Fronleichnam: Unter dem Passauer Himmel

Susanne Simperl am 16.06.2022

Info Icon Bild: Susanne Schmidt

Hunderte Gläubige haben gemeinsam mit Bischof Stefan Oster SDB das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi" mit einem Festgottesdienst und einer feierlichen Prozession durch die Passauer Altstadt gefeiert. An der Feierlichkeit nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik teil. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war heuer erstmals wieder eine Prozession möglich.

Blau­er Him­mel und wun­der­schö­nes Wet­ter, eine fest­lich und far­ben­froh geschmück­te Stadt und zahl­rei­che Men­schen, die das Aller­hei­ligs­te durch die Stadt beglei­ten. So prä­sen­tier­te sich am Don­ners­tag Pas­sau zum Fron­leich­nams­fest. An die­sem Tag fei­ern Katho­li­ken in beson­de­rer Wei­se die Gegen­wart Jesu Chris­ti in der Eucha­ris­tie. Dazu wird eine gewan­del­te Hos­tie in der Mons­tranz durch die Stadt getra­gen, um gött­li­chen Bei­stand für Stadt, Land und Bis­tum zu erbit­ten. Pan­de­mie­be­dingt war der Pro­zes­si­ons­weg ver­kürzt und führ­te vom Dom­platz, an dem vor dem Sta­ti­ons­al­tar wie üblich ein Blu­men­tep­pich gelegt wor­den war, über den Resi­denz­platz zurück zum Dom. Ein fei­er­li­ches Te Deum schloss die Lit­ur­gie ab.

Info Icon Bild: Susanne Schmidt / pbp

„Wenn sol­che All­macht wirk­lich Lie­be ist, dann erweist sie sich als Lie­be am Tiefs­ten in ihrer Ohnmacht.”

Bischof Stefan Oster

In sei­ner Fest­pre­digt ging Bischof Ste­fan der Fra­ge nach der Bedeu­tung des Fes­tes nach. ​„Gött­lich ist, vom größ­ten nicht begrenzt zu wer­den und im Aller­kleins­ten ent­hal­ten zu sein.“ Aus­ge­hend von die­sem Gedan­ken zeig­te der Bischof auf, dass Got­tes Lie­be nicht allein in der schöp­fe­ri­schen All­macht bestehe: ​„Wenn sol­che All­macht wirk­lich Lie­be ist, dann erweist sie sich als Lie­be am Tiefs­ten in ihrer Ohn­macht.“ Gott, der nicht nur lie­be, son­dern Lie­be schlecht­hin sei, las­se sich auf den Men­schen ein, lie­be ihn bedin­gungs­los, las­se sich ver­wun­den und wer­de in der Ohn­macht des Bro­tes gegen­wär­tig. Vie­le gute Grün­de führ­ten die Men­schen zur Teil­nah­me am Fron­leich­nams­fest. Ganz erschlie­ße sich die Wirk­lich­keit des Hei­ligs­ten aber nur, ​„wenn wir inner­lich abrüs­ten und sagen: Herr, ich kom­me mit offe­nem Her­zen. Hilf mir zu ver­ste­hen, dass in die­sem Brot der Sinn der Welt liegt und der Sinn mei­nes Lebens.“

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