind Leucht­tür­me des christ­li­chen Glau­bens, die in die Gesell­schaft aus­strah­len“, sagt Aus­ten wei­ter.

Die ​„Mane­ge“ im Ber­li­ner Bezirk Mar­zahn-Hel­lers­dorf unter­stützt Jugend­li­che bei­spiels­wei­se auf ihrem Weg in den Arbeits­markt. Dar­über hin­aus enga­gie­ren sich die Ver­ant­wort­li­chen der­zeit gemein­sam mit dem Erz­bis­tum und der Cari­tas Ber­lin in der Betreu­ung geflüch­te­ter ukrai­ni­scher Wai­sen­kin­der.

Das zwei­te Bei­spiel­pro­jekt der Dia­spo­ra-Akti­on ist die Pfarr­ge­mein­de St. Euge­nia im schwe­di­schen Stock­holm. Die stark wach­sen­de inter­na­tio­nal gepräg­te Gemein­de zählt mitt­ler­wei­le 10.000 Mit­glie­der, die Räum­lich­kei­ten sind aller­dings nur für halb so vie­le aus­ge­legt. Das Boni­fa­ti­us­werk will dazu bei­tra­gen, dass mehr Platz für Got­tes­dienst und päd­ago­gi­sche Ange­bo­te ent­steht.

Rund um den Dia­spo­ra-Sonn­tag lädt das Boni­fa­ti­us­werk zudem dazu ein, sich ver­stärkt mit der Situa­ti­on katho­li­scher Chris­ten in Min­der­hei­ten­si­tua­tio­nen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Auf der Inter­net­sei­te www​.mit​-dir​-zum​-wir​.de hält das Hilfs­werk dazu Akti­ons­ma­te­ri­al bereit, unter ande­rem ein The­men­heft für Gemein­den, Grup­pen oder Schu­len. Got­tes­dienst-Impul­se geben Tipps, wie der Dia­spo­ra-Sonn­tag in beson­de­rer Wei­se gestal­tet wer­den kann. Sie kön­nen kos­ten­frei unter shop​.boni​fa​ti​us​werk​.de bestellt wer­den.

Am Sonn­tag, 6. Novem­ber, hat das Boni­fa­ti­us­werk die dies­jäh­ri­ge Dia­spo­ra-Akti­on in Spey­er eröff­net. Orts­bi­schof Dr. Karl-Heinz Wie­se­mann fei­er­te dazu ein Pon­ti­fi­kal­amt im Speye­rer Dom. Beim anschlie­ßen­den Fest­akt wur­de der mit 10.000 Euro dotier­te Boni­fa­ti­us­preis ver­lie­hen.

Das Boni­fa­ti­us­werk der deut­schen Katho­li­ken finan­ziert sich aus Kol­lek­ten, Spen­den und Nach­läs­sen. Die Hil­fe glie­dert sich in die Berei­che Bau- und Ver­kehrs­hil­fe, Kin­der- und Jugend­hil­fe sowie Glaubenshilfe.

Text: Boni­fai­us­werk

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