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Bistum

Umrüstung im Dom

Stefanie Hintermayr am 21.01.2021

210119 Geruestbau Dom foto3 Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

In einer Großaktion wird das komplette Baugerüst im Stephansdom aktuell in den Altarraum verlegt, für die Sanierung von Domkuppel und Chor ab April. Der Gerüstbau im historischen Kulturgut Dom ist mit vielen Besonderheiten verbunden.

Schon seit Jah­res­wech­sel wird wie­der kräf­tig gewer­kelt im Pas­sau­er Ste­phans­dom. Es wird kom­plett umge­rüs­tet. Nach­dem das Dom­de­cken­ge­wöl­be erfolg­reich saniert wur­de, fol­gen Dom­kup­pel und Chor. Das Bau­ge­rüst wan­dert“ in und um den Altar­raum. Dass das nicht von heu­te auf mor­gen pas­siert, son­dern Mona­te dau­ert, ver­wun­dert bei dem Fünf-Jah­res-Groß­pro­jekt der Dom­sa­nie­rung nicht (plan­mä­ßig kann im April mit der Sanie­rung von Dom­kup­pel und Chor begon­nen wer­den). Und dass der Gerüst­bau im Dom­in­nen­raum eine Wis­sen­schaft für sich ist, die sehr viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und auch Erfah­rung erfor­dert, ver­wun­dert eben­so­we­nig. Johann Stein­ho­fer von der Fir­ma Öller koor­di­niert als Bau­lei­ter Gerüst­bau die Arbei­ten vor Ort. Er kennt den Dom schon von sei­ner Zeit als Lehr­ling (vor rund 45 Jah­ren), als er die ers­te gro­ße Sanie­rung damals mit­er­leb­te. Jetzt steht er sei­nem Team aus fünf bis zehn Gerüst­bau­ern vor und lei­tet an. Er hat Ste­fa­nie Hin­ter­mayr Details rund um sein Fach­ge­biet im Dom erklärt und gezeigt:

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Domgerüst in Zahlen

Schon seit 15 Jah­ren ist die hie­si­ge Fir­ma Öller in die Sanie­rungs­ar­bei­ten am Ste­phans­dom invol­viert, zuerst an der Außen­fas­sa­de — und jetzt im Innen­raum, erklärt Johann Stein­ho­fer. 10.000 Qua­drat­me­ter Gerüst und 400 Qua­drat­me­ter Decken­ge­rüst wur­den für den ers­ten Bau­ab­schnitt Dom­de­cken­ge­wöl­be“ ver­baut. Die Gewichts­di­men­sio­nen sind mit zwi­schen 100 und 120 Ton­nen Mate­ri­al gigan­tisch. Wie­viel Gerüst genau für den aktu­el­len Bau­ab­schnitt Dom­kup­pel und Chor“ benö­tigt wird, kann man zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch noch nicht sagen. Doch wird man sich in etwa auch in der Grö­ßen­ord­nung des ers­ten Bau­ab­schnitts bewegen.

Gerüstbau in historischem Kulturgut

Wun­der­schö­ne Fres­ken, Male­rei­en, Ver­zie­run­gen, Gesim­se, Kapi­tä­le usw. zie­ren den Pas­sau­er Dom. Die­se bei der Ein­rüs­tung nicht zu beschä­di­gen, ist durch­aus eine Her­aus­for­de­rung. Vor­sicht und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl ist obers­tes Gebot, gera­de im 48 Meter hohen Dom­chor. Die gan­zen Ver­zie­run­gen und Kunst­wer­ke zu umbau­en, hier im Dom­in­nen­raum, ist natür­lich ein ziem­li­cher Auf­wand“, erklärt Stein­ho­fer. Nichts soll­te schließ­lich Scha­den durch die Ein­rüs­tung neh­men — und das ist bis­her auch geglückt.

Zeitaufwändige Aktion

Aktu­ell wird die Unter­kon­struk­ti­on für das nörd­li­che Quer­schiff auf­ge­baut. Rund drei Mona­te dau­ert das Umrüs­ten, bis mit der Sanie­rung von Dom­kup­pel und Chor begon­nen wer­den kann. Das betrifft jeden der Bau­ab­schnitt. Das Umrüs­ten von einem zum nächs­ten dau­ert jeweils drei Mona­te“, erklärt Steinhofer.

Sanierung von Domkuppel und Chor

Nach dem Umrüs­ten kann plan­mä­ßig im April mit der Sanie­rung der 48 Meter hohen Dom­kup­pel begon­nen wer­den. Hier müs­sen wir beim Gerüst­bau dar­auf ach­ten, dass alle Las­ten und Kräf­te von dort oben abge­lei­tet wer­den kön­nen“, betont Stein­ho­fer. Das stand­si­che­re Gerüst sol­le schließ­lich ein unfall­frei­es Arbei­ten wie bis­her gewährleisten.

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Alles rund um die Domsanierung

Dom St. Stephan

Der Stephansdom in Passau ist die Mutterkirche des Donau-Ostens. Bereits um das Jahr 450 ist eine Kirche in der spätantiken Stadt Batavis bezeugt. Die Bischofskirche wird urkundlich erstmals 730 erwähnt und ist seit 739 Kathedrale der Diözese.