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Das glauben wir

In Gottes Namen!

Redaktion am 14.05.2021

210516 Predigt De Jong Title TV info-icon-20px Foto: Bayer/pbp

Nomen est omen heißt es im Lateinischen und bedeutet soviel wie: der Name ist ein Zeichen. Namen sind in unserer Welt wichtig, sie dienen zur Orientierung, zum Beispiel bei Straßennamen oder helfen bei der Unterscheidung und Kategorisierung von Dingen. Gott hat von uns Menschen bereits sehr viele Namen erhalten und viele Menschen handeln in seinem Auftrag der Nächstenliebe. Hier wird dem Namen also noch einmal eine ganz andere Bedeutung zuteil. Mehr dazu von Jugendpfarrer Wolfgang de Jong in seiner Predigt zum 7. Sonntag der Osterzeit am 16. Mai 2021.

In Got­tes Namen! Ken­nen Sie die­sen Stoß­seuf­zer? Meist wird er in eher resi­gnie­ren­dem Ton­fall gebraucht: Dann tu halt in Got­tes Namen, was du nicht las­sen kannst!“ Das kling fast ein wenig unan­ge­mes­sen. Soll hier Gott etwas in die Schu­he gescho­ben werden?

Es könn­te aber auch eine – viel­leicht oft eher unbe­wuss­te – Erkennt­nis sein: Ich klei­nes Mensch­lein kann nicht ent­schei­den, ob das ein guter Weg ist – das kann nur Gott allein. Wol­len wir hof­fen, dass es eine segens­rei­che Ent­schei­dung ist …“ Im heu­ti­gen Evan­ge­li­um beruft sich Jesus aus­drück­lich auf den Namen Gottes.

Es hat fast beschwö­ren­den Cha­rak­ter, wie ein­dring­lich er für sei­ne Jün­ger bit­tet! Sie, denen er den Namen Got­tes geof­fen­bart hat, mögen in die­sem Namen bewahrt blei­ben. Eigent­lich eine sehr schö­ne Vorstellung. 

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Wir ken­nen den Vers. Ich hab dich beim Namen geru­fen, du bist mein!“ aus dem alt­tes­ta­ment­li­chen Buch Jesa­ja. Die­se enge, untrenn­ba­re Zusam­men­ge­hö­rig­keit kommt in der Wen­dung bewah­re sie in dei­nem Namen“ zum Aus­druck. Bewah­ren“, das ist schüt­zen, ber­gen, aber auch acht­sam sein, dass etwas nicht ver­lo­ren geht. Im Namen Got­tes bewahrt blei­ben“, das heißt: in sei­ner leben­di­gen Gegen­wart leben und han­deln.

Der Name Got­tes hat auch immer etwas mit­sei­ner Selb­stof­fen­ba­rung zu tun. Gott beruft Men­schen in sei­ne Nach­fol­ge, indem er ihnen sei­nen Namen, sein Da-Sein offen­bart. Jesus bit­tet heu­te im Wis­sen um sei­nen Tod am Kreuz für die Jün­ger, die die Sache Got­tes in der Welt“ wei­ter­tra­gen sol­len, wäh­rend er die­se Welt ver­las­sen wird. Im Namen Got­tes“ blei­ben und han­deln – das ist Aus­zeich­nung und Auf­trag zugleich.

Sie ken­nen die For­meln i.V. oder i.A., mit denen in der Geschäfts­welt Brie­fe in Ver­tre­tung oder im Auf­trag eines Vor­ge­setz­ten unter­schrie­ben wer­den. Hier wird Ver­ant­wor­tung über­tra­gen, Voll­macht gege­ben. Gott hat sol­ches Ver­trau­en in uns, dass er uns die Voll­macht gibt, in sei­nem Namen zu han­deln. Welch eine Ver­ant­wor­tung, welch eine Aus­zeich­nung! Bemü­hen wir uns immer wie­der neu, dem gerecht zu wer­den.

Ich wün­sche Ihnen allen einen schö­nen und geseg­ne­ten Sonntag.

Wolf­gang de Jong
Jugend­pfar­rer