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Bischof

„Wirkliches Mitfühlen mit einem anderen Menschen, das kostest dich was.“

Redaktion am 02.04.2021

210402 Karfreitag 2 1 info-icon-20px Foto: Bayer/pbp

Im Dom St. Stephan hat Bischof Stefan Oster zusammen mit den Gläubigen dem Leiden und Sterben Jesu Christi gedacht. Zunächst wurde in der Passion nach dem Evangelisten Johannes das Wort Gottes vom Diakon und den Passionslektoren vorgetragen.

Wir bit­ten die Über­tra­gungs­stö­run­gen gegen Ende des Kar­frei­tags­got­tes­diens­tes zu entschludigen.

Jesus ist das Wort Got­tes. Indem ER frei­wil­lig ver­stummt, sagt er alles, was er je zu sagen hat­te“, sag­te Bischof Ste­fan nach der Pas­si­on in sei­ner Pre­digt zu den Gläu­bi­gen. Es sei nicht ein­fach nach die­ser Pas­si­on Wor­te zu fin­den, die die Lei­dens­ge­schich­te Jesu mit unse­rem eige­nen Leben in Ver­bin­dung brin­gen, so der Bischof. Jesus hat unter grau­sams­ten Lei­den sein Leben aus Lie­be hin­ge­ge­ben. Das Wort Got­tes ver­stummt und sagt dar­in alles.“ Oster beton­te: Wirk­li­ches Mit­füh­len mit einem ande­ren Men­schen, das kos­test dich was. Es nimmt dich mit.“ 

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Im aller­letz­ten Höl­len­loch war­tet immer noch der Gekreu­zig­te mit aus­ge­streck­ten Armen.”

Bischof Stefan

Eine qua­li­täts­vol­le Bezie­hung über­steigt durch die Qua­li­tät der Bezie­hung Raum und Zeit und schafft trotz­dem Ver­bun­den­heit. Bischof Ste­fan schil­der­te das am Bespiel einer Frau, die eine sehr inten­si­ve und schmerz­haf­te Zahn­be­hand­lung über­ste­hen muss­te. Ein beson­ders mit­füh­len­der und besorg­ter Zahn­arzt stand ihr auch nach der Behand­lung, aus der Distanz zur Sei­te. Er war in Gedan­ken bei ihr. Sein Mit­ge­fühl gab der Frau Ver­trau­en. Bezie­hungs­lo­sig­keit schafft Distanz“, so Bischof Ste­fan. Jesus selbst ist in die radi­kal äußers­te Distanz gegan­gen, die man sich vor­stel­len kann: Er ist hin­ab­ge­stie­gen in das Reich des Todes. In die­sem Hin­aus­ge­hen in die äußers­te Distanz lei­det er mit, was alle Men­schen lei­den“, so Oster. Wie in der Pas­si­on zu hören, erlitt ER Ver­rat, Lüge, Feig­heit und ande­re Reak­tio­nen, die im Men­schen­herz mög­lich sind. Wenn wir ver­trau­en, dass ER der ist, der uns aus unse­rem Elend her­aus­holt, dann über­win­den wir Raum und Zeit.“ Egal wie weit sich die Men­schen von Gott ent­fer­nen. Im aller­letz­ten Höl­len­loch war­tet immer noch der Gekreu­zig­te mit aus­ge­streck­ten Armen. Wenn wir ihm ver­trau­en, holt er uns raus“, so der Bischof.

Hier können sie die Karfreitags-Predigt anhören:

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Nach dem Wort­got­tes­dienst ent­hüll­te Bischof Ste­fan das Kreuz vor dem Altar und ver­ehr­te es. Die Gläu­bi­gen taten dies in die­sem Jahr – aus Coro­na-Grün­den – von ihrem Platz aus.

Musi­ka­lisch und gesang­lich beglei­tet wur­de die Kar­frei­tags­mes­se von Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schl, Dom­kan­to­rin Bri­git­te Fruth und dem Vokal­ensem­ble CAPEL­LA CATHE­DRA­LIS, unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unterguggenberger.