Bistum

"Wenn Jesus heute käme..."

Susanne Simperl am 24.03.2024

Info Icon Bild: Susanne Schmidt/pbp

Am Palmsonntag feierte der Passauer Bischof Stefan Oster SDB mit zahlreichen Gläubigen den Festgottesdienst im Dom St. Stephan. Dabei lud er die Gläubigen ein, sich die Frage zu stellen: „Wenn Jesus heute zu uns käme: Würden wir ihn aushalten und uns verändern lassen? Oder würden wir ihn bitten, zu gehen?“

Der Got­tes­dienst begann mit der tra­di­tio­nel­len Palm­wei­he im Dom­in­nen­hof des Pas­sau­er Doms, wobei Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB die Gläu­bi­gen herz­lich begrüß­te und an die Bedeu­tung der bevor­ste­hen­den hei­li­gen Woche erin­ner­te: Es ist der Beginn der hei­li­gen Woche. Wir fei­ern die hei­ligs­ten und tiefs­ten Geheim­nis­se unse­res Glau­bens. Die­se sind nicht nur schön, wie wir alle wis­sen, son­dern füh­ren uns auch in die Erfah­rung der Auf­er­ste­hung an Ostern.“ Dar­auf­hin seg­ne­te der Bischof die Palm­zwei­ge und ‑büschel der Gläubigen.

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Die Anspra­che des Bischofs, ange­regt durch einen Roman von Micha­el Kumpf­mül­ler, rück­te die Vor­stel­lung in den Fokus, wie es wäre, wenn Jesus in unse­re Zeit käme. Mög­li­cher­wei­se wäre man beein­druckt von sei­ner Ver­bun­den­heit mit dem Vater und der Art, wie er über das Reich Got­tes spricht. Sie spü­ren, wie das Sie berührt, aber auch her­aus­for­dert. Sie mer­ken, dass er Sie kennt, und zwar kennt er die schö­nen Sei­ten an Ihnen, aber auch die ande­ren.“ Dies for­de­re sehr her­aus. Gleich­zei­tig zie­he es Jesus zu Men­schen, denen es schlecht gehe, und er lade dazu ein, mitzugehen.

Danach gab der Bischof zu beden­ken: Je län­ger er bei Ihnen ist, des­to mehr mer­ken Sie viel­leicht: Hal­te ich das aus? Schaf­fe ich das? Und es gibt die ande­re Sei­te, die sagt: Wenn ich mich wirk­lich dar­auf ein­las­se, dann ändert das mein Leben.“ Oft wol­le der Mensch aber, dass alles bleibt, wie es war. Und viel­leicht gehen Sie heim­lich am Abend ins benach­bar­te Hotel und sagen: Ich möch­te jeman­den ein­quar­tie­ren. Wie viel kos­tet das? 30 Sil­ber­lin­ge.“ Und man wür­de Jesus bit­ten, ins Hotel zu gehen.

Wenn er wirk­lich da wäre, wür­den wir ihn aus­hal­ten? Wür­de die Sei­te in uns, die die Sehn­sucht nach dem Grö­ße­ren, dem Frie­den, der Freu­de hat, über­wie­gen? Oder wür­den wir uns am Ende doch auf die Sei­te derer stel­len, die rufen: Kreu­zi­ge ihn.”

Bischof Stefan Oster

Nach­denk­lich füg­te Bischof Ste­fan hin­zu: Wenn er wirk­lich da wäre, wür­den wir ihn aus­hal­ten? Wür­de die Sei­te in uns, die die Sehn­sucht nach dem Grö­ße­ren, dem Frie­den, der Freu­de hat, über­wie­gen? Oder wür­den wir uns am Ende doch auf die Sei­te derer stel­len, die rufen: Kreu­zi­ge ihn.“ Bei­de Sei­ten sei­en im Men­schen. Der Pas­sau­er Ober­hir­te ermu­tig­te die Got­tes­dienst­be­su­cher, sich die­se Fra­ge zu Beginn der hei­li­gen Woche zu stel­len. Die­se Wor­te lie­ßen die Anwe­sen­den über die per­sön­li­chen Kon­se­quen­zen einer Begeg­nung mit Jesus reflektieren.

In einer fei­er­li­chen Pro­zes­si­on durch den Dom­in­nen­hof zogen die Got­tes­dienst­be­su­cher mit musi­ka­li­scher Beglei­tung gemein­sam mit dem lit­ur­gi­schen Dienst und dem Bischof in den Dom ein. Nach den Lesun­gen folg­te die Ver­le­sung der Pas­si­on aus dem Mar­kus­evan­ge­li­um (Mk 14, 115,47). Der Got­tes­dienst eröff­ne­te die Kar­wo­che. So wur­de in der Mes­se zum ers­ten Mal in die­sen Tagen die Pas­si­ons­ge­schich­te vorgetragen.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger vom Jugend­chor und dem Dom­chor, den Diö­ze­san­blech­blä­sern, Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel und Kan­to­rin Marie Groß.

Die Ansprache hier zum Nachschauen:

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