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Das glauben wir

König sein! - Predigt Christkönigssonntag

Pressemeldung am 20.11.2020

201122 Predigt Ederer title info-icon-20px Foto: Hintermayr/pbp

Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiern wir das Christkönigsfest, ein vergleichsweise junges Fest. Jesus ruft uns Christen dazu auf, es ihm als unser "königlicher Hirte" gleichzutun und sich um seine "Schafe", seine Mitmenschen, zu kümmern. Jeder kann als solcher guter Hirt Gutes tun. Mehr dazu von Generalvikar Josef Ederer in seiner Predigt zum Christkönigssonntag am 22. November.

Die katho­li­sche Kir­che fei­ert heu­te, am letz­ten Sonn­tag des Kir­chen­jah­res, das Christ­kö­nigs­fest. Christ­kö­nig ist ein ziem­lich jun­ges Fest. Erst 1925 hat es Papst Pius XI. ein­ge­führt, in sehr unru­hi­gen Zei­ten des Umbruchs. Mit dem Ers­ten Welt­krieg sind vie­le alte Ord­nun­gen zer­fal­len. König- und Kai­ser­rei­che waren unter­ge­gan­gen, tota­li­tä­re Sys­te­me ent­stan­den und neue Macht­ha­ber setz­ten sich oft gewalt­sam durch. Tra­gen­de Säu­len wie die Fami­lie gerie­ten immer mehr in die Kri­se und Wirt­schafts­kri­sen stürz­ten vie­le Men­schen in Arbeits­lo­sig­keit und exis­ten­ti­el­le Not. Als das wirk­sams­te Heil­mit­tel gegen die zer­stö­ren­den Kräf­te der Zeit, stellt Papst Pius die Königs­herr­schaft Chris­ti in den Mit­tel­punkt. Jesus Chris­tus ist unser König — und sonst niemand.

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Er ist der eigent­li­che König und Hir­te aller Men­schen, von dem der Pro­phet Eze­chi­el sagt:
Jetzt will ich mei­ne Scha­fe sel­ber suchen und mich sel­ber um sie küm­mern.
Ich wer­de mei­ne Scha­fe auf die Wei­de füh­ren, ich wer­de sie ruhen las­sen — Spruch Got­tes, des Herrn.

Die ver­lo­ren gegan­ge­nen Tie­re will ich suchen,
die ver­trie­be­nen zurück­brin­gen,
die ver­letz­ten ver­bin­den,
die schwa­chen kräf­ti­gen,
die fet­ten und star­ken behü­ten.
Ich will ihr Hirt sein und für sie sor­gen, wie es recht ist.

Und wie weit die­se Hir­ten­sor­ge und Hir­ten­lie­be geht macht Jesus der Christ-könig” deut­lich, bis zur Voll­hin­ga­be des eige­nen Lebens am Kreuz. An die­sem Christ-König sol­len sich alle ori­en­tie­ren und maß­neh­men, die Macht und Ver­ant­wor­tung für ande­re haben, von den gro­ßen Macht­ha­bern in Poli­tik, Wirt­schaft, Kir­che und Gesell­schaft ange­fan­gen, bis zu jeder und jedem Ein­zel­nen, in ihrem und sei­nem Lebens- und Wir­kungs­be­reich.

Im heu­ti­gen Sonn­tags­evan­ge­li­um nennt Jesu dafür eini­ge Bei­spie­le wie das ganz kon­kret aus­se­hen kann: 

Ich war hung­rig, und ihr habt mir zu essen gege­ben;
ich war durs­tig, und ihr habt mir zu trin­ken gege­ben;
ich war fremd und obdach­los, und ihr habt mich auf­ge­nom­men;
ich war nackt, und ihr habt mir Klei­dung gege­ben;
ich war krank, und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefäng­nis, und ihr seid zu mir gekom­men.” (…)

Amen, ich sage euch: Was ihr für einen mei­ner gerings­ten Brü­der getan habt,
das habt ihr mir getan.

So sieht es Jesus Chris­tus, der könig­li­che Hir­te. Und er for­dert uns auf, uns an ihm zu ori­en­tie­ren und aus­zu­rich­ten und am Auf­bau sei­nes König­rei­ches mit­zu­ar­bei­ten, hier und jetzt, mit allen Kräf­ten und Fähig­kei­ten, die Gott uns dazu gege­ben hat.

Josef Ede­rer
Gene­ral­vi­kar