icons / 24px / close
Einstellungen erfolgreich gespeichert

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

Das glauben wir

Liebende Mutter!

Redaktion am 07.05.2021

210509 Predigt Baer title1 info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

Die Mutter ist die erste Person, von der wir Liebe erfahren. Sie schenkt uns schließlich das Leben. In ihr spiegelt sich die Liebe Gottes wider. Nicht umsonst hat man ihr zu Ehren einen Gedenktag eingeführt, den Muttertag, dieses Jahr am 9. Mai. Eine Geschichte zu einer besonderen Mutter erfahren Sie von Dompropst Dr. Michael Bär in seiner Predigt.

Gott ist Lie­be“, lesen wir an die­sem Sonn­tag im ers­ten Johan­nes­brief. Wer lässt einen schon von Anbe­ginn des Lebens die Lie­be leib­haft spü­ren? Die Mut­ter. Die Mut­ter als Inbe­griff Gottes.

Frau­en­ver­bän­de in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka setz­ten sich als ers­te für einen Gedenk­tag zu Ehren der Müt­ter ein. In Deutsch­land grif­fen Anfang der 1920er Jah­re die Flo­ris­ten die­sen Gedan­ken auf und eta­blier­ten ihn in der Gesellschaft.

Jen­seits aller öko­no­mi­schen Neben­grün­de fin­de ich es gut, die Müt­ter an einem Tag beson­ders zu ehren. Die Lie­be, die sie den Kin­dern erwei­sen, kann zwar nicht zurück­er­stat­tet wer­den, aber die Erin­ne­rung dar­an steht wenigs­tens heu­te dick unter­stri­chen im Kalender.

563A6DBB-AEDE-4738-8C81-E863F838C192@3.00x

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

Ohne die Ver­wen­dung von Coo­kies kann die­ser Bei­trag nicht ange­zeigt wer­den. Coo­kies sind klei­ne Datei­en, die von Ihrem Web­brow­ser gespei­chert wer­den, um Ihnen ein opti­ma­les Erleb­nis auf die­ser Web­site zu bieten.

Vor zwei Tagen haben wir in der Stadt Pas­sau, in der ehe­ma­li­gen Klos­ter­kir­che Nie­dern­burg einer beson­de­ren Mut­ter gedacht, der Seli­gen Gise­la, die dort begra­ben liegt. Vie­le Ungarn pil­gern dort­hin, weil sie sie als eine Mut­ter ihres Lan­des ver­eh­ren, eine Glau­bens­mut­ter. Sie war ver­hei­ra­tet mit dem ers­ten unga­ri­schen König, dem Hei­li­gen Ste­phan. Weni­ge Jah­re vor der Trau­ung wur­de die­ser erst getauft. Die Chris­tia­ni­sie­rung des weit­ge­hend noch heid­ni­schen Lan­des schrieb sich das Königs­paar auf sein Banner.

Von ihren Kin­dern erreich­te nur Emme­rich das Erwach­se­nen­al­ter. Lei­der ver­lor sie ihn viel zu früh durch einen Jagd­un­fall. Der Mut­ter­schmerz blieb ihr nicht erspart. Auf­grund sei­ner Fröm­mig­keit wur­de er zusam­men mit sei­nem Vater hei­lig­ge­spro­chen. Als Ste­phan nach mehr als 40 Ehe­jah­ren starb, gewan­nen in Ungarn die Geg­ner des Chris­ten­tums wie­der die Ober­hand und Gise­la muss­te das Land ver­las­sen. Auf­nah­me fand sie in Pas­sau, in des­sen Klos­ter Nie­dern­burg sie schließ­lich zur Äbtis­sin gewählt wurde.

So wur­de sie zur Mut­ter ihrer Mit­schwes­tern und ihr kai­ser­li­cher Bru­der Hein­rich II. beschenk­te sie reich. Das Land der Abtei wur­de spä­ter zum Kern­ge­biet des Hoch­stif­tes Pas­sau, das den Bischof zum Fürst­bi­schof mach­te. Mut­ter Gise­la sorg­te auf die­se Wei­se nicht allein für das geist­li­che Wohl ihrer Nach­kom­men, son­dern auch für das leib­li­che, wie es eine gute Mut­ter tut.

Vor allem die Ungarn beten dar­um, dass die Seli­ge Gise­la hei­lig­ge­spro­chen wird. Dann wäre die Hei­li­ge Königs­fa­mi­lie kom­plett. Ste­phan, Gise­la und Emme­rich. Auch ich bete dafür; denn Gise­la war als Ehe­frau und Mut­ter der Inbe­griff der gött­li­chen Lie­be in der Fami­lie und im Land. Was kann hei­li­ger, heil­sa­mer sein?

Amen.

Dr. Micha­el Bär
Dom­propst

Geschenke, die von Herzen kommen, erhalten Sie im Domladen und in unserem Onlineshop:

Herzlich Willkommen in unserem Domladen-Onlineshop

Liebe Kunden, vielen herzlichen Dank, dass Sie uns in den letzten Monaten die Treue gehalten haben! Sie können nun wieder wie gewohnt ohne Terminvereinbarung und Testnachweis unser vielfältiges Sortiment durchstöbern. Wir freuen uns über Ihren digitalen oder persönlichen Besuch!