Weltkirche

Mehr Beteiligung bei Klimaschutz und Digitalisierung von jungen Menschen

Wolfgang-Christian Bayer am 12.11.2019

Hands-1222866 info-icon-20px Foto: cocoparisienne from Pixabay

Jahreskonferenz Jugendseelsorge diskutiert die Digitalisierung in der Jugendpastoral. Bischof Oster fordert Beteiligung bei Klimaschutz und Digitalisierung von jungen Menschen.

Am Ran­de der Jah­res­kon­fe­renz Jugend­seel­sor­ge der Arbeits­stel­le für Jugend­seel­sor­ge (afj) bestärk­te der Vor­sit­zen­de der Jugend­kom­mis­si­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB, jun­ge Men­schen, sich aktiv für­den Kli­ma­schutz ein­zu­set­zen. Mit Lau­da­to si‘ haben wir eine star­ke Bot­schaft, die mehr als nur anschluss­fä­hig an die Fri­days for Future-Bewe­gung ist. Und mit Papst Fran­zis­kus haben wir eine welt­weit gehör­te Auto­ri­tät dafür“, so der Jugend­bi­schof. Die Bewe­gung Fri­days for Future habe das The­ma in der poli­ti­schen Agen­da weit nach vor­ne gebracht. Der Jugend­bi­schof sehe ins­be­son­de­re auch jun­ge Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken in der Ver­ant­wor­tung, für die Bewah­rung der Schöp­fung einzutreten.

Die Teil­neh­men­den der Jah­res­kon­fe­renz setz­ten sich inhalt­lich mit der Fra­ge aus­ein­an­der, wie Digi­ta­li­sie­rung in Jugend­pas­to­ral gelin­gen kann. Dazu waren eini­ge Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zu Gast. Ingo Leven, Co-Autor der Shell Stu­die 2019, stell­te die, im Okto­ber erschie­ne­ne Stu­die vor und gab so Ein­bli­cke in die digi­ta­le Lebens­welt jun­ger Men­schen. Die Stu­die ver­deut­li­che, so Leven, dass jun­ge Men­schen digi­ta­le Inhal­te und Platt­for­men sehr unter­schied­lich nutz­ten. So stel­le für die meis­ten Jugend­li­chen das Inter­net ein Unter­hal­tungs­me­di­um dar, wäh­rend ein klei­ne­rer Teil das Inter­net auch als Infor­ma­ti­ons­me­di­um ver­ste­he. Wich­tig ist zu ver­ste­hen, dass Digi­ta­les für Jugend­li­che kein Selbst­zweck ist, son­dern ein Spie­gel­bild des­sen, wie sie sich auch sonst ver­hal­ten“, sag­te Leven.

Jugend­pas­to­ral ist in wei­ten Fel­dern bereits erfolg­reich digi­tal unter­wegs“, fass­te Bian­ka Mohr, Lei­te­rin der Arbeits­stel­le für Jugend­seel­sor­ge, die Ergeb­nis­se der Kon­fe­renz zusammen.Trotzdem stie­ßen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter immer wie­der an Gren­zen bei der Umset­zung, da es häu­fig zu wenig Know-how, per­so­nel­le, finan­zi­el­le und zeit­li­che Res­sour­cen gebe. Neben dem Hand­lungs­be­darf im Hin­blick auf die Aus­stat­tung muss Digi­ta­li­tät als­Quer­schnitts­the­ma in allen jugend­pas­to­ra­len Hand­lungs­fel­dern umge­setzt wer­den“, so Mohr. 

Auch Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB betei­lig­te sich an den Dis­kus­sio­nen um Digi­ta­li­sie­rung. Wir haben an unter­schied­li­chen Orten in der Jugend­pas­to­ral bereits eine gro­ße Medi­en­wir­kung“, stell­te Oster fest. Die­se gel­te es zu kon­zen­trie­ren und aus­zu­bau­en. Dafür brau­chen wir Per­so­nen, die gut und authen­tisch sind und Inhal­te mit Rele­vanz pro­du­zie­ren. Im bes­ten Fal­le sind es die Jugend­li­chen sel­ber“, so Oster.

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