Das glauben wir

Exerzitien im Alltag - 3. Woche

Redaktion am 21.03.2022

Das Hohelied der Liebe

Wie gut tun Worte, die trösten, die loben, die Mut machen und Gutes sagen. Wie gut tun menschliche Worte, die ehrlich gemeint sind. Wie gut tun deine WORTE Jesus, die uns mit deiner Welt verbinden, die uns Hoffnung und Zukunft schenken, die Wahrheit sind. Deine WORTE bewirken Heil und Leben. Du willst, dass wir heil und ganz werden, dass wir leben aus dir und mit dir. Lass uns dein WORT hören und heilend in uns aufnehmen.

1. Impuls: mein Herz öffnen

Wahr­neh­mungs­übung
Ich set­ze mich auf­recht auf einen Stuhl und atme ruhig ein und aus. Jeden Bereich mei­nes Lei­bes, von den Füßen bis zum Kopf, neh­me ich wahr. Jedes Kör­per­teil, das ich spü­re, über­las­se ich etwas mehr der Schwer­kraft. Ich neh­me mei­nen Atem im Brust­be­reich wahr und stel­le mir vor, dass beim Ein­at­men von vor­ne, von hin­ten und von bei­den Sei­ten, fri­sche Luft in mein Herz ein­strömt.
Ich stel­le mir vor, dass mein gesam­tes Herz beim Ein­at­men mit fri­schem Sau­er­stoff ver­sorgt wird. Beim Aus­at­men stel­le ich mir vor, wie Span­nun­gen, ver­brauch­te Ener­gie, Schla­cken, Schwe­re und Angst sanft die Herz­re­gi­on ver­las­sen. Mit jedem Atem­zug kann mein Herz in mei­ner Vor­stel­lung leich­ter, luf­ti­ger, leben­di­ger wer­den.
Nach ein paar Minu­ten gehe ich über in die Vor­stel­lung oder die Erin­ne­rung an einen Zustand von Glück, Zart­heit, Zärt­lich­keit und lie­be­vol­lem Umgang. Ich stel­le mir vor, dass sich die­se Emp­fin­dung vom Brust- und Herz­be­reich aus auf den gan­zen Kör­per aus­brei­tet: in mei­nen Rumpf- und Becken­be­reich, mei­nen Kopf, in mei­ne Arme und Bei­ne. Ich been­de die Übung, atme ein paar­mal tief ein und aus, öff­ne die Augen, bewe­ge Hän­de und Füße, stre­cke und recke mich und gähne.

Wort für den Tag
Ein guter Mensch bringt Gutes her­vor, weil in sei­nem Her­zen Gutes ist“. (Lk 645)

Gebet
Gott, du lässt mein Herz weit wer­den
damit es sich dem Leben und dem Glück über­lässt
und offen ist für dei­ne Liebe.

2. Impuls: mein Anliegen aussprechen

Wort Got­tes Lk 18, 3543
Es geschah aber: Jesus kam in die Nähe von Jeri­cho, da saß ein Blin­der an der Stra­ße und bet­tel­te.
Er hör­te, dass vie­le Men­schen vor­bei­gin­gen, und frag­te: Was hat das zu bedeu­ten? Man berich­te­te ihm: Jesus von Naza­ret geht vor­über. Da rief er: Jesus, Sohn Davids, hab Erbar­men mit mir! Die Leu­te, die vor­aus­gin­gen, befah­len ihm zu schwei­gen. Er aber schrie noch viel lau­ter: Sohn Davids, hab Erbar­men mit mir!
Jesus blieb ste­hen und ließ ihn zu sich her­füh­ren. Als der Mann vor ihm stand, frag­te ihn Jesus: Was willst du, dass ich dir tue? Er ant­wor­te­te: Herr, ich möch­te sehen kön­nen. Da sag­te Jesus zu ihm: Sei sehend! Dein Glau­be hat dich geret­tet. Im sel­ben Augen­blick konn­te er sehen. Da pries er Gott und folg­te Jesus nach. Und das gan­ze Volk, das dies gese­hen hat­te, lob­te Gott. Ich las­se den Text auf mich wir­ken. Was spricht mich in die­sem Text an? Wel­che drei Wör­ter klin­gen in mir nach? Ich schrei­be sie auf. Ich gehe heu­te durch mei­nen Tag und spü­re nach: Wo bin ich nicht heil? Was soll Jesus mir tun, wobei kann ER mir hel­fen? Ich spre­che dies vor Jesus bewusst aus.

Wort für den Tag
Sei sehend!“ (Lk 1842)

Gebet
Jesus, du lässt dich anspre­chen,
gibst mir Gehör,
und zugleich for­derst du mich auf,
mein Anlie­gen klar zu benen­nen.
Herr, so ange­se­hen“ ste­he ich vor dir
und bit­te dich,
schen­ke mir Heil.

3. Impuls: Vergebung finden

Wort Got­tes Lk 5, 1726
Und sie­he, Män­ner brach­ten auf sei­nem Bett einen Men­schen, der gelähmt war. Sie woll­ten ihn ins Haus brin­gen und vor Jesus hin­le­gen. Weil es ihnen aber wegen der Volks­men­ge nicht mög­lich war, ihn hin­ein­zu­brin­gen, stie­gen sie aufs Dach und lie­ßen ihn durch die Zie­gel auf dem Bett hin­un­ter in die Mit­te vor Jesus hin. Als er ihren Glau­ben sah, sag­te er: Mensch, dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben. Und die Schrift­ge­lehr­ten und die Pha­ri­sä­er fin­gen an zu über­le­gen: Wer ist die­ser, der Läs­te­run­gen aus­spricht? Wer kann Sün­den ver­ge­ben außer Gott allein? Jesus erkann­te aber ihre Gedan­ken und erwi­der­te ihnen: Was über­legt ihr in euren Her­zen? Was ist leich­ter, zu sagen: Dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben! Oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Damit ihr aber erkennt, dass der Men­schen­sohn die Voll­macht hat, auf der Erde Sün­den zu ver­ge­ben – sprach er zu dem Gelähm­ten:
Ich sage dir steh auf, nimm dein Bett und geh in dein Haus! Und sogleich stand er vor ihren Augen auf, nahm das Bett, auf dem er gele­gen hat­te, und ging Gott prei­send in sein Haus. Da gerie­ten alle außer sich; sie prie­sen Gott und sag­ten vol­ler Furcht: Heu­te haben wir Unglaub­li­ches gese­hen.
Ich lese den Text öfters und auch laut und höre, was klingt nach? Wel­ches Wort, wel­cher Satz hat mich beson­ders ange­spro­chen? Ich spre­che ihn laut aus, oder unter­strei­che ihn. Nun stel­le ich mir die Sze­ne vor: Was sehe ich? Was höre ich? Was emp­fin­de ich? Wo und wer bin ich in der Geschich­te? Ich kom­me in ein Gespräch mit Jesus.

Wort in den Tag
„…. (mein Name) dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben.“ (Lk 520)

Gebet
Jesus, mit allem, was mich lähmt,
darf ich zu dir kom­men.
Du schaust in mein Herz und auf mei­nen Glau­ben.
Du willst mir Hei­lung an Leib und See­le schen­ken.
Stär­ke mei­nen Glau­ben an dich
und ver­gib mir mei­ne Sünden.

4. Impuls: Vergebung schenken

Wort Got­tes Lk 114

Und erlass uns unse­re Sün­den; denn auch wir erlas­sen jedem, was er uns schul­dig ist

Jeder Mensch hat eine tie­fe Sehn­sucht nach Heil-sein, nach Ganz-sein. Wir Chris­ten glau­ben, dass Jesus uns erlöst hat, aber wir noch immer auf dem Weg des Heil­wer­dens sind. Jesus schenkt mir Wor­te des Heils:

An mir liegt es:

  • mein Herz dafür zu öffnen
  • ihn dar­um zu bitten
  • mich und ande­re im Gebet Jesus anzuvertrauen
  • dar­an zu glauben
  • mir sei­ne Ver­ge­bung zusa­gen zu lassen
  • und auch ande­ren zu vergeben. 

Wie wir es im Vater unser‘ beten, bit­ten wir Gott um Ver­ge­bung, so sol­len wir uns sel­ber, unse­ren Mit­men­schen und Gott Ver­ge­bung schenken.

Ich den­ke an Men­schen, denen ich noch nicht ver­ge­ben kann und hal­te sie Jesus mit der Bit­te um Hei­lung und Ver­ge­bung hin.

Wort für den Tag 

Und ver­gib mir mei­ne Schuld, wie auch ich ver­ge­be mei­nen Schul­di­gern.“ (nach Lk 114)

Gebet
Jesus, du bist mein Erlö­ser,
Du bist mein Heil.
Lass mich offen sein
für dei­ne hei­len­den, ver­ge­ben­den Wor­te
und hilf mir, ande­ren zu vergeben.

Rückschau auf die 3. Woche:

Ich schaue noch ein­mal auf die­se Woche der Exer­zi­ti­en im All­tag zurück.
Wel­cher Impuls, wel­cher Gedan­ke, wel­ches Gebet,
wel­ches Wort für den Tag“ hat mich beson­ders bewegt?
Was hat mir gehol­fen, Ruhe und Ver­trau­en zu fin­den?
Wie gelang es mir, bewusst aus dem Glau­ben zu leben?
Wie habe ich Got­tes Nähe erfah­ren?
Wel­ches Wort geht mir noch nach?
Ich las­se die ver­gan­ge­ne Exer­zi­ti­en­wo­che
noch­mals in mir da sein.

Per­sön­li­che Noti­zen:
Was ist mir in die­ser Woche beson­ders wich­tig geworden?

Gott seg­ne mich, dass ich mich anneh­men kann, so wie ich bin.
Gott seg­ne mei­ne Ver­gan­gen­heit, mei­ne Gegen­wart und mei­ne Zukunft.
Gott seg­ne die Men­schen, die mir Gutes taten und für mich Segen waren.
Gott seg­ne die Men­schen, die mich ver­letzt, ent­täuscht und ver­las­sen haben.
Gott seg­ne mich in mei­nem Bemü­hen, zu dan­ken zu ver­ge­ben und neu zu begin­nen.
Gott las­se mich zum Segen wer­den für ande­re und für die Welt.

Frau am Laptop
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