Soziales

Josefstag - Jugendlichen Brücken ins Leben bauen

Thomas König am 21.03.2019

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Josefstag im Caritas-Berufsbildungszentrum Freyung. Generalvikar Dr. Klaus Metzl und Caritasvorstand Konrad Niederländer arbeiten mit den jungen Leuten. Zum Josefstag, haben die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit unter dem Leitwort „Hände reichen - Brücken bauen“ vorgestellt.

Text und Pho­tos: Wolf­gang Duschl, Cari­tas Passau

Jun­ge Men­schen in den Arbeits­markt beglei­ten. Den Haupt­schul­ab­schluss nach­ho­len. Sich beruf­lich ori­en­tie­ren und als Per­sön­lich­keit rei­fen. Das Cari­tas-Berufs­bil­dungs­zen­trum (BBZ) Frey­ung besu­chen aktu­ell 18 Jugend­li­che. Zum Josefs­tag, haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Mitt­woch ihre Arbeit unter dem Leit­wort Hän­de rei­chen — Brü­cken bau­en“ vor­ge­stellt. Die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger und Koope­ra­ti­ons­part­ner aus dem Bis­tum Pas­sau, aus Poli­tik und Behör­den pack­ten im Berufs­feld Haus­wirt­schaft mit an.

Der bun­des­wei­te Akti­ons­tag will auf die wich­ti­ge Arbeit gera­de in der Jugend­so­zi­al­ar­beit in katho­li­scher Trä­ger­schaft auf­merk­sam machen. Gene­ral­vi­kar Dr. Klaus Metzl und der Per­so­nal­re­fe­rent des Bis­tums Josef Ede­rer zeig­ten sich zusam­men mit dem Cari­tas­vor­stand Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der sowie den Koope­ra­ti­ons­part­nern über­zeugt, dass Jugend­li­che in der Ein­rich­tung wich­ti­ge Lebens- und Zukunfts­per­spek­ti­ven erschlos­sen bekä­men. Dia­kon Nie­der­län­der beton­te, das BBZ sei der rich­ti­ge Ort, um im Bis­tum Pas­sau zum ers­ten Mal den Josefs­tag zu bege­hen. Gleich­zei­tig ver­wies er auf Per­spek­ti­ven für das Caritas-Haus.

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Domkapitular Josef Ederer legt an der Bügelmaschine vor. Die namensgleiche Kreisrätin Annemarie Ederer (v.li.) und Dr. Martina Hartl packen anschließend an. Vanessa Neustifter und Jonas Klein mit ihrer Teamleiterin Marianne Trauner haben die Arbeit erklärt.

Um sol­che Wei­chen­stel­lung für die Zukunft ging es beim Gespräch mit den Ver­tre­tern der Agen­tur für Arbeit, des Jugend­am­tes, der Heim­auf­sicht der Regie­rung Nie­der­bay­ern sowie der Berufs­schu­le St. Erhard in Platt­ling und dem Kreis­ca­ri­tas-Ver­band Frey­ung-Gra­fen­au. Die BBZ-Lei­te­rin Moni­ka Schus­ter stell­te zwei neue Schwer­punk­te vor. Zu den bis­he­ri­gen Berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men und Aus­bil­dungs­gän­gen kommt der Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst“, um im Bereich Frey­ung, Gra­fen­au und Regen jun­ge Leu­te mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund am Über­gang Schu­le und Beruf zu beglei­ten. Zugleich wird an einem Kon­zept gear­bei­tet, um ein Mut­ter/­Va­ter-Kind-Woh­nen für acht Fami­li­en im BBZ zu ver­wirk­li­chen. Ein sol­ches Ange­bot in Kop­pe­lung mit einer Berufs­aus­bil­dung gibt es der­zeit in Ost­bay­ern noch nicht. In bei­den Fäl­len sei das BBZ dafür prä­de­sti­niert, wie Niko­laus Stü­wer, Heim­auf­sicht bei der Regie­rung von Nie­der­bay­ern, und Jugend­amts­lei­ter Sieg­fried Sei­bold bestätigten.

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Der Bischöfliche Beauftragte für die Caritas, Diakon Konrad Niederländer, formt assistiert von Florian Kempinger Bre’zn.

Moni­ka Schus­ter unter­strich, wie wich­tig Aus­bil­dung und ein siche­rer Arbeits­platz für die Jugend­li­chen sei­en; gera­de mit Blick auf jun­ge Men­schen in der Ein­rich­tung, die mit fami­liä­ren oder schu­li­schen Pro­ble­men belas­tet sei­en. Zusam­men mit Part­nern wie den Wolf­stei­ner Werk­stät­ten, Wirt­schafts­un­ter­neh­men, Hand­werks­be­trie­ben, Holz- und Gar­ten­bau­in­itia­ti­ven ent­ste­he ein gro­ßes Netz­werk. Moni­ka Schus­ter beton­te: Jugend­li­che brau­chen die Bot­schaft, dass sie gebraucht wer­den“. Dr. Mar­ti­na Hartl, die Cari­tas-Abtei­lungs­lei­te­rin Pas­to­ral und Päd­ago­gik“ in der Kinder‑, Jugend- und Fami­li­en­hil­fe, erin­ner­te an den Hl. Josef als Vor­bild eines Brü­cken­bau­ers und Schutz­pa­tron der Jugend­li­chen, Erzie­her und Arbei­ter. Eine idea­le Kom­bi­na­ti­on, um im BBZ den Tag zu bege­hen. Die Fach­be­reichs­lei­te­rin Jugend- und Fami­li­en­hil­fe, Eri­ka Paul, hat­te ihn zusam­men mit dem BBZ-Team vorbereitet.

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Generalvikar Dr. Klaus Metzl konzentriert beim Nähen. Kevin Klinginger schaut genau hin.

Die Schü­ler Fabi­an Hackl, Vanes­sa Neu­stif­ter, Flo­ri­an Kem­ping­er und Kevin Klin­gin­ger erklär­ten mit der Sozi­al­dienst­lei­te­rin Eva Haydn, an einer sym­bo­li­schen Brü­cke, wie im BBZ jun­ge Men­schen geför­dert wer­den, um sich auf dem Arbeits­markt und damit in der Gesell­schaft zu inte­grie­ren. So ist die Ein­rich­tung ein Brü­cken­pfei­ler, der selbst vom Bis­tum Pas­sau und dem Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau e.V. als Trä­ger gestützt wird. Die Koope­ra­ti­ons­part­ner bil­den das Gelän­der. Dabei gilt, wie Eva Haydn bestä­tig­te: Da ist immer einer da“ für die Jugend; seit fast 70 Jah­ren. Das sol­le auch in 30 Jah­ren noch gelten. 

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Damit Florian und Fabian (li.) sowie Vanessa und Kevin (re.) beruflich in eine gute Zukunft gehen, bauen im Berufsbildungszentrum (BBZ) Freyung das Bistum Passau, Caritas und viele Kooperationspartner eine Brücke. Zum Josefstag kamen v.li. Jugendamtsleiter Siegfried Seibold, Erika Paul Caritas-Fachbereichsleiterin, Simone Sievers, Agentur für Arbeit, Domkapitular Josef Ederer, die Kreisrätin Annemarie Ederer, Generalvikar Dr. Klaus Metzl, Josef Bauer, Vorstand KCV Freyung-Grafenau, Stephan Eichinger, Berufsschule Plattling, Dr. Martina Hartl, Caritas-Abteilungsleiterin, Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer, Nikolaus Stüwer, Regierung von Niederbayern und die BBZ-Leiterin Monika Schuster

Die Gäs­te beim Josefs­tag, dar­un­ter die Reha-Team­lei­te­rin Simo­ne Sie­vers von der Agen­tur für Arbeit, der Vor­stand des Kreis­ca­ri­tas­ver­ban­des Frey­ung-Gra­fen­au, Josef Bau­er, die Kreis­rä­tin Anne­ma­rie Ede­rer, der Lei­ter der Wolf­stei­ner-Werk­stät­ten für behin­der­te Men­schen, Hel­mut Weber, Ste­phan Eichin­ger, der Lei­ter der Berufs­schu­le St. Erhard, pack­ten selbst an. Brez’n for­men, arbei­ten mit der Bügel­ma­schi­ne und Nähen waren ange­sagt. Die jun­gen Leu­te zeig­ten sich als gedul­di­ge Lehr­meis­ter“. Umge­kehrt hör­ten die Besuchs-Lehr­lin­ge“ hin, lie­ßen sich die Arbeit erklä­ren und nut­zen die Begeg­nung zum per­sön­li­chen Gespräch.

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