Weltkirche

Malawi: Katechisten als Säulen der Kirche

Redaktion am 11.06.2026

Info Icon Bild: Susanne Simperl / pbp
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.

Große Teile des Glaubenslebens in Malawi werden von Katechisten betreut und gestaltet. Die Passauer Delegation hat gestern ein Katechistenzentrum besucht. 

Das katho­li­sche Leben in Mala­wi unter­schei­det sich von dem in Deutsch­land. Zu den Pfar­rei­en, die sich meist über gro­ße Flä­chen erstre­cken, gehö­ren zahl­rei­che ​“Gebets­sta­tio­nen“, die über das gesam­te Pfarr­ge­biet ver­teilt sind (min­des­tens 20 pro Pfar­rei). Da es meist nur einen bis zwei Pries­ter gibt, wer­den die­se Zen­tren von Kate­chis­ten betreut. Sie lei­ten Wort­got­tes­diens­te, unter­wei­sen Kin­der und Erwach­se­ne in Sonn­tags­schu­len im Glau­ben und gestal­ten ein viel­fäl­ti­ges pas­to­ra­les Programm.

Die­se Kate­chis­ten wer­den in Kate­chis­ten­zen­tren aus­ge­bil­det. Die Aus­bil­dung dau­ert in der Regel ein Jahr. Wäh­rend die­ser Zeit wech­seln sich Aus­bil­dungs­pha­sen im Zen­trum mit prak­ti­schen Ein­sät­zen in den Pfar­rei­en ab.

Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.
Besuch eines Katechistenzentrums in Misuku.

Eines die­ser Zen­tren besuch­te die Dele­ga­ti­on am Mitt­woch­vor­mit­tag. Es befin­det sich auf über 2.100 Metern Höhe in Misuku im Distrikt Chi­ti­pa. Neben einem Ein­blick in die Arbeit des Zen­trums wur­de auf eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung auf­merk­sam gemacht: Vie­le Men­schen in der Regi­on glau­ben noch stark an Hexe­rei und Zau­ber­kraft. Per­so­nen wer­den als Hexen bezeich­net, aus­ge­grenzt und stig­ma­ti­siert, bis dahin, dass sie wegen des Ver­dachts auf Hexe­rei getö­tet wer­den. Hier will das Aus­bil­dungs­zen­trum in Zukunft stär­ker anset­zen und wirkt dem Aber­glau­ben ent­ge­gen­wir­ken Die Kate­chis­ten wer­den dar­in geschult, die katho­li­sche Leh­re zu die­sem The­ma zu ken­nen, zu ver­mit­teln, Ängs­te abzu­bau­en und Betrof­fe­ne zu schützen.

Dem Zen­trum ange­schlos­sen sind eine Kaffee‑, Soja­boh­nen- und Bana­nen­farm. Durch die­se Land­wirt­schaft wer­den nach­hal­tig Ein­nah­men für die Diö­ze­se erwirt­schaf­tet, um Men­schen und Pro­jek­te in den ver­schie­de­nen Regio­nen lang­fris­tig unter­stüt­zen zu kön­nen. Neben der Plan­ta­ge in den Ber­gen gehört zum Bis­tum eine wei­te­re Farm, die Chip­un­ga Farm in Nkhat­a­bay. Dort wer­den eben­falls Kaf­fee, Soja­boh­nen, Bana­nen und Maca­da­mi­a­nüs­se angebaut.

Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.
Eindrücke aus Malawi.

Redak­ti­on: Susan­ne Sim­perl, Tami­na Friedl

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