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Jugend

Einweihung St. Maximilian

Pressemeldung am 21.10.2020

Bischof Einweihung St Max info-icon-20px Foto: Hofmeister / pbp

„Diese Eröffnung hätte eine Party mit allem Drum und Dran verdient“, bedauerte Bischof Stefan Oster SDB. Unter Corona-Einschränkungen weihte er am vergangenen Freitag das frisch renovierte Haus St. Maximilian ein, das nun nach vier langen Jahren Stillstand wieder junge Leute beleben sollen.

Vier Säulen für St. Max

Sie­ben kirch­li­che Jugend­ver­bän­de, das Minis­tran­ten­re­fe­rat der Diö­ze­se, das Bischöf­li­che Jugend­amt sowie die Beru­fungs­pas­to­ral sind in den Räum­lich­kei­ten direkt am Dom unter­ge­bracht. Außer­dem ste­hen Gäs­te­zim­mer, Tagungs- und Grup­pen­räu­me, eine klei­ne Turn­hal­le und der präch­ti­ge Roko­ko­saal für Ver­an­stal­tun­gen zur Ver­fü­gung. Wir sind umge­zo­gen, haben uns ein­ge­rich­tet, alles strahlt und glänzt – jetzt fehlt nur noch der Segen von oben“, sag­te Jugend­pfar­rer Wolf­gang De Jong. Die­sen spen­de­te der Bischof im Rah­men einer Wort­got­tes­fei­er im Dom, zu der die Haus­ge­mein­schaft, die Archi­tek­ten, Pla­ner, eini­ge Hand­wer­ker, der Diö­ze­san­steu­er­aus­schuss und die Ordi­na­ri­ats­lei­tung gela­den waren.

In sei­ner Pre­digt stell­te Bischof Oster die Fra­ge, wie es in die­ser Zeit gelin­gen kön­ne, jun­ge Men­schen für den christ­li­chen Glau­ben zu begeis­tern. Für einen nor­ma­len jun­gen Men­schen von heu­te, der nicht von der Fami­lie her in einem volks­kirch­li­chen Kon­text auf­wächst, ist die Opti­on christ­li­cher Glaube/​Kirche von all den vie­len Optio­nen, die er hat, inzwi­schen die am wenigs­ten plau­si­ble“ so der Bischof. Er ver­wies er auf sei­nen Ordens­va­ter Don Bosco, der ein Apos­tel für jun­ge Men­schen war. Die ers­ten Häu­ser, die er gegrün­det hat­te – heu­te wür­de man sie offe­ne Jugend­treffs“ nen­nen, soll­ten auf vier Säu­len ruhen: Sie soll­ten Orte von Fami­lia­ri­tät sein, von Spaß und Freu­de, von Lern­er­fah­run­gen und von Glaubenserfahrungen. 

Ich möch­te euch ermu­ti­gen: Gestal­tet! Das darf ein Haus mit jun­ger Atmo­sphä­re sein! Und da ist es auch nicht so tra­gisch, wenn die Wand mal dre­ckig wird”

Bischof Stefan Oster

Für das Haus St. Max wün­sche er sich daher, dass Jugend­li­che sich hier daheim füh­len könn­ten, dass sie hier etwas für ihr Leben ler­nen. Sie sol­len hier auch Gau­di machen dür­fen!“ Es dür­fe ruhig sicht­bar wer­den, dass dies ein Haus für jun­ge Men­schen sei. Ich möch­te euch ermu­ti­gen: Gestal­tet! Das darf ein Haus mit jun­ger Atmo­sphä­re sein! Und da ist es auch nicht so tra­gisch, wenn die Wand mal dre­ckig wird“, sag­te Bischof Oster. Durch den guten Umgang im Haus mit­ein­an­der und das gemein­sa­me Fei­ern von Got­tes­diens­ten soll­ten die jun­gen Gäs­te auch spü­ren kön­nen, dass hier etwas anders ist als bei der Feu­er­wehr oder im Fußballverein“.

Eltern opfern ganz viel von ihrem alten Leben zuguns­ten ihrer Kin­der, damit sie gut ins Leben kom­men“, so Bischof Oster: Wenn es uns als Glau­bens­ge­mein­schaft wich­tig ist, dass jun­ge Men­schen in die Wirk­lich­keit einer Freund­schaft mit Jesus fin­den, und wenn wir Glau­bens­fa­mi­lie sind – was müss­ten wir eigent­lich inves­tie­ren, gera­de heu­te, dass jun­ge Men­schen in die­se Erfah­rung finden!“

Mit der groß­zü­gi­gen Inves­ti­ti­on der Diö­ze­se in die Reno­vie­rung des Hau­ses wur­de ein Anfang gemacht. Stell­ver­tre­tend für den Lei­ter des Hau­ses St. Max, Dani­el Beh­rin­ger, dank­te Edith Drex­ler, Lei­te­rin des Minis­tran­ten­re­fe­rats allen Betei­lig­ten. Sie zitier­te aus dem Hebrä­er­brief: Ver­gesst die Gast­freund­schaft nicht; denn durch sie haben eini­ge, ohne es zu ahnen, Engel beher­bergt.“ Auf dem Dom­platz sol­le sicht­bar wer­den, dass hier vie­le jun­ge Men­schen sind, die etwas mit Gott zu tun haben oder ihn suchen.

Text und Bil­der: Anna Hofmeister