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"Das Leben erzählen"

Pressemeldung am 11.09.2020

IMG 3818 info-icon-20px Foto: König / pbp

Am 13. September 2020 begeht die katholische Kirche den 54. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Wie in den vergangenen Jahren hat Papst Franziskus dazu eine Botschaft mit dem Titel „‚Damit du deinem Sohn und deinem Enkel erzählen kannst‘ (Ex 10,2). Das Leben wird Geschichte“ veröffentlicht. Lesen Sie hier einen Beitrag von Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart). Außerdem finden Sie die Botschaft von Papst Franziskus in voller Länge.

Zum Welt­tag der sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel erklärt der Vor­sit­zen­de der Publi­zis­ti­schen Kom­mis­si­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Bischof Dr. Geb­hard Fürst (Rot­ten­burg-Stutt­gart):

Unser Glau­be lebt von Erzäh­lun­gen, ja unse­re gan­ze Mensch­heits­ge­schich­te beruht auf dem Erzäh­len und Wei­ter­ge­ben von Erfah­run­gen und Wis­sen. Dar­auf macht Papst Fran­zis­kus in sei­ner dies­jäh­ri­gen Bot­schaft zum Welt­tag der sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel auf­merk­sam, den die Kir­che am kom­men­den Wochen­en­de begeht. Wir haben die Wahr­heit guter Geschich­ten nötig wie den Atem“, schreibt der Papst. Der Mensch ist ein Erzäh­ler. (…) Geschich­ten prä­gen uns, sie for­men unse­re Über­zeu­gun­gen und unser Ver­hal­ten, sie kön­nen uns dabei hel­fen, zu ver­ste­hen und zu sagen, wer wir sind.“ Das gilt für Mär­chen, Roma­ne, Sagen und Fabeln und die bibli­schen Geschich­ten. Wir wer­den von all die­se Erzäh­lun­gen beein­flusst, neh­men uns die Figu­ren als Vor­bil­der, ori­en­tie­ren uns an ihrem Han­deln, ihren Werten. 

Beim Ein­tau­chen in die Geschich­te kön­nen wir heroi­sche Beweg­grün­de fin­den, die uns hel­fen, uns den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens zu stel­len“, so Papst Fran­zis­kus. Auch in der aktu­ell glo­ba­len Kri­se der Coro­na-Pan­de­mie ver­mö­gen wir dar­auf zurück­zu­grei­fen. Die Erfah­run­gen des Lock­downs, von Ein­sam­keit, Still­stand und Iso­la­ti­on kön­nen wir reflek­tie­ren durch Erzäh­lun­gen. Wir kön­nen, gera­de auch durch bibli­sche Tex­te wie die Psal­men, Trost und Zuver­sicht finden. 

Unser Mit­ein­an­der hat sich durch die Pan­de­mie eben­falls ver­än­dert. Fami­lie, Freun­de, Arbeits­kol­le­gen, oft haben wir sie wochen­lang nicht gese­hen und müs­sen auch jetzt noch Abstand hal­ten und Acht geben. Unse­re Akti­vi­tä­ten waren ein­ge­schränkt. Umso wich­ti­ger wur­den ande­re Wege der Kom­mu­ni­ka­ti­on für uns, um den Kon­takt unter­ein­an­der zu hal­ten. Tele­fo­na­te mit den Ver­wand­ten, Geburts­tags­grü­ße per SMS, der Aus­tausch mit Klas­sen­ka­me­ra­den im Chat über die sozia­len Medi­en – das alles hat uns durch die­se Zeit getra­gen. Das Erzäh­len und Tei­len der Erleb­nis­se, egal über wel­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge, hat uns zusam­men- und leben­dig gehalten. 

Es ist gut, dass wir Medi­en haben, die Geschich­ten des Lebens in die­sen Wochen und Mona­ten erzählt haben. Es waren auch Geschich­ten des Ster­bens. In allen Geschich­ten, auch unse­ren Lebens­ge­schich­ten, wird eines deut­lich: Es lohnt, vom Leben zu erzäh­len, um Erfah­run­gen und Emo­tio­nen, um Wis­sen und Ver­ant­wor­tung auch an künf­ti­ge Genera­tio­nen wei­ter­zu­ge­ben. Der dies­jäh­ri­ge Medi­en­sonn­tag lädt ein, die­se Geschich­ten zu erzäh­len, für die Gegen­wart und die kom­men­de Genera­ti­on. Medi­en hel­fen uns dabei – ob das Inter­net oder das noch immer und stets aktu­el­le gedruck­te Buch. Die größ­te aller Geschich­ten ist und bleibt die Hei­li­ge Schrift. Sie zu erzäh­len, lohnt das gan­ze Leben.

Hin­weis:
Die Bot­schaft von Papst Fran­zis­kus zum 54. Welt­tag der sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel ist als pdf-Datei unter www​.dbk​.de auf der The­men­sei­te Welt­tag der sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel (Medi­en­sonn­tag) verfügbar.

Quel­le: Deut­sche Bischofskonferenz