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Weite Wege wandern

Redaktion am 15.04.2021

S12 Wanderin PB info-icon-20px Foto: Peter von Felbert
Christine Thürmer über Christine Thürmer: „Als ich 1967 in Forchheim geboren wurde, wies nichts darauf hin, dass ich einmal die meistgewanderte Frau der Welt werden würde. Ganz im Gegenteil war ich schon immer in Sport eine Niete. Und so machte ich nach dem Studium erst mal Karriere als Managerin, bevor ich 2004 nach einer unfreiwilligen Berufspause meine erste Langstreckenwanderung antrat. 2007 habe ich meinen Job endgültig an den Nagel gehängt und seitdem über 53.000 Kilometer zu Fuß, 30.000 Kilometer mit dem Rad und 6.500 Kilometer mit dem Boot zurückgelegt.“

Im Sport war sie nach eigenem Bekunden eine Niete. Jetzt ist Christine Thürmer die meistgewanderte Frau der Welt: 53.000 Kilometer zu Fuß, 30.000 Kilometer mit dem Rad, 6.500 Kilometer mit dem Boot. Was bei diesen Touren wichtig ist, erzählt die außergewöhnliche Frau im Gespräch mit dem Passauer Bistumsblatt.

53.000 Kilo­me­ter zu Fuß, 30.000 Kilo­me­ter mit dem Rad, 6500 Kilo­me­ter mit dem Kajak – mehr als zwei Erd­um­run­dun­gen. War­um machen Sie das?
Chris­ti­ne Thür­mer: Allei­ne über die­se eine Fra­ge könn­te ich ein gan­zes Buch fül­len! Und es ist auch nicht nur ein Fak­tor, son­dern vie­le Fak­to­ren. Aber um es kurz zu machen: das Out­door­le­ben ver­senkt die Glück­schwel­le! Wenn Sie sich stän­dig auf das abso­lu­te Mini­mum redu­zie­ren müs­sen, dann wird jedes klei­ne biss­chen, das über die­se Grund­be­dürf­nis­se hin­aus­geht, zum tota­len Luxus und löst unwahr­schein­li­che Glücks­ge­füh­le aus. Für Sie ist es wahr­schein­lich ganz nor­mal, in einem Bett zu schla­fen und mor­gens zu duschen. Ich hin­ge­gen lie­ge fast immer auf einer dün­nen Iso­mat­te in mei­nem Zelt und habe maxi­mal ein­mal die Woche eine Wasch­ge­le­gen­heit. Nach einer Woche wan­dern bin ich meist regel­recht paniert mit einer Schicht aus Son­nen­creme, Schweiß und Dreck. Wenn ich das dann unter der Dusche end­lich abspü­len kann, bin ich dabei so glück­lich, dass ich vor Freu­de laut sin­gen könnte…