Bistum

Mit dem Mainzer Mädchen-Domchor dem Herrgott ein Stück näher

Wolfgang-Christian Bayer am 11.10.2019

IMG_8260 info-icon-20px Foto: Josef Heisl

Ein begeisterndes Konzert boten der Mainzer Mädchen-Domchor unter der Leitung von Michael Kaltenbach sowie Organist Thomas Höpp in der Klosterkirche Niedernburg.

Dem Pri­or des Rit­ter­or­dens zum Hl. Georg, MdL a.D. Kon­rad Kobler, war es gelun­gen, den weit über die natio­na­len Gren­zen hin­aus bekann­ten Chor aus Mainz nach Pas­sau zu bekom­men. Unter­stützt wur­de Kobler von den Nie­dern­burg-Schu­len, dem deutsch-unga­ri­schen Freun­des­kreis Pas­sau-Vesz­prem und dem Euro­päi­schen Jugend Musik Fes­ti­val Pas­sau e.V. Young Clas­sic Euro­pe“. Die jun­gen Sän­ge­rin­nen mach­ten zu die­sem Kon­zert auf ihrem Weg nach Buda­pest und in die Stei­er­mark in der Gisela­kir­che“ Station. 

Kobler konn­te nach einem jubeln­den Jauch­zet Gott“ des Cho­res zum Ein­stieg ins­be­son­de­re die ehr­wür­di­gen Schwes­tern um Vir­gi­nie Lent­ner, sei­ne Rit­ter­brü­der und –Schwes­tern, Vize­land­rat Klaus Jegg­le, die Prä­si­den­tin des deutsch-unga­ri­schen Freun­des­krei­ses Pas­sau-Vesz­prem Aman­da Dro­pal­la, den Vor­sit­zen­den des Jugend Musik Fes­ti­vals Pas­sau, Ivan Baka­low sowie Schul­lei­ter Rudolf Nerl begrü­ßen. Der ehe­ma­li­ge Abge­ord­ne­te bezeich­ne­te den Chor als das weib­li­che Gegen­stück zu den Regens­bur­ger Dom­spat­zen. Er beton­te, dass die drei Ver­an­stal­ter beson­ders die völ­ker­ver­bin­den­de Arbeit nach Ungarn und wei­te­ren süd­ost­eu­ro­päi­schen Län­dern aus­zeich­ne. Nach dem Kon­zert lud er alle zu einem klei­nen Umtrunk in die Aula ein, kre­denzt von den St. Georgsrittern.

Mit dem Ave genero­sa“ zeig­te der Chor nicht nur sei­ne gesang­li­che Qua­li­tät son­dern mit der Scho­la im Sei­ten­schiff auch eine immer wie­der bemer­kens­wer­te Cho­ro­gra­phie, die jeweils eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re schuf. Zur Auf­füh­rung kamen in der Fol­ge Wer­ke von Hil­de­gard von Bin­gen, Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy, Johann Sebas­ti­an Bach, John Rut­ter, Joseph Haydn und Franz Liszt, aber auch vom Diri­gen­ten selbst. An der Orgel begeis­ter­te Tho­mas Höpp, der Orga­nist des Main­zer Dom­cho­res, der im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes alle Regis­ter zog und die Orgel voll aus­spiel­te, was ihm am Ende fre­ne­ti­schen Bei­fall einbrachte. 

Da wur­de im Kon­zert­ver­lauf beim Hal­le­lu­ja“ gesang­lich geju­belt, oder beim Jesu mei­ne Freu­de“ getra­gen fest­lich gesun­gen. Bemer­kens­wert das Can­ta­te Domi­no“, ein Werk des jun­gen Kom­po­nis­ten Rupert Lang, das stark dar­ge­bo­ten wur­de. Zum O salu­taris“ und Pie Jesu“ war die Hälf­te des 58 Sän­ge­rin­nen star­ken Cho­res auf die Orgel­em­po­re gewech­selt, von wo aus die bei­den Stü­cke mit Orgel­be­glei­tung förm­lich ins Kir­chen­schiff hin­un­ter posaunt wur­den. Mit dem 18. Stück, dem Schluss­ge­sang Näher mein Gott zu dir“ setz­te der Chor einem impo­san­ten Kon­zert die Kro­ne auf. Als dann begeis­ter­ter Schluss­ap­plaus erklang, gab es natür­lich auch noch eine Zuga­be, zu der sich die Sän­ge­rin­nen auf alle drei Kir­chen­schif­fe ver­teil­ten und Micha­el Kal­ten­bach vom Mit­tel­gang aus diri­gier­te, ein wun­der­schö­nes Bild zum Abschied.

Sie freue sich, als Gemein­schafts­ver­an­stal­ter auf­ge­tre­ten zu sein, meint Aman­da Dro­pal­la, die Prä­si­den­tin des deutsch-unga­ri­schen Freun­des­krei­ses, die am Schluss allen für die­se wun­der­schö­nen 90 Minu­ten dank­te und zum kur­zen Umtrunk einlud.

Bil­der und Text: Josef Heisl