Kirche vor Ort

„Wir müssen aufeinander schauen.“

BAY am 18.06.2019

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Am Sonntag, 16. Juni, hat Kapuzinerpater Marinus Parzinger mit Familie, Freunden und Weggefährten einen Dankgottesdienst in der St. Konradkirche Altötting anlässlich seiner Priesterweihe vor 25 Jahren gefeiert.

Als Ver­tre­ter von Bischof Ste­fan Oster stand sein ehe­ma­li­ger Stu­di­en­kol­le­ge aus dem Spät­be­ru­fe­nen­se­mi­nar St. Josef Focken­feld, Gene­ral­vi­kar Klaus Metzl, mit am Altar. Von Sei­ten der Stadt nahm Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Sell­ner an der hl. Mes­se teil (bereits 2008 hat­te Br. Mari­nus die Gol­de­ne Ehren­na­del Alt­öt­tings erhal­ten als sicht­ba­res Zei­chen des Dan­kes und der Ver­bun­den­heit mit der Kreis- und Wall­fahrts­stadt und für sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz um die Belan­ge der Wall­fahrt in Alt­öt­ting sowie für sein Enga­ge­ment in der Jun­gen Wall­fahrt‘“). Auf Besuch aus der Kapu­zi­ner­mis­si­on in Chi­le muss­te Br. Mari­nus ver­zich­ten, da mein Onkel, Bischof em. Six­tus, so lan­ge Rei­sen nicht mehr macht“.

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Gruppenbild vor dem Bruder-Konrad-Brunnen – vorne: Priesterjubilar Bruder Marinus Parzinger (M.) mit seinen Eltern Benedikt und Elisabeth Parzinger, ganz links Sr. Franziska, ganz rechts Sr. Birgitta, die Tante von Br. Marinus (beide Ordensschwestern sind Franziskanerinnen von Au am Inn). Hinten v. l.: Generalvikar Klaus Metzl (Passau), Guardian Kapuzinerpater Norbert Schlenker (Altötting), Provinzvikar Kapuzinerpater Helmut Rakowski (München) und P. Erich Geir (Provinzial der Kapuziner in Österreich und Südtirol).

Beru­fun­gen fal­len nicht vom Him­mel“, bilan­zier­te der Jubi­lar, der sich sei­ne Fest­pre­digt selbst vor­be­hal­ten hat­te, da er – beschei­den wie stets – kei­ne gro­ße Hul­di­gung woll­te. Vie­le hät­ten eine Rol­le gespielt auf sei­nem Weg zum Ordens­pries­ter, vor allem sei er geprägt durch sei­ne Her­kunfts­fa­mi­lie – hier habe er im All­tag able­sen kön­nen, wie Christ­sein geht“ und den Glau­ben auch ganz unbe­fan­gen erpro­ben kön­nen. Die Fra­ge nach sei­nem Platz, sei­ner Auf­ga­be im Leben führ­te den gelern­ten Bäcker und Kon­di­tor schließ­lich in die Beru­fung als Kapu­zi­ner und Pries­ter: ein Geschenk“.

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Beru­fun­gen fal­len nicht vom Him­mel“, bilan­zier­te der Jubi­lar, der sich sei­ne Fest­pre­digt selbst vor­be­hal­ten hat­te, da er – beschei­den wie stets – kei­ne gro­ße Hul­di­gung woll­te. Vie­le hät­ten eine Rol­le gespielt auf sei­nem Weg zum Ordens­pries­ter, vor allem sei er geprägt durch sei­ne Her­kunfts­fa­mi­lie – hier habe er im All­tag able­sen kön­nen, wie Christ­sein geht“ und den Glau­ben auch ganz unbe­fan­gen erpro­ben kön­nen. Die Fra­ge nach sei­nem Platz, sei­ner Auf­ga­be im Leben führ­te den gelern­ten Bäcker und Kon­di­tor schließ­lich in die Beru­fung als Kapu­zi­ner und Pries­ter: ein Geschenk“.

Die Viel­falt der Tätig­kei­ten im Orden – bis hin zum Pro­vin­zi­al in den ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren – habe ihn gefor­dert, aber auch wach­sen las­sen. Dabei habe er immer wie­der erfah­ren, wie wich­tig es ist, sich auf ande­re Men­schen ver­las­sen zu kön­nen und das eige­ne Leben Schritt für Schritt zu gehen: Wir sind Schwes­tern und Brü­der, auf­ein­an­der ver­wie­sen – wir müs­sen auf­ein­an­der schau­en!“ Umso mehr, als in jüngs­ter Zeit Aus­gren­zung, Aus­län­der­feind­lich­keit und Natio­na­lis­men um sich grif­fen. Er habe die gro­ße Gewiss­heit, so Mari­nus: Unser Platz als Chris­ten muss bei den Schwa­chen sein.“

In die­sem Zusam­men­hang erin­ner­te Gene­ral­vi­kar Metzl anschlie­ßend dar­an, dass Br. Mari­nus sein pries­ter­li­ches Wir­ken nicht umsonst unter das Pri­miz­wort Ich habe euch Freun­de genannt …“ (Joh 15,15) gestellt habe.

Nach dem Got­tes­dienst war auf dem Kir­chen­vor­platz bei einem klei­nen Umtrunk noch Gele­gen­heit, dem Jubi­lar zu gra­tu­lie­ren und ein wenig zu fei­ern. Ein Wie­der­se­hen mit Br. Mari­nus in Alt­öt­ting ist gewiss – doch zunächst gewährt ihm der Orden bis zum Jah­res­en­de nach den auf­rei­ben­den Jah­ren als Pro­vin­zi­al eine ver­dien­te Auszeit. 

Bil­der : Dorf­ner / Text: Ter­hörst (Alt­öt­tin­ger Liebfrauenbote)

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