Bistum

Einladung und Hinweise zu den Exerzitien

Redaktion am 19.01.2023

Teamfoto Foto: Referat Exerzitien und Spiritualität
Das Vorbereitungsteam (v. li n. re): Isabella Loibl, Brigitta Neckermann-Lipp, Dr. Ruth Schneider

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Exerzitien im Alltag, ermutigende, stärkende Worte, Gedanken und Bilder können wir brauchen! Im Grunde wissen wir, dass unser Leben begrenzt und fragil ist. In letzter Zeit rückt dies wieder mehr in unser Bewusstsein.

Kri­sen erschüt­tern die Welt und auch unser Leben ist viel­fach unsi­che­rer gewor­den. Als Chris­tin­nen und Chris­ten wer­den wir ange­fragt und suchen doch oft selbst nach Ant­wor­ten. Die Sehn­sucht nach Halt, nach lie­be­vol­ler Zuwen­dung, nach Heil und Hei­lung ist da. Unser Glau­be ist kei­ner, der beschö­nigt, son­dern ein Glau­be, der hilft, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu bestehen. Wir ver­trau­en dar­auf, dass Gott, der stark und treu ist, uns hält. Die­ses Ver­trau­en muss immer wie­der neu gestärkt wer­den, um wach­sen zu können.

So wol­len die Exer­zi­ti­en im All­tag ermu­ti­gen,
• die Rea­li­tät anzu­schau­en und wahr­zu­neh­men,
• der Zusa­ge Got­tes zu trau­en, dass er immer bei uns ist,
• dem Leben­di­gen und Guten im All­tag auf der Spur zu blei­ben,
• für Gerech­tig­keit und Soli­da­ri­tät ein­zu­ste­hen
• und das Ver­trau­en auf Got­tes Bei­stand wach­sen zu lassen.

Für das Vor­be­rei­tungs­team
Bri­git­ta Neckermann-Lipp

Strahlt Licht aus!
Beginnt alles mutig,
ver­treibt die Dun­kel­heit
und strahlt Licht aus.

Denkt nicht an eure eige­nen Schwä­chen,
son­dern erkennt, dass euch alles mög­lich ist
in Chris­tus, dem Gekreuzigten.

Ich wer­de euch zur Sei­te ste­hen
mit jener unsicht­ba­ren Gegen­wart,
die der Hei­li­ge Geist schenkt,
und ich wer­de euch nie ver­las­sen.
Katha­ri­na von Siena

Hinweise

In den Exer­zi­ti­en im All­tag neh­men Sie sich bewusst Zeit für Ihre Bezie­hung zu Gott, um immer offe­ner zu wer­den für ihn in Ihrem ganz kon­kre­ten, per­sön­li­chen Leben. Exer­zi­ti­en im All­tag sind eine beson­de­re Zeit, die gestal­tet sein will. Machen Sie Erfah­run­gen, was zu Ihnen und Ihrem All­tag passt, fin­den Sie eine Balan­ce zwi­schen Selbst­dis­zi­plin und Gelassenheit.

Den Tag gestal­ten
Hilf­reich ist es, eine Tages­struk­tur zu fin­den:
• Begin­nen Sie den Tag mit einem Gebet, das kann ein Kreuz­zei­chen noch im Bett sein, ein Gebet aus dem Exer­zi­ti­en­heft oder ein Ihnen bekann­tes Gebet. Vor­schlä­ge fin­den Sie auch im Got­tes­lob Nr. 11.
• Gön­nen Sie sich eine per­sön­li­che Gebets­zeit: Neh­men Sie sich jeden Tag eine per­sön­li­che stil­le Zeit. Schau­en Sie, wann es dafür güns­tig ist: mor­gens, mit­tags, abends? Oder über­le­gen Sie am Abend, wel­che Zeit Sie sich am kom­men­den Tag dafür ein­pla­nen kön­nen.
• Been­den Sie den Tag mit einem Tages­rück­blick.
• Schau­en Sie zurück auf den ver­gan­ge­nen Tag. Bit­ten Sie Gott um einen lie­be­vol­len und ehr­li­chen Blick. Eine Anlei­tung dazu fin­det sich auf der Rück­sei­te des Heftes.

Die Impul­se in die­sem Heft ErMU­Ti­gung sol­len eine Hil­fe sein:
• vier Impul­se pro Woche mit einem Bild und Text, zur Ein­füh­rung in das Wochen­the­ma, die­nen Ihnen als Anre­gung, um ins Beten zu kom­men.
• Hal­ten Sie zu Beginn der Gebets­zeit kurz inne und spü­ren Sie nach, wohin es Sie heu­te zieht: Möch­ten Sie einen neu­en Impuls wahr­neh­men oder einen vor­her­ge­gan­ge­nen wie­der­ho­len? Oder gibt es einen ande­ren Text oder ein Ereig­nis aus Ihrem All­tag, das Sie beschäf­tigt?
• Es geht dar­um, inne­re Regun­gen wahr­zu­neh­men und nicht dar­um, ein
Pen­sum zu absol­vie­ren.
• Sie kön­nen sich vor­stel­len, dass Gott in der Gebets­zeit mit Ihnen auf den Impuls oder das Ereig­nis schaut.
Für den Tag“: Am Ende des Impul­ses steht die Ein­la­dung, einen Gedan­ken aus dem Impuls in den All­tag mit­zu­neh­men.
• Am Abend schau­en Sie dar­auf zurück, wel­che Erfah­run­gen Sie mit den Impul­sen des Tages gemacht haben oder was Sie sonst aus dem Tag noch
beschäf­tigt und brin­gen es vor Gott. Der Tages­rück­blick am Ende des Hef­tes kann dafür eine Hil­fe sein.

Die per­sön­li­che Gebets­zeit
• Fin­den Sie einen Ort, an dem Sie auf­merk­sam eini­ge Zeit da sein kön­nen. Der Ort kann wech­seln. Es ist gut, sich am Abend vor­her Gedan­ken zu machen
wann und wo am nächs­ten Tag Zeit und Ort für Sie und Gott sein kann.
• Fin­den Sie Mög­lich­kei­ten, unge­stört zu blei­ben: Han­dy stumm schal­ten, einen Notiz­zet­tel bereit haben für Din­ge, die Sie nicht ver­ges­sen dür­fen,
Schild an die Tür: Bit­te nicht stö­ren“, Kurzzeitwecker/​Timer stel­len, um nicht auf die Uhr zu schau­en …
• Set­zen Sie einen bewuss­ten Anfang: Ker­ze anzün­den, Kreuz­zei­chen, (inner­lich) spre­chen Gott, ich bin da“.
• Neh­men Sie wahr, wie Sie jetzt da sind (inne­re Stim­mung, kör­per­li­ches Befin­den, Gedan­ken).
• Sie brau­chen nichts zu leis­ten. Über­las­sen Sie Gott die Initia­ti­ve.
• Lesen Sie den Impuls lang­sam und las­sen Sie eige­ne Gedan­ken und Bil­der kom­men.
• Sagen Sie Gott wie es Ihnen geht, was jetzt in Ihnen da ist. Sie kön­nen Gott den Vater, Jesus Chris­tus oder die Kraft des Hei­li­gen Geis­tes anspre­chen.
• Been­den Sie die Gebets­zeit mit einem Gebet (eige­ne Wor­te oder ein vor­ge­ge­be­nes) und evtl. einer Ver­nei­gung, einem Kreuz­zei­chen.
• Las­sen Sie kurz nach­klin­gen: Wie ist es mir in der Gebets­zeit ergan­gen? Was ist wich­tig, was möch­te ich in den All­tag mit­neh­men?
• Machen Sie sich evtl. Noti­zen in einem Geist­li­chen Tage­buch“ oder im Exerzitienheft.

Eine geist­li­che Beglei­te­rin – einen geist­li­chen Beglei­ter fin­den.
Es ist gut, den Weg der Exer­zi­ti­en im All­tag nicht allei­ne zu gehen, obwohl das auch mög­lich ist.

Eine aus­ge­bil­de­te geist­li­che Beglei­tung kann Ihnen hel­fen, in Ein­zel­ge­sprä­chen die Erfah­run­gen aus den Exer­zi­ti­en zu reflek­tie­ren und die Spu­ren Got­tes im
All­tag bes­ser zu erken­nen. Sie weiß um die Anstren­gun­gen des Übens und der geist­li­chen Wege, so dass Sie von Fort­schrit­ten und Rück­schlä­gen, von Fra­gen, Zwei­feln und Ant­wor­ten, von logi­schen und schein­bar unlo­gi­schen inne­ren Bewe­gun­gen erzäh­len können.

Geist­li­che Beglei­tung ist grund­sätz­lich kostenlos. 

Sie kön­nen sich auch mit einer ande­ren Per­son, die auch die Exer­zi­ti­en im All­tag macht, zum Aus­tausch über Ihre Erfah­run­gen tref­fen, oder einen ande­ren (geist­li­chen) Men­schen, zu dem Sie Ver­trau­en haben, um Gesprä­che zur Beglei­tung bitten.

In all unse­rem Pla­nen, Vor­be­rei­ten und Tun dür­fen wir dar­auf ver­trau­en, dass die Initia­ti­ve von Gott aus­geht, dass er auf uns war­tet und uns ent­ge­gen kommt, wie Jesus gesagt hat: wer bit­tet, der emp­fängt; wer sucht, der fin­det; und wer­an­klopft, dem wird geöff­net“ Lk 11,10

Schrift­be­trach­tung nach Igna­ti­us von Loyo­la
Beten mit einer Bibelstelle

• Ich rich­te mich aus
Ich wäh­le eine Zeit und einen Ort und schaf­fe äuße­re Ruhe.
Ich wer­de ruhig, ach­te auf mei­nen Atem und las­se mich von Gott
anschau­en. Gedan­ken und Gefüh­le las­se ich kom­men und lege sie
bei­sei­te.

Ich spre­che Gott an
Ich bit­te dar­um, offen zu sein für ihn, für sein Wort, um wahr­zu­neh­men,
was er mir jetzt mit­tei­len will.
• Ich male mir die bibli­sche Sze­ne aus
Ich lese die Bibel­stel­le und las­se vor mei­nem inne­ren Auge die Bil­der
die­ser bibli­schen Sze­ne leben­dig wer­den: Land­schaft, Raum, Men­schen,
Geräu­sche, mich selbst in die­sem Geschehen.

• Ich ver­wei­le
Ich kann bei den inne­ren Bil­dern blei­ben oder Satz für Satz durch­ge­hen
und in mich hin­ein­hor­chen, wo ich mich wie­der­fin­de.
Ich ver­wei­le, wo ich ange­spro­chen, berührt, her­aus­ge­for­dert bin.
Wenn mich nichts betrifft: aus­hal­ten, war­ten, hoffen.

• Ich bete
Ich erzäh­le Gott, was jetzt in mir da ist. Ich darf mit ihm reden wie mit
einem guten Freund, einer guten Freun­din.
Ich dan­ke, lobe, bit­te, klage ….

• Ich been­de
Ich been­de die Gebets­zeit mit einem ver­trau­ten Gebet: z. B. Vater unser,
Ehre sei dem Vater …

• Ich schaue zurück
Nach der Gebets­zeit neh­me ich mir noch ein paar Minu­ten, um zurück­zu­schau­en:
Was habe ich erfah­ren oder neu erkannt? Was wur­de mir
geschenkt? Ich ach­te auf mei­ne Emp­fin­dun­gen und kann mir Noti­zen
machen.

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