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Weltkirche

Neuer Provinzial für neue Provinz Zentraleuropa

Pressemeldung am 05.08.2020

SJ Bild Buergler 1 info-icon-20px Foto: SJ

P. Bernhard Bürgler SJ wird erster Provinzial der neuen Zentraleuropäischen Provinz. Der Generaloberer der Jesuiten, P. Arturo Sosa SJ, ernannte ihn an diesem Freitag. Bernhard Bürgler tritt sein Amt als Provinzial am 27. April 2021 mit der Gründung der neuen Provinz an. Diese wird die bisherigen Provinzen Österreich, Deutschland, Litauen-Lettland und der Schweiz ersetzen.

Bern­hard Bürg­ler ist der­zeit Pro­vin­zi­al in Öster­reich und gehört damit zu den Jesui­ten, die den Zusam­men­schluss in den ver­gan­ge­nen Jah­ren maß­geb­lich vor­be­rei­te­ten. Die Her­aus­for­de­run­gen, die auf ihn zukom­men, sind ihm daher bewusst: Wir kön­nen unse­re Lebens­form nur dann über­zeu­gend ver­tre­ten, wenn wir zu einer Ein­heit in Viel­falt zusam­men­wach­sen. Dazu müs­sen wir unse­re Insti­tu­tio­nen und Tätig­kei­ten im Hin­blick auf die Nöte unse­rer Zeit und unse­rer begrenz­ten Mög­lich­kei­ten pro­fi­lie­ren.“ Die län­der­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit bie­te dafür enor­me Chan­cen. Unser Cha­ris­ma als Jesui­ten ist, dass wir in grö­ße­ren Zusam­men­hän­gen den­ken und gemein­sam han­deln. Natio­na­le Unter­schie­de wer­den im Lau­fe der Zeit an Bedeu­tung ver­lie­ren, so dass wir den Schatz der Igna­tia­ni­schen Spi­ri­tua­li­tät bes­ser frucht­bar machen kön­nen im Ein­satz für Glau­be und Gerech­tig­keit, im Dia­log mit unter­schied­li­chen Kul­tu­ren sowie in der Suche nach Versöhnung.“

Der Gene­ral der Jesui­ten, P. Arturo Sosa SJ, beton­te in sei­nem Ernen­nungs­schrei­ben, dass die neue Pro­vinz die apos­to­li­sche Pla­nung erleich­te­re: Die Sen­dung der Gesell­schaft Jesu ist seit sei­ner Grün­dung uni­ver­sal und grö­ßer als die Gren­zen von Län­dern oder Spra­chen. Die Ordens­struk­tu­ren sind nur dazu da, die­se Sen­dung zu ermög­li­chen.“ Er ver­wies dazu auf die Uni­ver­sa­len Apos­to­li­schen Prä­fe­ren­zen, mit denen der Orden sei­ne inhalt­li­che Aus­rich­tung für die nächs­ten zehn Jah­re fest­ge­legt hat­te. Dem zukünf­ti­gen Pro­vin­zi­al wünsch­te der Gene­ral­obe­re Ener­gie und Tat­kraft, aber auch Gott­ver­trau­en und Gelassenheit.

SJ Bild 35284 DSC03756 info-icon-20px Foto: SJ

Bern­hard Bürg­ler ist ein aus­ge­wie­se­ner Exper­te in den Berei­chen Spi­ri­tua­li­tät, Exer­zi­ti­en, Medi­ta­ti­on und Psy­cho­ana­ly­se. Der 60-jäh­ri­ge ist in Lienz, Ost­ti­rol gebo­ren. Nach der soge­nann­ten Matu­ra, dem öster­rei­chi­schen Abitur, stu­dier­te er in Inns­bruck Theo­lo­gie. Im Anschluss an sein Stu­di­um arbei­te­te er im deut­schen Exer­zi­ti­en­haus Haus Gries mit, wel­ches von den Jesui­ten getra­gen wird. Nach wei­te­ren Jah­ren als Reli­gi­ons­leh­rer in Öster­reich trat Bürg­ler 1991 in die Gesell­schaft Jesu ein. Nach dem Novi­zi­at pro­mo­vier­te er in Theo­lo­gie und machte

zudem eine Aus­bil­dung zum Psy­cho­the­ra­peu­ten. Sei­ne Tätig­kei­ten im Orden waren Spi­ri­tu­al im inter­na­tio­na­len Pries­ter­kol­leg Cani­sia­num (Inns­bruck), Lei­ter des Exer­zi­ti­en­hau­ses Haus Gries“ (Wil­helms­thal), Bereichs­lei­ter für Spi­ri­tua­li­tät und Exer­zi­ti­en im Kar­di­nal König Haus (Wien). 2014 wur­de er Pro­vin­zi­al der Öster­rei­chi­schen Pro­vinz der Jesuiten.

Der Pro­vin­zi­al wird nach den Ordens­re­geln der Gesell­schaft Jesu vom Gene­ral­obe­ren in Rom ernannt. Die Amts­zeit beträgt in der Regel sechs Jah­re. Neben der admi­nis­tra­ti­ven Lei­tung der Ordens­pro­vinz gehört zu den zen­tra­len Auf­ga­ben eines Pro­vin­zi­als vor allem die so genann­te cura per­so­na­lis“, das regel­mä­ßi­ge Gespräch mit jedem Jesui­ten über sei­ne Arbeit und sein Leben im Orden. Die neue Pro­vinz wird 442 Jesui­ten an 36 Stand­or­ten in Deutsch­land, Lett­land, Litau­en, Öster­reich, Schwe­den und in der Schweiz umfassen. 

Rech­te­an­ga­be: SJ-Bild