Das glauben wir

Aufräumen! - Predigt zum 3. Fastensonntag

Redaktion am 03.03.2021

Info Icon Foto: Hintermayr/pbp

Jesus will, dass wir Ordnung schaffen in unserer Beziehung zu seinem Vater, unserem Gott. Nichts soll dazwischen uns und ihm stehen. Was gilt es also wegzuräumen? Antwort auf diese Frage gibt es von Generalvikar Josef Ederer in seiner Predigt zum 3. Fastensonntag am 7. März 2021.

Sonst nir­gends erle­ben wir Jesus so rabi­at wie im heu­ti­gen Evan­ge­li­um. Opfer­tier­ver­käu­fer und Geld­wechs­ler treibt mit einer Gei­ßel aus dem Tem­pel hin­aus, er schüt­tet ihre Kas­sen aus und stößt ihre Tische um. Was macht Jesus so wütend, zor­nig und aggres­siv? Der Tem­pel­kult hat­te Züge ange­nom­men, die die Bezie­hung zu Gott eher stö­ren und behin­dern, als för­dern und ermög­li­chen. Er hat sich gleich­sam zwi­schen Gott und die Men­schen gescho­ben. Eine Gefahr, die immer wie­der mit wach­sen­der Insti­tu­tio­na­li­sie­rung von Reli­gi­on ver­bun­den ist.

Damit räumt Jesus auf, damit der Blick wie­der frei wird auf Gott hin und ganz kon­kret auf ihn selbst hin.

In Jesus ist Gott gegen­wär­tig, die­ser Gott, der einst sein Volk aus dem Skla­ven­haus in Ägyp­ten in die Frei­heit geführt hat, und der es auf sei­nem Weg geführt und beglei­tet hat und beglei­tet, auch durch man­che schwie­ri­ge Zeit und bedrän­gen­de Situa­ti­on hindurch.

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Nähe zu Gott heißt für uns auch Nähe zu Jesus.Und das heißt immer auch den Wil­len des Vaters zu tun und sei­ne Gebo­te zu hal­ten, so wie Jesus selbst es immer wie­der for­dert. In ganz beson­de­rer Wei­se gilt das für die 10 Gebo­te, die 10 Wei­sun­gen, die uns in der heu­ti­gen Lesung in Erin­ne­rung gebracht wer­den. Nach der Auf­for­de­rung, Gott treu zu blei­ben, sei­nen Namen zu ehren, und sei­nen Tag hei­lig zu hal­ten fol­gen ganz kon­kre­te Wei­sun­gen für das all­täg­li­che Leben:

  • Ehre Vater und Mutter.
  • Schüt­ze das Leben!
  • Sei treu in der Ehe und respek­tie­re die Bezie­hung anderer.
  • Ach­te das Eigen­tum anderer!
  • Sei ehr­lich, wahr­haf­tig und zufrieden!

Die­se Wei­sun­gen ste­hen für gelin­gen­des und hei­les Leben in enger Bezie­hung und Nähe zu Gott und ermög­li­chen sie.

Die­se Bezie­hung und Nähe wün­sche ich ihnen heu­te am 3. Fas­ten­sonn­tag nach dem ers­ten Drit­tel Ihres Weges durch die­se Fas­ten­zeit.
Und wenn etwas dazwi­schen steht, zwi­schen Ihrer Bezie­hung zu Gott, oder auch zwi­schen Ihnen und einem ande­ren Men­schen? Dann machen Sie es wie Jesus: Räu­men sie es weg!

Josef Ede­rer
Gene­ral­vi­kar

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