Soziales

Caritas international: Wie funktioniert weltweite Katastrophenhilfe?

Mona Lechner am 18.01.2023

Dr. Oliver Müller, Caritas international Foto: Pressestelle Caritas international

Unter dieser Fragestellung fand am 17.01.2023 um 19 Uhr ein Online-Vortrag von Dr. Oliver Müller, dem Leiter von Caritas international, mit anschließender Fragerunde statt. Als Teil der deutschen Caritas ist das Netzwerk für weltweite Katastrophenhilfe in Zeiten anwachsender Krisen und Konflikte zuständig.

Natio­na­le Cari­tas­stel­len mit dem gemein­sa­men Ziel der huma­ni­tä­ren Hil­fe sind in 165 Staa­ten ver­tre­ten. Cari­tas inter­na­tio­nal enga­giert sich mit 640 Pro­jek­ten in 80 Län­dern in Berei­chen wie Kata­stro­phen­hil­fe und ‑vor­sor­ge, Flucht und Migra­ti­on oder Rech­te für Kin­der. Dar­über hin­aus unter­hält sie zahl­rei­che Koope­ra­tio­nen und Part­ner­schaf­ten mit wei­te­ren Hilfsorganisationen. 

Das Cha­ris­ma der Orga­ni­sa­ti­on lebt in der kon­kre­ten Hil­fe für Bedürftige.”

Dr. Oliver Müller, Leiter der Caritas international

Inner­halb Deutsch­lands wur­den zuletzt gro­ße Mit­tel für die Flut­ka­ta­stro­phe im Ahr­tal auf­ge­wen­det, auch in Pas­sau hat Cari­tas inter­na­tio­nal einen Bei­trag geleis­tet. Welt­weit lässt sich eine stark anstei­gen­de Not­wen­dig­keit der huma­ni­tä­ren Unter­stüt­zung ver­zeich­nen. Nur etwa ein Drit­tel der Men­schen, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind, wird die­se zuteil. Adäquat dazu steigt auch der finan­zi­el­le Bedarf, der bei einer nicht­staat­li­chen Orga­ni­sa­ti­on wie Cari­tas inter­na­tio­nal größ­ten­teils durch das Enga­ge­ment pri­va­ter Spen­de­rin­nen und Spen­der gedeckt wird. Eines der Haupt­an­lie­gen als Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on ist es dabei, von den Bedürf­nis­sen der Men­schen vor Ort und nicht von den eige­nen Mög­lich­kei­ten aus­zu­ge­hen”, so Dr. Oli­ver Mül­ler. Aus die­sem Grund sind Sach­spen­den nicht immer dazu geeig­net, Men­schen in Kri­sen­ge­bie­ten zu hel­fen. Medi­ka­men­te und Klei­dung wer­den vor­zugs­wei­se in den betrof­fe­nen Län­dern erworben.

Prin­zi­pi­en und Leit­li­ni­en der Arbeit von Cari­tas inter­na­tio­nal sind bei­spiels­wei­se eine gute Orts­kennt­nis, Ver­trau­en in die Kom­pe­tenz der Part­ner, Respekt und Schutz der Wür­de von Men­schen in Not, Hil­fe zur Selbst­hil­fe und Unter­stüt­zung unab­hän­gig von eth­ni­scher Zuge­hö­rig­keit, Reli­gi­on und Nationalität. 

Trä­ger der Ver­an­stal­tung waren das Depart­ment für katho­li­sche Theo­lo­gie in Pas­sau, der Ver­ein der Freun­de und För­de­rer des Mas­ter­stu­di­en­gangs Cari­tas, die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung in Stadt und Land­kreis Pas­sau e. V., die Katho­li­schen Stu­den­ten­ge­mein­de Pas­sau, der Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau e. V. und das Men­to­rat für Lehr­amts­stu­die­ren­de der Uni­ver­si­tät Pas­sau. Unter der Mode­ra­ti­on von Prof. Dr. Bern­hard Bley­er bil­de­te der Vor­trag die Auf­takt­ver­an­stal­tung einer Koope­ra­ti­on über die Gren­zen des Depart­ments hinaus.

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