Bistum

Kunstreferent Alois Brunner über Passau im Kunstmagazin ARTMAPP

Thomas König am 13.11.2019

Bild_1_Brunner-Passau info-icon-20px Quelle: ARTMAPP; Foto Passau: Herbert Stolz, Foto Brunner: Dionys Asenkerschbaumerer
Die Stadt der Kunst, der Kirchen und des Genusses. Passau, schöne Barockperle! (Quelle: ARTMAPP; Foto Passau: Herbert Stolz, Foto Brunner: Dionys Asenkerschbaumerer)

Ostbayern im Fokus - Dreimal im Jahr präsentiert die ARTMAPP-Redaktion aktuelle, spannende und interessante Themen aus Kunst, Kultur, Fotografie, Architektur, Mode und Design in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der aktuellen Ausgabe wird auch Passau, „die schöne Barockperle“ vorgestellt, unter anderem durfte Alois Brunner, Kunstreferent der Diözese Passau, das Museum am Dom und seine Besonderheiten der Dreiflüssestadt präsentieren.

Das Maga­zin ART­MAPP erscheint im März, Juli und Novem­ber mit knapp 200 Sei­ten und in einer Auf­la­ge von 30.000 Exem­pla­ren. Das Maga­zin wird im Zeit­schrif­ten­han­del ver­trie­ben und ist bun­des­weit in allen Bahn­hö­fen und Flug­hä­fen erhält­lich. Dar­über hin­aus ist das Maga­zin auch online zu lesen – und es gibt auch eine ART­MAPP App. In der gera­de ver­öf­fent­lich­ten Novem­ber­aus­ga­be gibt es ein Ost­bay­ern Spe­zi­al – die Redak­teu­re haben ihre Füh­ler auch bis nach Pas­sau ausgestreckt.

ART­MAPP sprach z.B. in der aktu­el­len Novem­ber­aus­ga­be mit zwei Kul­tur­schaf­fen­den über die Stadt und dar­über, wie es sich anfühlt, in Pas­sau zu leben. Zum einen Alois Brun­ner, Kunst­re­fe­rent der Diö­ze­se und Lei­ter des Muse­um am Dom“, zum ande­ren Eva Rie­sin­ger, die die Foto­ga­le­rie Soiz betreibt und zugleich Aus­stel­lungs­lei­te­rin des Kunst­ver­eins Pas­sau ist.

Alois Brun­ner im Inter­view mit dem Maga­zin über das Muse­um am Dom“: Höhe­punk­te der Samm­lung sind die aus­ge­wähl­ten pracht­vol­len lit­ur­gi­schen Gerä­te aus dem Dom­schatz, etwa die Mons­tranz in Herz­form, die Hans Franz Fesen­mayr um 1670 in Augs­burg schuf. Als bedeu­tends­tes Expo­nat zei­gen wir die um 1733 geschaf­fe­ne Modell­re­plik des Grab­mals des Johan­nes von Nepo­muk in Prag von Anto­nio Cor­ra­di­ni, die auch schon in bedeu­ten­den Aus­stel­lun­gen in Tsche­chi­en und Öster­reich zu sehen war. Mein per­sön­li­ches Lieb­lings­stück ist das um 1480 ent­stan­de­ne Stand­kreuz der Pas­sau­er Bäcker­zunft, des­sen aus Sil­ber getrie­be­ne, voll­plas­ti­sche Figu­ren mich sehr beeindrucken“.

Ich bin 1978 als Schü­ler nach Pas­sau gekom­men, habe hier stu­diert und arbei­te seit 30 Jah­ren auf dem Dom­berg. Und noch immer berei­tet es mir gro­ße Freu­de, durch die his­to­ri­sche Alt­stadt mit ihrem ita­lie­ni­schen Flair zu schlendern.”

Kunstreferent Alois Brunner, auf die Frage: "Wie fühlt es sich an, in Passau zu leben?"

Wei­ter spricht Alois Brun­ner im Inter­view auch über zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Kir­chen und die Arbeit des Künst­lers Tobi­as Kam­me­rer. Tobi­as Kam­me­rer ist ein Künst­ler, der sich sehr gut in Sakral­räu­me hin­ein­den­ken kann. Mit sei­nen far­ben­fro­hen und schwung­vol­len Gestal­tun­gen gelingt es ihm, die vor­han­de­nen Aus­stat­tungs­stü­cke optisch und ästhe­tisch zusam­men­zu­füh­ren und den Kir­chen­räu­men einen span­nungs­rei­chen und ein­la­den­den Cha­rak­ter zu ver­lei­hen. Als Bei­spie­le nen­ne ich die Pfarr­kir­chen St. Ger­traud in Pas­sau und in Eichen­dorf sowie ganz aktu­ell die Farb­ge­stal­tung der Haus­ka­pel­le im Pas­sau­er Bil­dungs­haus Spec­trum Kirche“.

Bild_2_Spectrum info-icon-20px Quelle: ARTMAPP; Foto: Tobias Kammerer

Als Kunst­his­to­ri­ker und Freund der klas­si­schen Musik emp­feh­le ich einen Besuch der beein­dru­cken­den baro­cken Kathe­dra­le, ver­bun­den mit einem Kon­zert auf der größ­ten Dom­or­gel der Welt.”

Kunstreferent Alois Brunner im Interview über seinen persönlichen Passau-Tipp

Unter ande­rem beleuch­tet ein wei­te­rer Arti­kel die Meis­ter der Archi­tek­tur in Regens­burg, der Ober­pfalz und Nie­der­bay­ern. Ange­kom­men in Pas­sau wird auf die beson­de­re Archi­tek­tur des Archivs des Bis­tums Pas­sau ver­wie­sen. Beti­telt mit Ein Gedächt­nis­spei­cher auf Stelzen“.

Archiv info-icon-20px Quelle: ARTMAPP; Foto (o.l.): Erich Spahn; Foto (r.u.): koeberl doeringer architekten

Dicke Beton­mau­ern umhül­len in Pas­sau den Bücher­schatz und das Archiv der Diö­ze­se. Auf sie­ben Kilo­me­tern Län­ge rei­hen sich hier die Archi­va­li­en. Das Maga­zin wirkt wie eine schüt­zen­de Hand, die sich über die Geschichts­zeug­nis­se aus­brei­tet. Das klei­ne, aber mar­kan­te Bau­werk, 2016 ent­wor­fen von koeberl doe­rin­ger (Wien/​Passau), ist der Gedächt­nis­spei­cher des Bis­tums. Der fra­gi­le Schatz an Nie­der­schrif­ten, in der Drei­Flüsse­Stadt stets von Hoch­was­ser bedroht, ruht auf Stel­zen weit über der Mar­ke der Jahr­tau­send­flut. Die mas­si­ve Fas­sa­de stellt in den fens­ter­lo­sen Räu­men opti­ma­le kli­ma­ti­sche Bedin­gun­gen sicher. Und der Zugang ist nur über eine klei­ne Brü­cke mög­lich. (Text­aus­zug: ART­MAPP – Mari­an­ne Sperb; Foto Quel­le: ART­MAPP; Foto (o.l.): Erich Spahn; Foto (r.u.): koeberl doe­rin­ger architekten)

Text­quel­len: ARTMAPP

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