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Kirche vor Ort

Künstlergespräch verbindet Skulpturen und Musik

Stefanie Lindner am 08.03.2021

IMG 7513 info-icon-20px Foto: Gold

Als Jun­ge Talen­te im Got­tes­dienst“ san­gen die bei­den 19-jäh­ri­gen Gesangs­schü­ler von André Gold — Chris­ti­na und Max Grübl — Wer­ke von Bach, Haydn oder Pur­cell für ihr jun­ges Alter in erstaun­li­cher Aus­drucks­stär­ke und Klang­kraft. Ein Stück hat­te Gold bewusst dabei gewählt, um den Bogen zwi­schen Skulp­tur und Musik zu span­nen: Pur­cells Sound The Trumpet“, das die bei­den Talen­te im Duett san­gen und damit nicht nur die Got­tes­dienst­be­su­cher und Dekan Heri­bert Schau­er, son­dern auch den Künst­ler Hof­schal­ler sehr beeindruckten.

Mit aus­ge­feil­ter Tech­nik lie­ßen die Geschwis­ter die Kolo­ra­tu­ren — schnel­le Gesangs­pas­sa­gen, die vor allem in der Barock­zeit auch die Ver­spielt­heit“ der mit Gold und Stück gefüll­ten Kir­chen­räu­me aus­drü­cken soll­ten — mit fri­schem und freu­di­gem Aus­druck durch die goti­sche Hal­len­kir­che tan­zen. Ich bin sehr stolz auf mei­ne bei­den Schü­ler,“ so Gold, und freue mich, dass sie mit sol­chem Eifer klas­si­sche Musik auf so hohem Niveau prä­sen­tie­ren. Man wird die nächs­ten Jah­re noch mehr von die­sen bei­den Talen­ten in der Regi­on hören, da bin ich mir sicher“. 

Auch in sei­ner Anspra­che stell­te Dekan Schau­er das Zusam­men­spiel von Kunst und Musik in der Kir­che her­aus und beschrieb sie als etwas, das uns näher bei Gott sein lässt und die Men­schen auf eine ande­re Ebe­ne führt”. Schon immer sei die Kir­che für ihn ein Ort, wo die­se Din­ge seit jeher zusam­men­spie­len. Umso mehr war der Künst­ler Hof­schal­ler über die­sen welt­of­fe­nen Pfar­rer“ und die Initia­ti­ve und Orga­ni­sa­ti­on von Kan­tor André Gold in sei­ner Anspra­che am Ende des Got­tes­diens­tes erfreut, zum ers­ten Mal in einer Kir­che aus­stel­len zu dür­fen. Das wer­de ich lan­ge mei­nen Enkeln vol­ler Stolz erzählen.” 

Für Hof­schal­ler ist es wich­tig, mit sei­nen Skulp­tu­ren die Fan­ta­sie des Betrach­ters anzu­re­gen, des­halb gebe es oft kei­nen Titel bei sei­nen Aus­stel­lungs­stü­cken. Jeder darf dar­in das sehen, was ihm in den Sinn kommt. Was viel­leicht für den einen Schrott ist oder eine alte Wur­zel — ich sehe dar­in etwas und es ent­steht zum Bei­spiel eine Christusfigur.”

Char­lie Hof­schal­lers Kunst­wer­ke leben durch den Betrach­ter und so fan­den sich auch noch eini­ge Kir­chen­be­su­cher nach dem Got­tes­dienst, um dem Künst­ler Fra­gen zu stel­len. Mit lan­gem Applaus bedank­te sich die Kir­chen­ge­mein­de bei allen Betei­lig­ten für die­sen beson­de­ren Got­tes­dienst. Das nächs­te Künst­ler­ge­spräch fin­det mit Johann Löf­fel­mann aus Töging am Inn statt.