Bistum

Impressionen vom ersten Adoratio-Kongresstag in Altötting

Wolfgang-Christian Bayer am 15.11.2019

Adoratio1_Hintermayr info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr

"Adoratio will helfen, dass auch im deutschen Sprachraum der Herr selbst Erneuerung wirken kann, indem viele Ihm in der eucharistischen Anbetung begegnen. So will der Kongress Mut machen, an vielen Orten in unseren Ländern, die eucharistische Anbetung zu fördern oder neu wachsen zu lassen", so Bischof Stefan.

Ich bin über­wäl­tigt von der gro­ßen Teil­neh­mer­zahl und freue mich auf den Ado­ra­tio-Kon­gress, denn ich bin über­zeugt dass es kei­ne Erneue­rung in der Kir­che gibt, ohne dass Gott ihre Mit­te wäre.”

Bischof Stefan Oster

Bei der Begrü­ßung sprach Bischof Ste­fan Oster sei­nem Vor­gän­ger Bischof eme­ri­tus Wil­helm Schraml ein herz­li­ches Dan­ke­schön dafür aus, dass er die Eucha­ris­ti­sche Anbe­tung mit der Anbe­tungs­ka­pel­le in beson­de­rer Form nach Alt­öt­ting gebracht hat. Bischof em. Schraml berich­te­te in einem bewe­gen­den Moment wie Papst Bene­dikt der XVI. bei sei­nem Besuch in Alt­öt­ting nach der Eucha­ris­tie­fei­er als ers­ter Anbe­ter in der Anbe­tungs­ka­pel­le verweilte.

Es wird in Alt­öt­ting seit acht Jah­ren Tag und Nacht unun­ter­bro­chen ange­be­tet, das ver­än­dert die Welt, das ver­än­dert die Her­zen, ver­än­dert die Atmo­sphä­re und ver­än­dert die Kir­che. Dan­ke Bischof Wil­helm für die­se Initiative.”

Bischof Stefan Oster

Pünkt­lich um 18:30 Uhr eröff­ne­te Weih­bi­schof Wör­ner zusam­men mit Bischof Ste­fan Oster fei­er­lich den ers­ten Ado­ra­tio-Kon­gress im deutsch­spra­chi­gen Raum in der Basi­li­ka St. Anna im Gna­den­ort Alt­öt­ting. In sei­ner Sta­tio brach­te Weih­bi­schof Wör­ner sei­ne Freu­de zum Aus­druck, dass er sich ein­rei­hen darf in eine gro­ße Schar von Frau­en und Män­nern, die sich auf­ge­macht haben nach Alt­öt­ting in das Herz Bay­erns, um an der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung teil­neh­men zu können.

Weih­bi­schof Flo­ri­an Wör­ner begann sei­ne Pre­digt mit der rhe­to­ri­schen Fra­ge: Was ist wirk­lich wich­tig in mei­nem Leben und wel­chen Platz hat Gott dar­in“. Er beant­wor­te­te die­se Fra­ge mit der Aus­sa­ge: Gott ist immer an ers­ter Stel­le — das ist Anbetung”!

Gott du bist alles, du hast den ers­ten Platz in mei­nem Leben.”

Weihbischof Florian Wörner

Im Anschluss ging er auf die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung ein und erläu­ter­te was die­se bedeu­te. Eucha­ris­ti­sche Anbe­tung bedeu­tet, ich darf den Herrn anschau­en von Herz zu Herz.” Gott schau­en und sich von ihm anschau­en las­sen und zu üben was Him­mel sei, das sei eucha­ris­ti­sche Anbe­tung und wo eucha­ris­ti­sche Anbe­tung wach­se dort wach­se auch die mis­sio­na­ri­sche Kirche.

Anbetung - Warum? - Vortrag von Bischof Stefan Oster SDB

Sei­nen Vor­trag Anbe­tung — War­um?” eröff­ne­te Bischof Ste­fan Oster SDB mit einem State­ment zum Syn­oda­len Weg: Der Syn­oda­le Weg braucht unbe­dingt den Hei­li­gen Geist!” Dann ging er auf den Titel sei­nes Vor­trags ein, der den Unter­ti­tel Begeg­nung mit dem, der wirk­lich ist” trägt. Nach­dem er auf­zeig­te, wo und inwie­fern Anbe­tung schon in der Hei­li­gen Schrift eine zen­tra­le Rol­le spielt, ging er auf die Bedeu­tung des Wor­tes wirk­lich” genau­er ein. Was ist wirk­lich? Die­se Fra­ge rich­te­te er an die Zuhö­rer. Und ant­wor­te­te dar­auf: Jeman­den lie­ben heißt, etwas wirk­lich wer­den las­sen für mich.” Und wei­ter: Wirk­lich ist, wem/​was wir Bedeu­tung bei­mes­sen.” Es bestehe jedoch die Gefahr, dass Wirk­lich­keit ideo­lo­gisch wer­de, bei­spiels­wei­se wenn wir selbst­zen­triert und ego­is­tisch wer­den. Wirk­lich wer­den bedeu­tet aber eigent­lich, sich von Jesus lie­ben las­sen und ihn lie­ben, beton­te Bischof Ste­fan: Wenn Sie so unter­wegs sind, dann wer­den Sie Sie selbst.”

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Im Hin­blick auf Evan­ge­li­sie­rung beton­te er: Evan­ge­li­sie­rung lebt aus dem Gebet, aus der Anbe­tung.” Und hier sei Schwei­gen zen­tral. Der Bischof beton­te: Das Wesent­li­che wächst aus Schwei­gen und Emp­fan­gen.” Hier­bei zitier­te er Mut­ter Tere­sa von Kal­kut­ta: Die Frucht der Stil­le ist das Gebet. Die Frucht des Gebets ist der Glau­be. Die Frucht des Glau­bens ist die Lie­be. Die Frucht der Lie­be ist das Die­nen. Die Frucht des Die­nens ist der Frie­de.” Zum Abschluss sei­nes Vor­trags lud er dann dazu ein, in die Stil­le und das Gebet zu finden.

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Abend der Barmherzigkeit

In lan­gen Schlan­gen ste­hen die Men­schen an, um sich in den ver­schie­dens­ten Anlie­gen seg­nen zu las­sen, das Sakra­ment der Ver­söh­nung zu emp­fan­gen oder auch ein­fach nur, um eine Ker­ze anzu­zün­den, einen Bibel­spruch zu zie­hen oder ein Gebets­an­lie­gen abzu­ge­ben. Vie­le kni­en vor der Mons­tranz. Die Basi­li­ka ist immer noch kom­plett gefüllt. Jesus, wir erseh­nen Dich“, sagt eine jun­ge Frau ins Mikro­fon, lei­se Kla­vier­klän­ge beglei­ten ihre Wor­te. Dann hebt der Gesang wie­der an: Jesus, komm, ent­zün­de uns, schenk uns Dei­nen Geist.“

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Ein Artikel von Werner Friedenberger (Passauer Bistumsblatt)