Bistum

Gelöbniswallfahrt nach Mariahilf

Tamina Friedl am 13.09.2019

Geloebniswallfahrt_Titelbild info-icon-20px Foto: Tamina Friedl

Jedes Jahr an Mariä Namen wird in Passau ein Gelöbnis eingelöst, das gegen Ende des zweiten Weltkriegs abgelegt wurde. Damals wandten sich die Passauer an die Gottesmutter Maria, mit der Bitte, dass die Stadt von den Zerstörungen des Krieges verschont bleibt. Sie gelobten, ihr dafür zu danken und zu ihr zu beten, dass der Frieden erhalten bleibt.

Seit­dem bie­tet die Gelöb­nis­wall­fahrt nach Maria­hilf die Mög­lich­keit, genau dies zu tun. Wir beten stell­ver­tre­tend für alle“, rich­te­te sich Dom­propst Dr. Micha­el Bär an die Grup­pe Wall­fah­rer, die sich am 12. Sep­tem­ber vor der Votiv­kir­che ver­sam­melt hat­te und zu der auch Bischof Ste­fan Oster zähl­te. Gemein­sam wol­le man nach Maria­hilf zie­hen. Bär lud alle dazu ein, hin­auf­zu­be­ten auf den Berg, sich Maria anzu­ver­trau­en und vor allem unse­re wun­der­schö­ne Stadt Pas­sau und alle ihre Bewoh­ner mit­zu­tra­gen im Herzen.“

Mit Ker­zen in den Hän­den zogen die Wall­fah­rer schließ­lich los. Vor­aus gin­gen die Vor­be­ter Julia Scha­rin­ger und Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­der Mar­kus Biber. Durch die Fuß­gän­ger­zo­ne, über die Inn­brü­cke und den Maria­hilfberg hin­auf wur­de gebe­tet. Immer wie­der blie­ben Men­schen am Stra­ßen­rand ste­hen und bete­ten mit. Bei St. Ger­traud stie­ßen Minis­tran­ten der Inn­stadt-Pfar­rei zur Pro­zes­si­on hin­zu. Die Pas­sau­er Poli­zei sorg­te wäh­rend­des­sen für einen rei­bungs­lo­sen und siche­ren Ablauf.

Auf Maria­hilf ange­kom­men, begrüß­ten die diö­ze­sa­nen Blech­blä­ser unter der Lei­tung von Micha­el Beck die Wall­fah­rer musi­ka­lisch. Auch die dar­auf­fol­gen­de Andacht gestal­te­ten sie mit. In sei­ner Pre­digt ging Dom­propst Bär noch ein­mal auf die Hin­ter­grün­de der Gelöb­nis­wall­fahrt ein: Wie­so sind so vie­le in den Krieg gezo­gen, wie­so haben sie sich nicht ein­fach mas­siv gewei­gert?“ Die Zeit sei geprägt gewe­sen von Lügen und Ver­herr­li­chung. Und auch heu­te präg­ten Fake News die Nach­rich­ten­welt. Maria aber steht in der Wahr­heit.“ Ihr sei die wah­re Nach­richt über­bracht wor­den, dass sie Jesus zur Welt brin­gen wür­de. So ste­he Jesus im hel­len Licht der Wahr­heit“ und wir sind Kin­der die­ses Lich­tes“. Abschlie­ßend erklär­te Bär, dass jeder sei­nen eige­nen Bei­trag leis­ten kön­ne, um gegen die Lüge anzu­kämp­fen: Unse­re Lie­der, unse­re Gebe­te, unse­re fro­he Bot­schaft erfül­len die Welt mit heil­sa­mer Wahr­heit und drän­gen die Lüge zurück.“

Bil­der und Text: Tami­na Friedl