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Kirche vor Ort

Jahresmotto 2019: „Heilen, was verwundet ist.“

Armin Berger am 22.01.2019

2019 Gnadenaltar 8376 info-icon-20px Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Der Wallfahrtsort Altötting bereitet sich auf die neue Pilgersaison vor. Das neue Jahresmotto wird diesem Jahr ein Satz aus dem Lukasevangelium sein: "Heilen, was verwundet ist".

Das Wall­fahrts­mot­to 2018 war durch den 200. Geburts­tag des Stadt­hei­li­gen Bru­der Kon­rad vor­ge­ge­ben: Jesu Kreuz – unser Buch“. Im Jahr 2019 trifft tur­nus­mä­ßig in der Sonn­tags­lit­ur­gie wie­der das Lese-Jahr C, in dem schwer­punkt­mä­ßig das Lukas­evan­ge­li­um den Gläu­bi­gen zur Betrach­tung vor­ge­legt wird. Lukas war der Rei­se­be­glei­ter des hei­li­gen Pau­lus und von Beruf Arzt, was dazu führ­te, dass bei ihm die sozia­len The­men noch mehr im Fokus ste­hen wie bei den ande­ren Evan­ge­lis­ten: Der lie­be­vol­le Umgang Jesu mit den kran­ken, beses­se­nen, bedräng­ten und geschei­ter­ten Men­schen erfüllt ihn mit Stau­nen und Bewun­de­rung. Ein zen­tra­ler Satz steht bei ihm im Kapi­tel 6, Vers 19, wo es heißt: Alle Leu­te ver­such­ten, ihn (Jesus) zu berüh­ren, denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heil­te.“ So wur­de das Wall­fahrts­mot­to 2019 dar­an aus­ge­rich­tet mit der For­mu­lie­rung: Hei­len, was ver­wun­det ist“.

Jesus Chris­tus ist der sal­va­tor homi­nis, der Hei­land, der Mit­leid hat mit allen Kran­ken und Lei­den­den, der ihnen Wor­te des Tros­tes und der Ermu­ti­gung zuspricht, der ihnen die Hän­de auf­legt und vie­le von ihnen heilt. Die ein­zi­ge Vor­aus­set­zung, die der Mensch mit­brin­gen muss, ist das Ver­trau­en, sodass er nach jeder Hei­lung sagt: Dein Glau­be hat dir gehol­fen. Das fle­hent­li­che Zutrau­en der Men­schen ist wie ein Magnet, der die Heil­kräf­te Jesu anzieht. Ohne Glau­ben sind dem Herrn gleich­sam die Hän­de gebun­den: In Naza­reth konn­te er kein Wun­der wir­ken, weil er dort auf mas­si­ven Unglau­ben stieß.

Alle Pil­ger, die in den Gna­den­ort kom­men, sind mit einem Sor­gen­ruck­sack bela­den und wen­den sich ver­trau­ens­voll an die Mut­ter des Herrn: Rich­te dei­ne barm­her­zi­gen Augen auf uns und sei unse­re Für­spre­che­rin bei dei­nem Sohn, dass er uns seg­net und von unse­rer Arm­se­lig­keit erlöst. Vie­le sind ver­wun­det an See­le und/​oder Leib und brau­chen drin­gend die gött­li­che The­ra­pie, wel­che sie auf­baut, ermu­tigt und stärkt. Denn der Men­schen­sohn ist gekom­men, um zu suchen und zu ret­ten, was ver­lo­ren ist.“ (Lk 19,10)

Ger­ne kom­men die Wall­fah­rer am Sonn­tag Nach­mit­tag zu den Andach­ten mit anschlie­ßen­der Ein­zel­seg­nung, wo sie bei der Hand­auf­le­gung durch den Pries­ter die Zuwen­dung des Him­mels spü­ren: Segen und Heil.

Die 2000 Votiv­ta­feln in und um die Gna­den­ka­pel­le sind kost­ba­re Bele­ge des Ver­trau­ens in die Für­spra­che Mari­ens und in die hei­len­de Kraft unse­res Herrn. Jedes Jahr kom­men etwa 30 neue Votiv­bil­der hin­zu, in denen Men­schen für ihre Hei­lung dan­ken; sicher auch im Jahr 2019.

Text: Wall­fahrts­ad­mi­nis­tra­ti­on Altötting