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Bistum

Digitales Donaugebet in Zeiten der Pandemie

Pressemeldung am 24.06.2020

20200602 110736 info-icon-20px Foto: Karl-Heinz Junghanns
Aufnahmen zum digitalen Donaugebet am Donaukreuz: Von links: Marlis Thalhammer, Pfarrer Josef Göppinger, Josef Kastenhuber, Dr. Monika Vogl, OKR und Regionalbischof Klaus Stiegler, Dekan Heinrich Blömecke, Pfarrerin Astrid Sieber, Christian Slavik

„Krisenzeiten öffnen neue Wege!“ Mit diesen Worten führt Marlis Thalhammer vom Ökumenischen Aktionskreis „Lebendige Donau“ in das digitale Donaugebet ein, das am Sonntag, den 28. Juni, um 17 Uhr, auf Youtube frei geschaltet wird. „Alle Schöpfungsbegeisterten sind eingeladen, die Jahresfeier der Kreuzsegnung von zuhause aus mit uns zu feiern.“ Pfarrerin Astrid Sieber und Mitglieder der evangelischen Gemeinde Hengersberg haben diesen digitalen Weg ermöglicht. Römerbrief, Dietrich Bonhoeffer und Laudato Si inspirieren Schöpfungsgebet.

Wie beten in der Zeit der Pan­de­mie? Die­se Fra­ge beschäf­tig­te die Vor­be­rei­ten­den vom Öku­me­ni­schen Akti­ons­kreis. Pfar­rer Josef Göp­pin­ger, Regen, spannt in sei­ner Sta­tio den welt­wei­ten Bogen der dra­ma­ti­schen Gescheh­nis­se. Dekan Hein­rich Blö­me­cke, Moos, zitiert das Gebet von Papst Fran­zis­kus bei der Eröff­nung des Akti­ons­jah­res Lau­da­to Si“ Ende Mai zum 5‑jährigen Erschei­nen des­sen bekann­ten Umwelt­en­zy­kli­ka. Pfar­re­rin Astrid Sie­ber, Hen­gers­berg, erin­nert an ein Gebet von Diet­rich Bon­hoef­fer aus der Gefäng­nis­zel­le im Win­ter 1943/44: Ich glau­be, dass Gott aus allem, auch aus dem Böses­ten, Gutes ent­ste­hen las­sen kann und will. Dafür braucht er Menschen…“

Im Zen­trum der Fei­er am Sonn­tag steht jedoch die Anspra­che von Ober­kir­chen­rat und Regio­nal­bi­schof für den Kir­chen­kreis Regen­burg Klaus Stiegler. Er führt tief in die Fra­ge hin­ein, wie ange­sichts der welt­wei­ten Bedro­hun­gen beten und zeigt, aus­ge­hend von Wor­ten des Apos­tels Pau­lus im Römer­brief, einen Weg, der zu Frei­heit und ver­trau­en­dem Han­deln führt. Die Pau­lus­wor­te, oft auch als Hohes Lied der Hoff­nung“ benannt, sind unver­min­dert aktu­ell und rich­tungs­wei­send, auch nach fast 2000 Jahren.

Nach dem Gebet für die Erde“ aus Lau­da­to Si und dem gemein­sa­men Vater­un­ser beschließt Pfar­re­rin Astrid Sie­ber mit einem Segens­spruch das beson­de­re Donaugebet.

Neben dem Musi­ker Chris­ti­an Sla­vik mit sei­ner Oka­ri­na-Flö­te umrah­men Ein­spie­lun­gen von den Anto­ni­blä­sern, Oster­ho­fen, und dem Chor­kreis Nie­der­al­teich musi­ka­lisch die Fei­er. Sie haben in den ver­gan­ge­nen 2 Jahr­zehn­ten in gro­ßer Treue jedes Jahr am letz­ten Sonn­tag im Juni unterm Donau­kreuz mitgewirkt. 

Hier kön­nen Sie am Sonn­tag, ab 17 Uhr dabei sein:

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Hin­ter­grund zur Jah­res­fei­er der Kreuz­seg­nug:
Der letz­te Sonn­tag im Juni steht seit 25 Jah­ren im Zei­chen des Geden­kens an die Errich­tung des Kreu­zes am Nie­der­al­tei­cher Donau­ufer. Die hef­ti­ge poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung um den Aus­bau der Donau zwi­schen Strau­bing und Vils­ho­fen mit 3 Stau­stu­fen und einem 10 km lan­gen Sei­ten­ka­nal ver­sam­mel­te damals vie­le enga­gier­te Gläu­bi­ge, um Zei­chen der christ­li­chen Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung zu set­zen. Dort wo es um Natur geht, geht es um Schöp­fung. Und wo es um Schöp­fung geht, geht es um Reli­gi­on.“ Die­ses Wort von Abt Emma­nu­el Jung­claus­sen OSB, von der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Nie­der­al­teich, öff­ne­te die Tür zu den jähr­li­chen Öku­me­ni­schen Donau­seg­nun­gen und den monat­li­chen Donau­ge­be­ten seit­her. Auch in Ober­al­teich ver­sam­mel­ten sich seit 1996 Chris­ten aus dem Strau­bin­ger Land­kreis zur glei­chen Stun­de zum Gebet. Nach der poli­ti­schen Ent­schei­dung 2013 für den sanf­ten Donau­aus­bau ohne Stau­stu­fen haben die Schöp­fungs­ge­be­te jedoch nichts von ihrer Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren. Sie sind inzwi­schen glo­ba­ler gewor­den. Umwelt­fra­gen und Brenn­punk­te in unse­rem Land und welt­weit fül­len ihre Anlie­gen. Dass jede Andacht immer wie­der von einer ande­ren Grup­pe gestal­tet wird, schafft eine gro­ße Krea­ti­vi­tät und Dyna­mik. In den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren haben über 100 ver­schie­de­ne Grup­pie­run­gen aus unse­rer Regi­on ver­schie­dent­lich die monat­li­chen Gebe­te am Donau­ufer gestaltet.

Text: Mar­lis Thalhammer