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Bistum

Malteser suchen Mahlzeiten-Paten

Redaktion am 29.07.2022

Mahlzeiten Patenschaften 1 Foto: Friedsam

Seit sechs Jahren bieten die Malteser ihre Mahlzeiten-Patenschaften für Menschen an, die sonst keine warme Mahlzeit am Tag bekommen würden. Gerade in letzter Zeit wird die Nachfrage immer größer. Denn oft kommt bei vielen Menschen am Monatsende ein Minus heraus. Deshalb sind die Malteser auf der Suche nach weiteren Paten.

28.000 Mahl­zei­ten haben wir bis Ende 2021 schon über die Paten­schaf­ten aus­ge­lie­fert“, sagt Fund­rai­se­rin Ste­fa­nie Weber. Auch wir machen in letz­ter Zeit die Erfah­rung, dass bestimm­ten Per­so­nen­grup­pen immer weni­ger Geld für Lebens­mit­tel zur Ver­fü­gung steht.“ Grün­de dafür sei­en in ers­ter Linie die hohen Lebens­mit­tel­prei­se und die gestie­ge­nen Strom­kos­ten. Außer­dem befürch­ten vie­le, dass ihre Mie­te erhöht wird. Irgend­wie und irgend­wo muss ein­ge­spart wer­den. Und das ist dann meis­tens beim Essen. Da bleibt oft kein Geld mehr übrig für eine aus­rei­chen­de, abwechs­lungs­rei­che und gesun­de Ernäh­rung,“ bedau­ert Ste­fa­nie Weber.

Das betrifft vor allem allein­ste­hen­de Frau­en, die oft ver­wit­wet sind. Weil sie sich frü­her um den Haus­halt und die Kin­der geküm­mert haben, ist die Ren­te oft sehr klein. Sie sind sehr genüg­sam und eine beschei­de­ne Lebens­wei­se gewohnt. Und gera­de die­se Men­schen, die ohne­hin schon sehr spar­sam leben, trifft die aktu­el­le Situa­ti­on mit am här­tes­ten“, weiß die Fund­rai­se­rin nur zu gut. Eini­ge von ihnen hät­ten nicht ein­mal ein Tele­fon, weil dafür die kar­ge Ren­te ein­fach nicht ausreicht.

Trotz ihrer Armut scheu­en sich vie­le Men­schen, die Unter­stüt­zung in Anspruch zu neh­men. Die Hemm­schwel­le ist ganz hoch. Nur in den sel­tens­ten Fäl­len kom­men die Betrof­fe­nen selbst auf uns zu. Es sind eher die Pfarr- und Sozi­al­äm­ter oder auch Men­schen aus dem Umfeld, die sagen: Wir ken­nen da jeman­den, der wirk­lich arm ist‘“, sagt Ste­fa­nie Weber.

Bei der Bedürf­tig­keits­prü­fung, die wir vor Ort machen, lis­ten wir alle Kos­ten auf und ermit­teln den Betrag, der monat­lich zur Ver­fü­gung steht. Es kommt nicht sel­ten vor, dass da ein Minus her­aus­kommt. Da fragt man sich dann, wie die­se Men­schen über die Run­den kom­men“, berich­tet Ste­fa­nie Weber. Und ergänzt: Meis­tens sind das genau die Leu­te, die uns dann fra­gen: Gibt es nicht jeman­den, der ärmer ist als ich und dem die Paten­schaft bes­ser zugu­te­kom­men soll?‘“

Ste­fa­nie Weber nennt die Grund­vor­aus­set­zun­gen für eine Mahl­zei­ten-Paten­schaft: In der Regel gilt ein Min­dest­al­ter von 75 Jah­ren oder wenn jemand auf­grund von Krank­heit oder Behin­de­rung auf Hil­fe ange­wie­sen ist.“ Dar­über hin­aus müs­sen noch fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen: Bezug von Grund­si­che­rung oder wenn nach Abzug der Mie­te weni­ger als 550 Euro zum Leben blei­ben oder wenn der Berech­ti­gungs­schein einer Tafel vorliegt.

45 Men­schen in der gan­zen Diö­ze­se Pas­sau kön­nen sich zur­zeit Dank der Mahl­zei­ten-Paten­schaf­ten über ein war­mes Essen am Tag freu­en. Doch im glei­chen Maß wie der Bedarf steigt, nimmt lei­der die Spen­den­be­reit­schaft ab, wie Ste­fa­nie Weber erklärt: Im ver­gan­ge­nen Jahr war sie sehr hoch. Coro­na mach­te, dass sich mehr Men­schen mit dem The­ma Ein­sam­keit und der Situa­ti­on armer Men­schen aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Da haben wir vie­le Unter­stüt­zer dazu­be­kom­men.“ Doch nun wür­de ein Groß­teil der Wohl­tä­ter ande­re Schwer­punk­te set­zen oder hät­te selbst nicht mehr so viel Geld zur Ver­fü­gung wie zuvor.

Ste­fa­nie Weber bit­tet daher um Unter­stüt­zung, damit nicht nur die bestehen­den Paten­schaf­ten gesi­chert wer­den kön­nen, son­dern auch dem in Zukunft abseh­ba­ren grö­ße­ren Bedarf Rech­nung getra­gen wer­den kann. Mög­lich sind ein­ma­li­ge oder regel­mä­ßi­ge Spen­den, wobei der Spen­der die Höhe sei­ner Zuwen­dung natür­lich selbst festlegt.

Spen­den­kon­to:

IBAN: DE53 7509 0300 0004 3911 36
BIC: GENODEF1M05
LIGA-Bank Pas­sau
Ver­wen­dungs­zweck Mahl­zei­ten-Paten­schaft“

Damit die Mal­te­ser sich bei den Spen­dern bedan­ken und auf Wunsch Zuwen­dungs­be­stä­ti­gun­gen zusen­den kön­nen, bit­ten sie um die voll­stän­di­ge Anschrift.

Kon­takt für Spen­der und Hilfesuchende:

Ste­fa­nie Weber
Tel. 0851÷9566655
E‑Mail Stefanie.​Weber@​malteser.​org

Text: Mal­te­ser Hilfs­dienst e.V. Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­le
Pas­sau

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