Malteser feiern mit vielen Gästen „10 Jahre Seniorentreff“

Sarah Joas am 11.06.2019

10-Jahre-Gäste info-icon-20px Rosmarie Krenn
Ein Teil der Ehrengäste, darunter Oberbürgermeister Jürgen Dupper (vorne v. r.), die stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa und die stellvertretende Diözesanleiterin der Malteser, Dr. Renate Zehner.

Zahlreiche Ehrengäste, aber noch viel mehr Senioren sind der Einladung der Malteser gefolgt, zusammen mit ihnen den 10. Geburtstags des Seniorentreffs zu feiern. So war der Pfarrsaal St. Peter mit rund 120 Gästen voll besetzt.

Erin­ne­run­gen aus­tau­schen und nach vor­ne schauen“

Ich bin auch seit zehn Jah­ren Mal­te­ser. Des­halb bin ich dem Senio­ren­treff beson­ders ver­bun­den. Wir sind heu­te da, um Erin­ne­run­gen aus­zu­tau­schen und nach vor­ne zu schau­en“, sag­te Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer Rai­ner F. Brein­bau­er bei sei­ner Begrü­ßung. Ein gro­ßes Dan­ke­schön geht an Frau Hil­de­gun­de Brum­mer und die Stadt Pas­sau mit Herrn Ober­bür­ger­meis­ter Jür­gen Dupper und Herrn Bür­ger­meis­ter Urban Man­gold, die den Senio­ren­treff von Anfang an unter­stützt haben“, so Rai­ner F. Brein­bau­er weiter.

Jür­gen Dupper erklär­te, dass der Senio­ren­treff ein Jung­brun­nen sei und blick­te zurück auf die Zeit, als die Idee ent­stand. Ein Gespräch, dann war klar, das machen wir“, sag­te der OB. Es sei aber schwie­rig gewe­sen, einen Trä­ger zu fin­den. Des­halb bin ich den Mal­te­sern bis auf den heu­ti­gen Tag sehr dank­bar. Sie haben eine Struk­tur ent­wi­ckelt, die aus der Stadt Pas­sau nicht mehr weg­zu­den­ken ist.“

Das Schlimms­te im Alter ist, wenn man allei­ne ist“, beton­te Mal­te­ser-Diö­ze­san­lei­ter Georg Adam Frei­herr von Are­tin. Des­halb bin ich sehr froh, dass wir den Senio­ren­treff instal­lie­ren konn­ten. Es ist mir eine gro­ße Freu­de, Ihnen allen zu dan­ken. Der Pas­sau­er Senio­ren­treff ist für vie­le ande­re Städ­te ein Vorbild.“

Die stell­ver­tre­ten­de Diö­ze­san­lei­te­rin und Diö­ze­san­obe­rin der Mal­te­ser, Ilo­na Grä­fin von La Rosée, dank­te den Akti­ven und ehe­mals Akti­ven. Beson­ders freue sie sich, dass die Damen des Strick­ca­fés immer wie­der Decken für ein Mal­te­ser-Kran­ken­haus in Beth­le­hem stri­cken, das ihr beson­ders am Her­zen liegt. Vie­le die­ser Decken konn­te ich schon nach Beth­le­hem schi­cken. Sie freu­en sich immer sehr, denn es kann dort erstaun­li­cher­wei­se sehr kalt sein“, erklär­te die Grä­fin. Sie blick­te auch in die Zukunft: Hof­fent­lich geht es wei­ter so. Denn alt wer­den wir alle ein­mal und wir brau­chen die­se wun­der­ba­re Einrichtung.“

Stadt­rä­tin und Senio­ren­bei­rats-Vor­sit­zen­de Hild­gun­de Brum­mer erzähl­te von den Anfän­gen des Treffs und beton­te, dass die Initia­ti­ve von ihr aus­ge­gan­gen sei.

Ehrung für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

10-Jahre-Ehrung_Christina-Aicher info-icon-20px Christina Aicher

Wal­ter Send­ner vom Refe­rat Senio­ren­seel­sor­ge des Bis­tums Pas­sau oblag es, die Fest­re­de zu hal­ten. Anhand der zehn Fin­ger ging er auf die Jubi­lä­ums­zahl ein. Sein Vor­trag war sehr leben­dig, die Gäs­te konn­ten nicht nur zuhö­ren, son­dern immer wie­der auch mit­ma­chen bei ver­schie­de­nen Hand­übun­gen oder bei einem Kanon. Er ging auch auf die ein­zel­nen Fin­ger und ihre Bedeu­tung ein. So sei der der Ring­fin­ger der Gefüh­le­fin­ger“, den man frü­her in direk­ter Ver­bin­dung mit dem Her­zen gese­hen habe. Auf den Treff über­tra­gen: Jeder, der schon ein­mal im Zwin­ger war, hat sie erfah­ren dür­fen. Die Herz­lich­keit, mit der man dort emp­fan­gen wird.“ Sein Rat an die Besu­cher: Hal­tet wei­ter zusam­men“, und er wünsch­te viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl füreinander.“

Dann wur­de es emo­tio­nal. Denn nach gut drei Jah­ren Tätig­keit ver­ab­schie­de­ten die Mal­te­ser schwe­ren Her­zens die Senio­ren­treff-Lei­te­rin Ger­traud Reichart in den Ruhe­stand. Es ist etwas ganz Schö­nes, was Sie in den Senio­ren­treff hin­ein­ge­tra­gen haben“, sag­te Rai­ner F. Brein­bau­er und zähl­te vie­le ihrer Initia­ti­ven auf, die inzwi­schen fes­ter Bestand­teil des Pro­gramms sind, wie die Klei­nen Kon­zer­te“ oder die Bilderausstellungen.

Die Refe­ren­tin Sozia­les Ehren­amt Ros­ma­rie Krenn über­reich­te Ger­traud Reichart neben einem Blu­men­strauß Kon­zert­gut­schei­ne und ein Foto­buch. Sie bedank­te sich für die her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen über­ga­ben ihr ein eige­nes Geschenk und man merk­te, wie schwer allen der Abschied fiel.

Bei der Abschieds­re­de von Ger­traud Reichart floss so man­che Trä­ne der Rüh­rung. Das Leben ist ein Geben und Neh­men. Ich durf­te viel mehr erfah­ren, als ich sel­ber geben konn­te“, erklär­te sie beschei­den. Dan­ke an mei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen. Ich den­ke, wir waren ein tol­les Team. Jede konn­te sich ein­hun­dert­pro­zen­tig auf die Ande­re ver­las­sen. Die Jah­re im Senio­ren­treff waren für mich eine sehr inter­es­san­te und leben­di­ge Zeit.“

Dann lei­te­te sie über auf ihre Nach­fol­ge­rin, die bei der Gele­gen­heit offi­zi­ell in ihr Amt ein­ge­führt wur­de: Andrea Brod­schelm ist eine jun­ge, vita­le Frau, die sehr viel Lebens­freu­de ver­sprüht. Super­toll ist, dass sie aus Pas­sau kommt. Sie ist eine Hack­lber­ge­rin.“ Die­se erklär­te, dass sie sich auf ihre Auf­ga­be freue und dass das, was Ger­traud Reichart geleis­tet hat, eine gro­ße Steil­vor­la­ge“ sei.

Jetzt heißt es Alles Musik’ erklär­te Ger­traud Reichart schließ­lich und lei­te­te damit auf den musi­ka­li­schen Teil mit der Musik­com­bo The Goo­dies“ über., die erst­klas­si­ge Unter­hal­tung bot.

Text: Ros­ma­rie Krenn

Festredner Walter Sendner überraschte die scheidende Leiterin Gertraud Reichart mit dem Buch „Der Klang.“

10-Jahre-Geschenk info-icon-20px Rosmarie Krenn