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Bistum

Kloster erleben: Abtei Schweiklberg

Tamina Friedl am 17.08.2021

Schweiklberg6 info-icon-20px Foto: Tamina Friedl / pbp

Über den Dächern von Vilshofen an der Donau ragen die beiden Türme der Benediktiner-Abtei Schweiklberg empor. Dort, wo sich im Jahr 1905 der Gründer und spätere Abt Cölestin Maier zusammen mit fünf Mönchen niederließ, vervollständigen heute die Abteikirche, ein Gästehaus, die Coelestin-Maier-Realschule und verschiedene Einrichtungen rund um Gärtnerei, Klosterladen und Afrikamuseum die Klosteranlage.

Das Klos­ter Schwei­klberg kann in den 107 Jah­ren seit sei­ner Erhe­bung zur selbst­stän­di­gen Abtei auf eine beweg­te Geschich­te zurück­bli­cken. Ins­be­son­de­re die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus und die bei­den Welt­krie­ge for­der­ten ihren Tri­but. 1941 wur­de das Klos­ter von der Gesta­po beschlag­nahmt und die dort leben­den Mön­che ver­trie­ben. Im ers­ten und zwei­ten Welt­krieg ver­lo­ren ins­ge­samt 35 jun­ge Mön­che ihr Leben. Erst nach­dem 1945 die Ver­trie­be­nen wie­der zurück­keh­ren konn­ten, begann eine Blü­te­zeit der Abtei, wäh­rend der zeit­wei­se über 130 Mön­che zur Klos­ter­ge­mein­schaft zählten.

Heu­te bil­det die im Jugend­stil erbau­te und immer wie­der reno­vier­te Abtei­kir­che das Zen­trum der Anla­ge. Eine schö­ne Kir­che ist ein Lob­preis Got­tes“, so der Leit­satz, unter dem die von räum­li­cher Wei­te und Hel­lig­keit gepräg­te Kir­che steht. Im Mit­tel­punkt direkt unter der Kup­pel befin­det sich der Altar, der der Klos­ter­ge­mein­de als Tisch dient, an dem alle zusam­men­kom­men. Gro­ße Tei­le des jet­zi­gen Altars sind aus dem Stein des vor­he­ri­gen gefer­tigt, wodurch eine Ver­bin­dung zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart geschaf­fen wird. Über dem Altar­raum erklingt die Drei­fal­tig­keits­or­gel. Mit ihren 87 Regis­tern berei­chert die Klais-Orgel seit 2000 die Got­tes­diens­te in der Abtei­kir­che mit ihrer gro­ßen Klangvielfalt.

Neben einem Besuch in der Kir­che laden die ver­schie­de­nen zur Abtei gehö­ri­gen Ein­rich­tun­gen dazu ein, die Klos­ter­an­la­ge zu erkun­den. Ein Blick in die Klos­ter­gärt­ne­rei, die immer diens­tags und frei­tags geöff­net ist, zeigt mit Sorg­falt gezo­ge­nes Obst und Gemü­se eben­so wie bun­te Blu­men. Im Klos­ter­la­den ste­hen Pro­duk­te aus kloster­ei­ge­nen Betrie­ben zum Ver­kauf wie etwa Schwei­klber­ger Geist, in Hand­ar­beit her­ge­stell­te Ker­zen oder Apfel­saft aus den eige­nen Äpfeln. Fer­ne Län­der und Kul­tu­ren ken­nen­ler­nen kann man im angren­zen­den Afri­ka­mu­se­um. In der frü­he­ren Semi­nar­ka­pel­le des Klos­ters geben ca. 800 Aus­stel­lungs­stü­cke von Tanz­mas­ken über Ahnen­plas­ti­ken bis hin zu Kurz­waf­fen aus den ver­schie­dens­ten Ecken des Kon­ti­nents einen Ein­blick in altes afri­ka­ni­sches Stam­mes­le­ben. Die Aus­stel­lungs­stü­cke stam­men ins­be­son­de­re aus pri­va­ten Samm­lun­gen und auch eini­ge Rari­tä­ten las­sen sich dar­un­ter bestau­nen. Die Cafe­te­ria lädt schließ­lich zur Ver­schnauf­pau­se bei Kaf­fee und Kuchen ein. Auf der Son­nen­ter­ras­se kann ein abwechs­lungs­rei­cher Aus­flugs­tag im Klos­ter Schwei­klberg ent­spannt ausklingen.