Bistum

Grüner Gockel für KDFB Diözesanverband Passau

Thomas König am 15.11.2019

429A9423 info-icon-20px Foto: Thomas König
Das stolze Team der KDFB Geschäftsstelle in Passau. (im Bild von rechts: Bettina Mühlbauer (Umweltrevisorin); Bärbel Benkenstein-Matschiner (Vors. KDFB-Diözesanverband Passau) zeigt die Plakette. (Bildmitte) KDFB-Geschäftsführerin Kathrin Plechinger umringt von den Kolleginnen, zeigt das Zertifikat und einen bunten Gockel (ein Geschenk ihres Mannes anlässlich der Zertifizierung).

Beim Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau wird Umweltbewusstsein im Büroalltag gelebt - der KDFB-Diözesanverband Passau erhielt am Freitag das Zertifikat „Grüner Gockel“. Die Geschäftsstelle übernimmt damit eine Vorreiterrolle und führt ein kirchliches Umweltmanagementsystem ein.

Lang wur­de dar­auf­hin gear­bei­tet. Seit dem Beschluss im Jah­re 2016 – gan­ze drei Jah­re. Ein­stim­mig beschloss der KDFB-Diö­ze­san­ver­band Pas­sau damals am 9. Mai, für sei­ne Geschäfts­stel­le ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem ein­zu­füh­ren. Hin­ter­grund und Aus­lö­ser war die Enzy­kli­ka Lau­da­to si – über die Sor­ge für das gemein­sa­me Haus von Papst Fran­zis­kus, der die Men­schen auf­for­dert, Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung ernst zu neh­men und danach zu han­deln. Am Frei­tag war es dann soweit. Die KDFB-Geschäfts­stel­le Pas­sau erhielt das kirch­li­che Umwelt­sie­gel Grü­ner Gockel“. Bär­bel Ben­ken­stein-Mat­schi­ner, Vor­sit­zen­de im KDFB-Diö­ze­san­ver­band Pas­sau, freu­te sich über die­sen beson­de­ren Tag.

Ich bin zuerst ein­mal stolz, dass wir das gemacht und geschafft haben, aber im End­ef­fekt ist es heu­te auch ein Auf­takt, denn es geht jetzt auch dar­um die Zie­le alle umzu­set­zen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Man muss sich und ande­re für das The­ma sen­si­bi­li­sie­ren, auch das ist ein Auftrag.”

Bärbel Benkenstein-Matschiner, Vorsitzende im KDFB-Diözesanverband Passau

Umwelt­re­vi­so­rin Bet­ti­na Mühl­bau­er zer­ti­fi­zier­te heu­te das grü­ne Hand­buch und den Umwelt­ma­nage­ment­plan der in der Geschäfts­stel­le durch­ge­führt wird. Für die Zer­ti­fi­zie­rung muss eine Per­son vor Ort eine Aus­bil­dung als kirch­li­che Umwelt­au­di­to­rin absolvieren. 

Die Aus­bil­dung zum Umwelt­au­di­tor dau­ert in der Regel ein Jahr, man bekommt dort sowohl die Theo­rie ver­mit­telt und prak­ti­ziert das Erlern­te im Grun­de gleich in sei­ner Insti­tu­ti­on oder eben wie hier am Arbeits­platz in Büroalltag.”

Bettina Mühlbauer, Umweltrevisorin

Im Fall der Geschäfts­stel­le in Pas­sau, darf sich Geschäfts­füh­re­rin Kath­rin Plechin­ger jetzt auch Umwelt­au­di­to­rin nen­nen. Der Kurs ver­mit­tel­te ihr die nöti­gen Grund­la­gen für die Ein­füh­rung des Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems. Dabei zeig­te sich, dass die Geschäfts­stel­le bereits in vie­len Berei­chen sehr gut auf­ge­stellt ist. 

Die Basis ist auf jeden Fall das Umwelt­team, das in der Ein­rich­tung gebil­det wer­den muss. Bei uns sind alle Kol­le­gin­nen aus dem Büro in die­sem Team. Wir haben zusam­men dann die Umwelt­leit­li­ni­en erar­bei­tet. Da wer­den dann ver­schie­de­ne The­men in den Blick genommen.”

Kathrin Plechinger, KDFB-Geschäftsführerin in Passau

Hier können Sie den Radiobericht anhören:

Das beginnt bei der Inspek­ti­on der Räum­lich­kei­ten und des Gebäu­des. Dann wird über­legt, wo kann Ener­gie ein­ge­spart wer­den, kön­nen Abläu­fe umwelt­freund­li­cher gestal­tet wer­den? Wie sieht es beim Ein­kauf aus, wie kann z.B. der Papier­ver­brauch redu­ziert wer­den? Die jähr­li­chen Ver­brauchs­zah­len wur­den dazu genau geprüft und ver­gli­chen, so ent­steht im Lau­fe des Pro­zes­ses dann das Umweltmanagementsystem. 

Die Zer­ti­fi­zie­rung mit dem Grü­nen Gockel“ soll aber erst der Anfang sein. Der KDFB in Pas­sau will mit die­sem guten Bei­spiel vor­an­ge­hen und zei­gen, dass auch eine Geschäfts­stel­le, oder ein Ver­band nach­hal­tig wirt­schaf­ten kann. Schön wäre, wenn sich vie­le Nach­ah­mer fin­den, so die Ver­ant­wort­li­chen bei Pressetermin.

Der KDFB-Diö­ze­san­ver­band ist der­zeit die ein­zi­ge Ein­rich­tung im Bis­tum Pas­sau, die nach dem kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem Grü­ner Gockel“ zer­ti­fi­ziert ist.