Soziales

Schutzkonzept für die Kindertageseinrichtungen

Pressemeldung am 17.06.2020

Sie legen die „Infomappen zum Wegweiser“ für das Projekt „Schutzkonzepte“ vor. V.li. Felicia Jilke, Projektkoordinatorin Institutionelles Schutzkonzept, Teresa Rinner, Stabsstelle Prävention, Andrea Irouschek, Fachberatung, Andrea Kramer, Leiterin Stabsstelle Prävention, Caritasvorstand Diakon Konrad Niederländer, Birgit Zachariae, Fachbereich Frühe Bildung und pädagogische Qualität und Stefan Seiderer, Abteilungsleiter Kindertageseinrichtungen.

Damit Kindertageseinrichtungen sichere Ort sind, an denen Kindern achtsam begegnet wird, hat der Diözesan-Caritasverband das Projekt „Institutionelles Schutzkonzept für kath. Kitas“ gestartet. Die Mappen mit allen Informationen dafür sind am Dienstag fertiggestellt und an alle im ersten Durchgang beteiligten Kitas in der Diözese Passau versandt worden.

Im Rah­men des Pro­zes­ses erstel­len die ers­ten 20 Ein­rich­tun­gen jetzt ihr indi­vi­du­el­les Schutz­kon­zept. Der Weg bis zum Zer­ti­fi­kat dau­ert etwa ein­ein­halb Jah­re. In jeder Kita wird eine Per­son aus dem Team als Schutz­be­glei­tung ver­ant­wort­lich sein.

Es geht in vier Pha­sen um Kern­auf­ga­ben der Prä­ven­ti­on: sich mit For­men von Gewalt aus­ein­an­der­set­zen, das Ver­ständ­nis von kind­li­cher Sexua­li­tät klä­ren, Gren­zen erken­nen und set­zen, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und bei grenz­ver­let­zen­dem Ver­hal­ten han­deln, die Kom­pe­ten­zen der Kin­der stär­ken. Betei­ligt an dem Pro­zess sind Lei­tun­gen, Mit­ar­bei­ten­de, Eltern und Trä­ger. Wei­te­re Kitas kön­nen sich für die nächs­ten halb­jähr­li­chen Pro­jekt­starts fort­lau­fend bei der Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Feli­cia Jil­ke (felicia.​jilke@​caritas-​passau.​de) anmelden. 

Kin­der in ihrer Ent­wick­lung und in der Ent­fal­tung ihrer Per­sön­lich­keit zu unter­stüt­zen, ist ein grund­sätz­li­ches Anlie­gen in den Ein­rich­tun­gen von Kir­che und Cari­tas. Dazu gehö­re auch der Schutz vor sexua­li­sier­ter Gewalt und Gewalt im All­ge­mei­nen, so Bir­git Zacha­riae, Lei­te­rin Fach­be­reich Frü­he Bil­dung und päd­ago­gi­sche Qua­li­tät und Andrea Kra­mer, die Lei­te­rin der Stabs­stel­le Prävention. 

Cari­tas­vor­stand Dia­kon Kon­rad Nie­der­län­der unter­strich, man wol­le gewähr­leis­ten, dass die katho­li­schen Kitas ein siche­rer Raum sind, in dem sich Kin­der wohl füh­len und best­mög­lich ent­wi­ckeln kön­nen. Für Ste­fan Sei­de­rer, den Abtei­lungs­lei­ter Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen bei der Cari­tas, ent­wi­ckelt sich damit auf dem christ­li­chen Men­schen­bild als Grund­la­ge eine ​„neue Kul­tur der Acht­sam­keit. Ent­spre­chend wird die Ver­pflich­tung der katho­li­schen Kir­che umge­setzt, dass jede kirch­li­che Ein­rich­tung ein ent­spre­chen­des Schutz­kon­zept vor­hal­ten muss. 

Text und Bild: Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Pas­sau e.V.

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