Soziales

Caritas Passau: Wir sind solidarisch mit den Pflegekräften

Pressemeldung am 09.03.2021

Caritas konradinum Foto: Berger / pbp

Die Solidarität mit den Pflegekräften hat der Caritasverband für die Diözese Passau e.V. eindeutig bekräftigt. Auch künftig wird sich die Caritas für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege einsetzen.

Des­halb muss der Vor­wurf, die Cari­tas ver­hin­de­re höhe­re Löh­ne für Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger, dif­fe­ren­ziert wer­den, so die Pas­sau­er Cari­tas­vor­stän­de, Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der als Bischöf­lich Beauf­trag­ter und Micha­el End­res als Cari­tas­di­rek­tor. Wir bedau­ern es, dass kei­ne gemein­sa­me ein­heit­li­che Lösung gefun­den wer­den konn­te. Der Tarif­ver­trag Alten­pfle­ge wäre aller­dings auch kei­ne ziel­füh­ren­de Lösung gewesen“.

Die Finan­zie­rung der Pfle­ge müs­se grund­le­gend refor­miert wer­den. Nur so kann der Beruf attrak­ti­ver wer­den und der Per­so­nal­man­gel in die­sem Bereich, der in der Coro­na­kri­se noch schmerz­haf­ter zu spü­ren sei, beho­ben werden.

Wir sind soli­da­risch mit den Pfle­ge­kräf­ten“, beto­nen die Pas­sau­er Vor­stän­de, auch wenn der Vor­schlag eines all­ge­mein­ver­bind­li­chen Tarif­ver­tra­ges für die Alten­pfle­ge abge­lehnt wur­de. Einen sol­chen hat­ten der Bun­des­ver­band der Arbeit­ge­ber in der Pfle­ge (BVAP) und die Gewerk­schaft ver.di aus­ge­han­delt. Ohne Zustim­mung von Cari­tas und Dia­ko­nie kann der Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter die­sen für die Alten­pfle­ge nicht all­ge­mein ver­bind­lich erklä­ren. Bes­ser sei der Vor­schlag des Gesund­heits­mi­nis­ters, dass künf­tig als Anbie­ter von Pfle­ge nur noch die Arbeit­ge­ber zuge­las­sen wer­den, die sich an ein Tarif­werk bin­den. Ver.di kön­ne sich mit der Cari­tas gemein­sam für eine wei­te­re deut­li­che­re Ver­bes­se­rung der Lohn- und Arbeits­si­tua­ti­on in der Pfle­ge ein­set­zen. Dazu gäbe es geeig­ne­te­re Wege als die­sen Tarifvertrag.

Caritas zahlt höhere Löhne und bietet zusätzliche Leistungen

War­um der Tarif­ver­trag von der Arbeits­recht­li­chen Kom­mis­si­on der Cari­tas auf Bun­des­ebe­ne abge­lehnt wur­de, begrün­den die Pas­sau­er Cari­tas­vor­stän­de so: Klar ist es eine schwie­ri­ge Ent­schei­dung gewe­sen und schon gar nicht gegen die Pfle­ge­kräf­te gerich­tet. Die bei der Cari­tas in der Pfle­ge Beschäf­tig­ten wer­den mit dem bestehen­den eige­nen AVR-Tarif schon jetzt höher ent­lohnt. In dem vor­ge­leg­ten Tarif­ver­trag feh­len Rege­lun­gen zu einer betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge, zu pass­ge­nau­en Arbeits­zeit­mo­del­len und zu Zuschlä­gen für Über­stun­den“. Zudem müss­te die immer noch gro­ße Kluft zwi­schen den Niveaus der unter­schied­li­chen Tari­fe in der Alten­hil­fe ange­gli­chen wer­den. Die Basis für alter­na­ti­ve Rege­lun­gen mit allen Ver­ant­wort­li­chen bie­te die 5. Pfle­ge­kom­mis­si­on. Außer­dem könn­ten Kos­ten­trä­ger sich künf­tig an dem deut­lich nied­ri­ge­ren Niveau des Tarif­ver­tra­ges Alten­hil­fe ori­en­tie­ren und die Leis­tun­gen sen­ken. Das wür­de Ein­rich­tun­gen, die höhe­re Löh­ne bezah­len, mit Mehr­kos­ten belas­ten, die nie­man­dem zuzu­mu­ten sei­en; beson­ders nicht den Pflegebedürftigen.

Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas

Die Arbeits­recht­li­che Kom­mis­si­on der Cari­tas (AK) ist unab­hän­gig und trifft ihre Ent­schei­dung zu den Arbeits­be­din­gun­gen der Beschäf­tig­ten inner­halb der Cari­tas ohne Betei­li­gung oder Wei­sungs­recht ande­rer Orga­ne des Ver­ban­des. Der 62-köp­fi­gen AK gehö­ren 31 Mit­glie­der der Dienst­ge­ber- und 31 Mit­glie­der der Dienst­neh­mer­sei­te an; sie sind zustän­dig für die Gestal­tung des Arbeits­rechts für Ein­rich­tun­gen und Diens­te der Cari­tas in Deutsch­land. Sie beschließt unab­hän­gig den cari­tas­ei­ge­nen AVR-Tarif. Das Arbeit­neh­mer­ent­sen­de­ge­setz sieht vor, dass die Arbeits­recht­li­chen Kom­mis­sio­nen von Cari­tas und Dia­ko­nie Anträ­ge auf die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung von Tarif­ver­trä­gen in der Pfle­ge prüfen.

Quel­le: Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau (can.)

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