Bistum

Sehenswert - das "Panorama" in Altötting

Redaktion am 17.05.2023

Info Icon Bild: Thomas König

Das Jerusalem Panorama Kreuzigung Christi in Altötting ist einzigartiges Zeugnis einer außergewöhnlichen Kunstform, die Architektur, Malerei und Bühnenbild in einer magischen Synthese vereint. Eine bildliche Darstellung auf 1200 qm! Eines der letzten seiner Art und deshalb eine Weltberühmtheit – wir stellen Ihnen das Kunstwerk vor.

Eine Zeit­rei­se in das anti­ke Jeru­sa­lem
Das Jeru­sa­lem Pan­ora­ma Kreu­zi­gung Chris­ti in Alt­öt­ting lädt den Besu­cher zu einer Zeit­rei­se an den Ursprung des Chris­ten­tums ein. Geschaf­fen wur­de es 1902 – 1903 von dem Künst­ler Geb­hard Fugel unter Mit­ar­beit von Künstlerkollegen.

„Pan­ora­ma“ bedeu­tet ​„umfas­sen­der Rund­blick“ und wur­de eigens als Bezeich­nung für die 1787 erfun­de­ne Kunst- und Dar­stel­lungs­form ein­ge­führt. Im pan­ora­ma­ei­ge­nen Aus­stel­lungs­ge­bäu­de, einem monu­men­ta­len frei­ste­hen­den Zen­tral­bau, bie­tet sich dem Betrach­ter von einem zen­tra­len erhöh­ten Podi­um ein Rund­blick über die anti­ke Stadt Jeru­sa­lem und die sie umge­ben­de Land­schaft. Er kul­mi­niert in der bewe­gen­den Kreu­zi­gungs­sze­ne auf Golgota.

Die bild­li­che Dar­stel­lung, aus­ge­brei­tet auf einem Rie­sen­rund­ge­mäl­de von rund 1200 qm, ist Teil einer künst­le­ri­schen Raum­in­sze­nie­rung, die Büh­nen­bild­ele­men­te und eine kom­ple­xe Licht­re­gie ein­be­zieht. Es ent­steht ein ima­gi­nä­rer Bild­raum, in dem die Gren­zen zwi­schen dem Raum des Bil­des und dem des Betrach­ters auf­ge­ho­ben sind. Das Pan­ora­ma ver­mit­telt dem Betrach­ter das Gefühl des Im-Bild-Seins, es lässt ihn zum Zeu­gen der dar­ge­stell­ten bibli­schen Erzäh­lung werden.

Im Interview erfahren Sie weitere Details zum Kunstwerk:

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In Deutsch­land ist das Jeru­sa­lem Pan­ora­ma Kreu­zi­gung Chris­ti in Alt­öt­ting das ein­zi­ge his­to­ri­sche Exem­plar der im 19. Jahr­hun­dert weit ver­brei­te­ten und bis heu­te unge­bro­chen fas­zi­nie­ren­den Kunst­form Pan­ora­ma. Es steht unter dem Denk­mal- und Kul­tur­schutz Bay­erns und der UNESCO. Seit Bestehen erfüllt es leben­di­ge Auf­ga­ben im Dienst der Wall­fahrt und bie­tet dem Besu­cher mehr als nur ein ein­ma­li­ges Kunst­er­leb­nis. Es ist Muse­um, Kunst­werk und reli­giö­se Gedenk­stät­te zugleich. 

Schöp­fer des Alt­öt­tin­ger Pan­ora­mas ist der Münch­ner Maler Geb­hard Fugel (1863−1939). Er gilt um 1900 als füh­ren­der Ver­tre­ter einer neu­en christ­li­chen Kunst. 1893 ist er Mit­be­grün­der der Deut­schen Gesell­schaft für christ­li­che Kunst. 1905 wird ihm der Pro­fes­so­ren­ti­tel ver­lie­hen. Bereits in sei­nem Früh­werk wid­me­te sich Fugel in groß­for­ma­ti­gen His­to­ri­en­bil­dern christ­li­chen Bild­the­men. Seit den 1890er Jah­ren schuf er zahl­rei­che Fres­ken und Altar­bil­der für Kir­chen in Deutsch­land, der Schweiz, Ita­li­en, Öster­reich und den USA. Bekannt wur­de er durch eine Serie von über 100 Bil­dern zur Bibel, die im Druck weit ver­brei­tet waren. Das Jeru­sa­lem Pan­ora­ma Kreu­zi­gung Chris­ti in Alt­öt­ting gilt heu­te als sein bedeu­tends­tes Werk.

Text: Web­sei­te Pan­ora­ma Alt­öt­ting / pbp

Hier kommen Sie zur Webseite des Panoramas:

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